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Now What?! - Gold Edition
Deep Purple
Now What?! - Gold Edition, Ear Music/Edel, 2013
Ian GillanVocals
Roger GloverBass
Ian PaiceDrums
Steve MorseGuitar
Don AireyHammond Organ, Keyboards
Produziert von: Bob Ezrin Länge: 134 Min 35 Sek Medium: CD
Now What?!The Now What?! Live Tapes
01. A Simple Song01. Strange Kind Of Woman
02. Weirdistan02. Hard Loving Man
03. Out Of Hand03. Vincent Price
04. Hell To Pay04. Contact Lost
05. Bodyline05. All The Time In The World
06. Above And Beyond06. No One Came
07. Blood From A Stone07. Bodyline
08. Uncommon Man08. Perfect Strangers
09. Après Vous09. Above And Beyond
10. All The Time In The World10. Lazy
11. Vincent Price11. Black Night
12. It'll Be Me (Bonus Track)12. Smoke On The Water
13. First Sign Of Madness (Bonus Track)

Das im April erschienene mega-erfolgreiche DEEP PURPLE Album "Now What?!", das neben einigen europäischen Top-Ten Platzierungen in Deutschland, Österreich, Norwegen und Tschechien immerhin die Nummer eins Position in den Album-Charts bekleidete, erlebt nun in einer edel und sehr ansehnlich aufgemachten Edition ein strahlendes Comeback. Das allseits hochgelobte Werk reüssiert nun in einer sogenannten 'Gold Edition', aufgewertet durch ein zusätzliches Live-Album, das während PURPLES Sommer-Festival-Tour 2013 mitgeschnitten wurde.

Kritische Geister werden nun möglicherweise einen "Now What?!"-Ausverkauf beschreien, doch da diese zwei goldigen Platten zum Preis eines einzelnen Silberlings verhökert werden, dürfte auch der Fan, der sich die Studioscheibe bereits im Sommer zulegte, nichts zu meckern haben, denn die 12 Live-Mitschnitte sind durchaus ihr Geld wert. Und wer sich bislang womöglich zierte, PURPLES nach acht Jahren Studiopause aufs Vorzüglichste gelungene Comeback-Werk zuzulegen, bekommt hier nun einen erneuten Kaufanreiz.

PURPLE klingen, sowohl auf "Now What?!" als auch auf der Live-Scheibe erstaunlich inspiriert, enthusiastisch, spielfreudig und unverbraucht. Sänger Ian Gillan, der schon stark auf die 70 zugeht, kann seiner Stimme zwar nicht mehr in allen Lagen so viel Power verleihen wie einst im Frühling und klingt in manchen Passagen etwas angestrengt und um saubere Tonalität bemüht, doch dieses klitzekleine Manko lässt sich leicht verschmerzen, zumal die Combo um die Altvorderen Ian Paice und Roger Glover einen wirklich guten Job leistet und eine feurige Performance zum Besten gibt. Der leider im Sommer 2012 verstorbene Jon Lord wird ja nun schon seit zig Jahren mehr als adäquat durch den erfahrenen Don Airey würdig vertreten und über die Qualitäten eines Saitenmagiers wie Steve Morse brauchen wir hier sicherlich nicht zu diskutieren, auch wenn einige Ur-Fans vielleicht immer noch dem in mittelalterlicher Schunkelmusik versandeten Ritchie Blackmore nachweinen.

Selbst ein gefühlt zum 10.000sten Mal gehörtes Smoke On The water bleibt in diesem Szenario nicht ohne Wirkung und solche fetten Knallbonbons wie Hard Loving Man; Lazy und das furiose Black Night hört man doch einfach gern, zumal sie sich in der Gesellschaft neuer Songs wie Vincent Price und Above And Beyond keineswegs altbacken oder verstaubt anhören.
Ja, ja, die alten Herren können's einfach noch. Im Studio agiert man inspiriert und gelassen souverän, auf der Bühne mit einer erhabenen Größe, die das Ungestüme und Wilde der frühen Tage in besonnene Reife kanalisiert. Lohnenswerte Scheibe.

Frank Ipach, (Artikelliste), 29.11.2013