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Brotherhood Of The Snake
Testament
Brotherhood Of The Snake, Nuclear Blast Records, 2016
Chuck BillyGesang
Eric PetersonGuitar
Alex SkolnickGuitar
Steve DiGiorgioBass
Gene HoglanDrums
Produziert von: Juan Urteaga, Eric Peterson, Chuck Billy Länge: 45 Min 40 Sek Medium: CD
01. Brotherhood Of The Snake06. Centuries Of Suffering
02. The Pale King07. Neptune's Spear
03. Stronghold08. Black Jack
04. Seven Seals09. Canna Business
05. Born In A Rut10. The Number Game

Vier Jahre ist es nun mittlerweile her, dass TESTAMENT mit “Dark Roots Of The Earth” eines der stärksten Thrash Metal-Alben der neueren Geschichte vorgelegt hatten. Da wurde es natürlich langsam mal Zeit mit neuem Futter für die begierigen Thrasher-Ohren – und das legen Chuck Billy (Gesang), Alex Skolnick, Eric Petersen (beide Gitarre), Gene Hoglan (Schlagzeug) und Steve DiGiorgio (Bass) nun endlich vor: es hört auf den vielversprechenden Titel “Brotherhood Of The Snake“.

Und was soll man sagen? Das neue Werk schließt fast nahtlos an den exzellenten Vorgänger an. Die Band hat ein Brett von einem Album eingeprügelt. Keine Ballade oder ruhiger Song stört den Fluss. Vielmehr hat sich Eric Peterson - der ohnehin angesichts des hohen Ansehens für Solo-Gitarrist Alex Skolnick sträflichst übersehen wird - hier erneut als alleiniger Komponist der Riffs wieder zwölf Knaller aus den Fingern geschüttelt. Und diese werden den Fans des Bay Area Thrash Metal regelmäßig die Gänsehaut auf den Körper zaubern.

Dazu mögen Chuck Billy dieses Mal nicht die ganz so eingängigen Melodien wie bei "Dark Roots Of The Earth" (damals etwa Rise Up, True American Hate, Native Blood) eingefallen sein, aber dennoch gehen die Lieder - dieses Mal eben wegen der Killer-Riffs - schnell ins Ohr und machen dank ihrer schier unbändigen Power extrem viel Spaß. Für den richtigen Druck sorgen dabei insbesondere auch wieder Gene Hoglan, der seinem exzellenten Ruf an den Kesseln und Becken einmal mehr furios gerecht wird, und Bassist Steve DiGiorgio, der für das tieftönende Fundament sorgt.

"Brotherhood Of The Snake" ist ein furioses Thrash Metal-Werk geworden, das es allen Bands, die demnächst neue Alben vorlegen wollen (hallo METALLICA - wir schauen vor allen Dingen in eure Richtung!) schwer machen wird, dieses Ding zu toppen. Es ist ein reicher Fundus an Killer-Riffs und Songs, die einem mehr als amtlich den Schädel abschraubt. Da haben sich die vier Jahre des Wartens wirklich gelohnt wenn ein solcher Kracher dabei herauskommt.

Marc Langels, (Artikelliste), 27.10.2016


So langsam scheinen sich im Hause TESTAMENT neue Studioalbum im Vier-Jahres-Abstand einzupendeln. Und das Erbe, das die Bay-Area-Band mit sich schleppt, ist durch aus kein leichtes, schließlich waren die beiden Vorgängeralben "The Formation Of Damnation" und "Dark Roots Of Earth" wahre Sterne am Thrash Metal-Himmel.

Auch auf "Brotherhood Of The Snake" sind alle Zutaten zu finden, die ein großartiges TESTAMENT-Album ausmachen ... Chuck Billys markante Stimme, die schneidenden Riffs von Eric Peterson, die melodiösen Leads von Alex Skolnick und natürlich auch Gene Hoglans Weltklassedrumming.
Dennoch merkt man dem Longplayer durchaus an, dass der Prozess des Songswriting laut Chuck Billy so schwierig wie nie zuvor in TESTAMENTs Geschichte gewesen ist. Den Zugang zum neuen Album zu finden, ist deutlich schwieriger als auf den letzten Platten.

Der Hauptfaktor dafür ist meiner Meinung nach insbesondere die Tatsache, dass Gene Hoglan auf seinem zweiten Album für die Band dem Drumming seine ganz eigene Note gibt. Das sorgt dafür, dass auch die vermeintlich eingängigen Songs sehr oft durch Breaks oder Tempiwechsel aus ihrem Hauptthema gezogen werden. Außerdem fehlen dem Album diesmal ein wenig die typischen hymnenartigen Refrains der letzten Platten.

Aber wat dem ejn sien Uhl is, is dem annern sien Nachtigall ! Gerade die, die es ein wenig lieben, sich an Alben abzuarbeiten und zu denen ich mich auch zähle, werden bei "Brotherhood Of The Snake" frohlocken. Musikalisch qualitativ ist der neue Silberling über jeden Zweifel erhaben und dem Quintett gelingt damit zum dritten Mal in Folge bei Nuclear Blast die Produktion eines Hammeralbums.

Kay Markschies, (Artikelliste), 27.10.2016