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The Vision, The Sword And The Pyre Part 1
Eloy
The Vision, The Sword And The Pyre Part 1, Artist Station Records, 2017
Frank BornemannVocals, Guitars, Keyboards
Klaus-Peter MatziolBass
Hannes FolberthKeyboards
Michael GerlachKeyboards
Kristof HinzDrums, Percussion
Guests:
Alice MertonVocals
Jessy MartensVocals
Anke RennerVocals
Isgaard MarkeVocals
Kai RitterVocals
Jens LueckKeyboards
Artur KühfussKeyboards
Niklas FischerKeyboards
Volker KuinkeFlutes, Recorders
Christoph Van HalStrings
Johannes BergerBass Viol
Julian GökeBass Voice
The Children's Choir Marktkirche Hannover
u. v. a.
Produziert von: Frank Bornemann Länge: 62 Min 24 Sek Medium: CD
01. The Age Of The Hundred Years' War08. Chinon
02. Domremy On The 6th Of January 141209. The Prophecy
03. Early Signs - From A Longed For Miracle10. The Sword
04. Autumn 1428 At Home11. Orleans
05. The Call12. Les Tourelles
06. Vaucouleurs13. Why?
07. The Ride By Night - Towards The Predestined Fate

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Für Frank Bornemann war das Kapitel ELOY eigentlich zum Ende des letzten Millenniums abgeschlossen, aber seit dem er es 2009 doch noch einmal aufgeschlagen hat, scheint er wieder Blut geleckt zu haben.
Mit "The Vision, The Sword And The Pyre" erfüllt sich das Mastermind der "deutschen PINK FLOYD" einen langgehegten Traum und schickt sich an, sein an sich schon beeindruckendes Lebenswerk mit einem ambitionierten Magnum Opus zu krönen, welches aus einer Rockoper in mehreren Teilen, einem Buch und einer spektakulären Theaterinszenierung bestehen soll und sich mit der Geschichte der französischen Nationalheldin Jeanne d'Arc befasst.

Photocredits: Kate Cymmer via CMM

"The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1" folgt der Geschichte Johannas von den ersten Visionen bis zu den siegreichen Schlachten über die Engländer und bewegt sich dabei musikalisch auf vertrautem Terrain. Melodischer Bombast Rock und Prog irgendwo zwischen MAGNUM und Alan Parsons, letzteres insbesondere durch die Chöre und ersteres zum Teil durch die härteren Rock Riffs.
Durch den Aufbau und die gesprochenen Passagen erinnert das Konzept auch hier und da an Rick Wakeman's "Journey To The Centre Of The Earth" und manche Soundwälle können Bornemanns Faible für PINK FLOYD nicht verhehlen.

Für die Umsetzung hat man sich eine Reihe renommierter Gäste ins Studio gebeten, diverse Keyboarder, Backing Vocals, Chöre und allein für die Darstellung der Jungfrau von Orleans vier verschiedene Sängerinnen, allen voran die Kanadierin Alice Merton, die zur Zeit in einem völlig anderen Genre mit ihrem Singlehit No Roots die Popcharts aufmischt.
Allerdings enthält das Werk keine gesungenen Dialoge wie es z. B. AYREON oder AVANTASIA praktizieren, um, so Bornemann: "stärkere und ausdrucksvollere Optionen zugunsten der musikalischen und lyrischen Umsetzung zu haben".

"Im Bemühen um eine adäquate und überzeugende musikalische Umsetzung habe ich es mir nicht leicht gemacht und sah mich am Ende gezwungen, den häufig eng gesteckten Rahmen üblicher Werke aus Musik und Text zu sprengen. Im Bestreben, dabei sowohl den Hörer aktueller Rockmusik zu erreichen, der zugleich auch komplexere Strukturen und sinfonischen Elemente, sowie stimmungsvoll geprägte Soundcollagen schätzt, und ebenso auch den inhaltlichen Ansprüchen im Wortbeitrag gerecht zu werden, den ein Werk dieser Tiefe und Intensität erfordert."

Fazit: Mit "The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1" ist Frank Bornemann ein beeindruckendes Spätwerk gelungen, welches Lust auf mehr macht. Genau das hat Bornemann vor, Part 2 ist bereits in Arbeit und die Planungen für das Große Ganze laufen. Man darf gespannt sein.

Ralf Frank, (Artikelliste), 03.09.2017

Photocredits: CMM

Der gebürtige Hannoveraner Frank Bornemann hat mittlerweile ein Alter erreicht, in dem er eigentlich längst seinen wohlverdienten Ruhestand genießen könnte. Doch der ELOY-Macher denkt nicht im Traum daran, sich (wie unzählige andere) auf sein Altenteil zurückzuziehen. Von seinen sonstigen Aktivitäten einmal vollkommen abgesehen, hält er sein geliebtes Bandprojekt mit jeder Menge Herzblut und viel Seele erfolgreich am Leben.

Das neueste Produkt seiner offensichtlich niemals enden wollenden Kreativität heißt "The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1". Der Longplayer erschien erst vor kurzem. Bornemann komponierte das gesamte Songmaterial (immerhin dreizehn Stücke) im Alleingang, spielte- beziehungsweise sang die Tracks mit ein und inszenierte sowie produzierte alles völlig alleine. Das Konzeptalbum behandelt das Leben der französischen Nationalheldin Jeanne d'Arc. Der Meister hegte schon etliche Jahre lang den Wunsch, eine echte Rockoper herauszubringen. Mit "The Vision, The Sword And The Pyre - Part 1" ging dieser Traum nun endlich in Erfüllung.

Photocredits: Kate Cymmer via CMM

Neben einer vierköpfigen Band griff Bornemann bei den Aufnahmen für das Album im Horus Sound Studio eine gehörig beeindruckende Zahl an Gästen unter die Arme. Hervorgehoben seien hier zum Beispiel die kanadische Vokalistin Alice Merton, die deutsche Bluessängerin Jessy Martens, die klassisch ausgebildete deutsche Gesangskünstlerin Isgaard Marke sowie der Kinderchor der Marktkirche zu Hannover.

Herausgekommen ist bei dem ganzen Aufwand letztlich eine bombastische, melodische, mal mehr, mal weniger rockende Kreuzung aus Progressive und Art Rock, verziert mit Folk- und Elektropassagen und ausufernden Klanglandschaften, sinfonischen Elementen, teilweise opernartigen Gesängen, Choreinsätzen, Kinderstimmen und mystischen Sprechanteilen. Laut Aussage seines Erschaffers bietet diese (nicht zuletzt von ihm) versiert und professionell verwirklichte, konzeptionelle Schöpfung keine Vokalarbeit der herkömmlichen Art in Dialogen, sondern vielmehr gesanglich zum Ausdruck gebrachte Gedankengänge der einzelnen Charaktere und das Geschehen schildernde Strophen, ergänzt mit gesprochenen Äußerungen.

Die Fortsetzung des bisher wohl eher nicht als Jahrhundertwerk zu bezeichnenden ersten Teiles des Spektakels "The Vision, The Sword And The Pyre" soll übrigens im nächsten Jahr das Licht der Rockwelt erblicken. Dessen Veröffentlichung soll von einem Buch und einer großen Bühnenversion mit Schauspielern, live vorgetragener Musik und französischen Texten flankiert werden.

Michael Koenig, (Artikelliste), 06.09.2017