Foto: Tim Jäger
Warren Haynes
"Habe noch nie ein Album, wie dieses gemacht", Interview

Nach meinem – vermeintlichen “once in a life-time“ Interview mit Warren Haynes 2011 - war ich auf eine weitere Gesprächs-Chance mit dem Jam-Maestro ebenso wenig gefasst, wie auf ein weiteres Solo-Album, welches noch dazu stilistisch recht weit vom Vorgänger ”Man In Motion” angesiedelt ist und mit Warrens Stamm-Combo GOVT_MULE auch nur wenig zu tun. Der Mann ist halt ‘ne Wundertüte und zweifelsohne einer der interessantesten Typen im Musikbusiness.
Also nix wie ins Auto gehüpft, den freitäglichen Verkehrskollaps in und um Frankfurt getrotzt und zusammen mit meinem Freund Tim auf den Weg zum Roomers Hotel in der Trabantenstadt gemacht.
Im Gepäck ein Stapel Fragen und im Gitarrenkoffer Tims “Warren Haynes Signature Gibson Les Paul“, welche Warren wohlwollend betrachtet, kurz darauf spielt und auf der Rückseite signiert. Sozusagen jetzt ein “Double-Signature-Modell“. So freundlich und entgegenkommend, wie bei der Unterschrift, ist Haynes auch bei den Fragen und in der nachmittags noch rechts leeren Bar des Roomers schreiten wir zur Tat:

Warren_HaynesFFM

Hooked On Music: Hallo Warren, ein weiteres Interview. Du musst ja schon tausende gegeben haben…

Warren Haynes: Nur heute? (Lacht) Nun, ich habe in den letzten Tagen recht viele Interviews in Europa gegeben. Morgen fliegen wir nach Hause.

HoM: Ja, hab ich gehört. Ist das hier nun der härteste Teil deines Jobs, diese ganzen Interviews zu geben?

W.H.: Ooch, ich weiß nicht, ob das der schwerste Teil ist…, es ist … ich komme damit klar. (Anm.: Recht diplomatische Antwort ?)

HoM: Wahrscheinlich gibt es ja keine Frage die du noch nicht gehört hast …

W.H.: Nun, ich bin noch gespannt, auf eine Frage, die ich noch nie gehört habe. Aber …, das ist schon in Ordnung. Es ist einfach die beste Art, seine Musik zu promoten.

HoM: Als wir uns das letzte Mal unterhielten, sprachen wir darüber, wie viel du arbeitest und dass du das eigentlich etwas reduzieren wolltest. Es scheint aber, du machst ständig Musik. Gibt es keine anderen Interessen in deinem Leben?

W.H.: Na ja, die Zeit, in der ich nicht arbeite, verbringe ich für gewöhnlich mit meiner Familie. Das ist Familien-Zeit.

HoM: Es gab jüngst ja einige “Special-Releases“ aus dem GOV’T MULE-Lager, wie das Scofield-Album, “Dark Side Of The Mule“, das STONES-Album … Wie viele Trümpfe hast du eigentlich noch im Ärmel? Kommt da noch mehr in der Richtung?

W.H.: Nun, ich denke, “Ashes & Dust“ ist etwas, worauf ich mich jetzt eine Weile konzentriere. Danach werden wir ein neues GOVT MULE-Album machen und dann vielleicht einen Nachfolger für mein Soloalbum. Aber wir werden sehe. Ich meine, ich hab immer noch kein traditionelles Blues-Album gemacht. Ebenso wenig ein Studioalbum mit jazzbeeinflussten Instrumental-Stücken. Aber, weiter voraus schaue ich im Moment noch nicht.

HoM: Ok, aber von diesen speziellen Themen-Shows, wie Scofield oder PINK FLOYD, davon gibt’s nicht mehr?

W.H.: Oh, doch, da gibt’s schon einige, denke ich. Die ganzen Halloween-Konzerte und die ganzen Silvester-Shows …

HoM: … die waren ja alle unterschiedlich …

W.H.: … ja, da gab es viele verschiedene Mottos. Wir haben Neil Young gemacht, Joe Cocker … Dann die ”Three Kings” – das waren B.B King, Freddie King und Albert King – und noch eine ganze Menge verschiedene Shows, thematisch sehr unterschiedlich. Wir könnten da also noch einiges veröffentlichen, aber, ich denke, für den Moment ist es mal genug.

HoM: Verbringt ihr eigentlich viel Zeit damit, diese speziellen Konzerte vorzubereiten und dafür zu proben?

W.H.: Für diese Konzerte? Ja. Wir verbringen wahrscheinlich mehr Zeit mit Proben für diese Abende, als für die mit unserer eigenen Musik. Einfach, weil es die Musik von jemand anderem ist, die wir womöglich noch nicht so gut kennen.

HoM: Ich mag besonders die Auswahl der Songs auf dem “STONES-Album“ (Anm.: ”Stoned Side Of The Mule”)…

W.H.: Ja, wir haben einfach Lieblingsstücke ausgewählt. Songs, die wir gerne spielen würden. Also eigentlich nach keinem besonderen Schema. Manchmal, wenn wir komplette Alben spielten, z. B. als wir “Who’s Next“, oder LED ZEPPELINs “Houses Of The Holy”, sind wir an Songs gebunden, aber bei den STONES, Hendrix oder Neil Young, da haben wir unsere Lieblingsnummern ausgewählt.

HoM: Das ist interessant, dass ihr eure eignen Songs recht wenig probt. Passiert es euch, dass ihr, vielleicht zufällig, wieder einmal einen euren älteren Songs hört und dabei denkt: “ Oh, so haben wir das damals gemacht“, und sich der Song mit der Zeit sehr verändert hat?

W.H.: Ja, das ist eigentlich auch etwas, das wir mögen. Es ist schön, von etwas so lange wegzugehen, dass du vergisst, wie es ursprünglich aufgenommen wurde und es dann anders zu spielen. Mit ein Grund, warum wir immer andere Songs in unseren Konzerten spielen.

HoM: Abgesehen von diesen ganzen “Sonderveröffentlichungen“ und den Konzerten, wirst du in Kürze dein neues Soloalbum, “Ashes & Dust“ heraus bringen. Wie kam es zu diesem, deinem dritten Soloalbum. Wann viel die Entscheidung für ein weiteres Soloalbum?

W.H.: Nun, noch bevor ich “Man In Motion“ gemacht habe, begann ich etliche Songs zu schreiben und zu sammeln, im Stil des neuen Albums. Ich könnte dieses Album also bereits vor “Man In Motion“ aufgenommen haben, entschloss mich aber anders und bin, im Nachhinein, auch froh darüber, weil ich einige neue Songs in der Zwischenzeit geschrieben habe, von denen manche auf dem neuen Album sind. Tatsächlich habe ich schon mein ganzes Leben Songs in diesem Stil geschrieben, sodass ich wahrscheinlich mehr davon habe, als in irgendeiner anderen Richtung.

HoM: Also sind diese Songs nicht in einer relativ kurzen Zeitspanne vor den Aufnahmen entstanden?

W.H.: Nein. Es sind ein paar brandneue dabei, andere sind zehn oder zwanzig Jahre alt. Ein Song ist bereits dreißig Jahre alt …

HoM: … welcher ist das ?

W.H.: Is It Me Or You, den hab ich in den 80ern geschrieben. Aber es sind alles Songs, die irgendwie zusammengehören und die für mich sehr persönlich sind und so fand ich, dass es passend wäre, sie alle in der gleichen Art aufzunehmen.

HoM: Wenn ich jemanden gefragt hätte, welchen FLEETWOOD MAC-Song Warren Haynes für sein Soloalbum auswählen würde, wären wohl Titel wie The Green Manalishi (Warren lacht …) oder Oh Well genannt worden. Mehr was aus deren Blues-Zeit. Du hast jedoch Gold Dust Woman ausgewählt, das du ja auch schon zuvor live gespielt hast …

W.H.: … ja, das hab ich zusammen mit Grace Potter einige Male im Konzert gespielt. Ich war jetzt also nicht notwendigerweise auf der Suche nach einem FLEETWOOD MAC-Song, den ich covern konnte, sondern ich dachte, mit dieser akustischen Instrumentierung würde er gut auf das Album passen und Grace und ich hatten den Song ja bisher auch noch nie zusammen aufgenommen. Ich dachte das passt ganz gut.

HoM: Magst du den Westcoast-Stil von FLEETWOOD MAC?

W.H.: Aus dieser Periode?

HoM: … ja, mit Lindsey Buckingham in der Band …

W.H.: Nun, ich bin mehr ein Fan der Peter Green-Zeit. Aber Gold Dust Woman ist natürlich ein toller Song, auch wenn ich nicht so ein Fan dieser eher “kommerziellen Ausrichtung“ der Band bin. Da habe ich nicht so viel Zeit verbracht, mir das anzuhören. Aber diesen Song mochte ich, als ich ihn das erste Mal hörte und als ich mit Grace nach einer gemeinsamen Nummer suchte, kamen wir das schnell überein.

HoM: Wer spielt sonst noch auf deinem Album?

W.H.: Du meinst, welche Musiker? Das ist eine Band die RAILROAD EARTH heißt. (Anm: Aufmerksamen “Hooked on Music“-Leser natürlich bekannt). Sehr gute Musiker, die alle eine Menge unterschiedliche Instrumente spielen.

HoM: Die sind auch aus New York?

W.H.: Sie kommen von der Grenze zwischen New Jersey und Pennsylvania. Also sehr nahe an New York. Sehr vielfältig. Der Typ der Banjo spielt auch Klarinette und Akustikgitarre, der Typ der Mandoline spielt, spielt auch Bouzouki und Piano. Also, untereinander, spielen die eine Menge Instrumente.

HoM: Wie liefen die Aufnahmen ab, welches Equipment habt ihr benutzt?

W.H.: Ich spielte hauptsächlich E-Gitarre. Vorwiegend eine D’Angelico New Yorker Hollow-Body Jazz-Gitarre, mit einem ziemlich cleanen Sound. Für die Slide-Parts benutzte ich meine Les Paul. Außerdem spielte ich meine 1961er ES 335 auf ein paar Songs und hin und wieder auch Akustikgitarre, aber das Meiste, was man an Akustikgitarre hört, kommt von Andy Goessling.

HoM: Habt ihr live aufgenommen?

W.H.: Ja, so viel wie möglich. Wenn wir das Gefühl hatten, es fehlt noch etwas, haben wir das nachträglich hinzugefügt, aber ansonsten möglichst live mitgeschnitten.

HoM: Ja, ich hab‘ gehört, dass ungefähr 100 Songs aufgenommen wurden und dass die mit dem Titel “The Basement Tapes“ irgendwann veröffentlicht werden sollen …

W.H.: (lacht) Ich glaube, wir haben so um die 30 Songs aufgenommen …

HoM: … also was ist mit den anderen Songs?

W.H.: Nun, es wird hoffentlich einen Nachfolger zu diesem Album geben. Manche Songs haben wir beendet, andere sind noch nicht ganz fertig. Ich bin da hoffnungsvoll, dass wir ins Studio gehen können und das folgende Album aufnehmen.

HoM: Ist das die Regel – auch bei GOV’T MULE – dass du mehr Songs hast, als letztlich auf das Album kommen?

W.H.: Nein, ich denke, das liegt daran, dass ich noch nie ein Album wie dieses gemacht habe, bei dem ich so viele alte und neue Songs hatte.

HoM: Ich konnte ja schon einmal in das neue Album reinhören und in der Tat ist da wieder viel mehr Slide-Gitarre zu hören. Stellenweise klingt es fast wie ein Wettbewerb zwischen der Geige und der Slide-Gitarre.

W.H.: Ja, es gibt da einige schöne Zusammenspiele, wo wir uns gegenseitig fordern, umspielen, übertreffen wollen …

HoM: Wann hast du eigentlich mit dem Slide-Spiel angefangen und wer war dein erster Einfluss?

W.H.: Ich denke, das muss so mit 14 gewesen sein. Ich liebte Duane Allman und dann begann ich Leute wie Ry Cooder zu entdecken, Lowell George, David Lindley …, dann begann ich mir Elmore James anzuhören, Muddy Waters …, also mehr den “Oldschool”-Stoff. Und dann so langsam meinen eigenen Stil zu entwickeln, oft, indem ich in Standart-Tuning spielte anstatt in Open-Tuning.

HoM: Wie viele Gitarren besitzt du eigentlich?

W.H.: So um die 150 dürften es wohl sein.

HoM: Oh, dann bist du wohl ein Sammler?

W.H.: (lacht) Ich seh mich nicht so, aber wahrscheinlich bin ich einer.

HoM: Ich hab da immer ein bisschen Probleme, ob es Sinn macht, so viele Gitarren zu besitzen …

W.H.: … nichts macht Sinn (lacht)

HoM: … ich stell mir immer vor, dass die ja gemacht wurden, damit sie gespielt werden und bei der Menge …

W.H.: Nun, ich versuche so viele wie möglich zu berücksichtigen und ich spiele schon viele von ihnen.

HoM: Welche ist deine Lieblingsgitarre?

W.H.: Hm, ich nehme an, momentan ist es meine 1959er Les Paul, die ich kürzlich erworben habe. Die ist aktuell mein Favorit.

HoM: Das bringt uns zu Tims Gitarre, welches ja dein Signature-Modell ist. Inwieweit warst du bei der Konzeption beteiligt?

W.H.: Sehr weit, denn das ist die Gitarre, welche ich am meisten gespielt habe und am besten kenne.

HoM: Welche Funktion hat dieser kleine Schalter, neben den Lautstärke- und Ton Reglern?

W.H.: Dieser Schalter aktiviert den Schaltkreis, welcher entworfen wurde von Peter Miller und John Cutler, die viel für Jerry Garcia entwickelt haben. Im Grunde geht es darum, dass sich der Ton, wenn man die Lautstärke vermindert, nicht verändert. Ich habe sie dann gefragt, ob sie das schaltbar machen können, sodass ich beide Möglichkeiten habe. Denn manchmal mag ich es, dass sich der Sound verändert und so kann ich wählen. Wenn er also nach unten steht, ist es wie eine normale Les Paul, wenn er nach oben steht, kannst du die Lautstärke drehen, wie du willst und hast trotzdem die Höhen.

HoM: Dazu noch kurz die Frage von Tim: In welchem Tuning spielst du Railroad Boy?

W.H.: Mit der tiefen E-Saite auf D gestimmt und dem Capo im 7. Bund. (stimmt die Gitarre entsprechend und spielt das Intro).

HoM: (nach einem kurzen Foto- und Fachsimpel-Break) Wann warst du eigentlich das letzte Mal auf einem Konzert, auf dem du nicht selbst gespielt hast. Nur als Besucher?

W.H.: Das war erst letzte Woche. Ich hab Eric Clapton in London bei seinem letzten Konzert gesehen.

HoM: Erst zwei Wochen ist es her, dass B.B. King verstorben ist. Soweit ich weiß, hast du ihn gekannt und auch mit ihm gespielt. Wie sind deine Erinnerungen an ihn?

W.H.: Nun, B.B., war einer meiner All-Time-Favourites. Ich war ein großer Fan von seiner Stimme, bevor ich überhaupt angefangen habe Gitarre zu spielen. Da war ich vielleicht acht oder neun Jahre alt. Ich lernte zu singen, hatte aber noch nicht mit der Gitarre angefangen und B.B. war ein wundervolles Beispiel dafür, wie man das Publikum sowohl mit seinem Gesang als auch mit seinem Instrument begeistern kann. Er ist einer der Größten für alle Zeit, mit dem ich das Glück hatte, ein paar Mal zusammen zu spielen. Eine wundervolle Person obendrein.

HoM: Eine andere wichtige Person in deinem Leben: Dickey Betts. Für mich sind die beiden “Comeback-Alben“ der ALLMAN BROTHERS BAND (“Shades Of Two Worlds” und “Seven Turns”) zwei der tollsten Scheiben überhaupt, mit einem genialen Zusammenspiel der beiden Gitarren. Ich kann verstehen, dass es Probleme unter den Mitgliedern der Band gab, aber für die Fans wäre es sicher ein Traum gewesen, wenn sie noch einmal mit Dickey Betts aufgetreten wären. Wäre es nicht eine nette Geste gewesen, wenn sie ihn für die letzten Konzerte der ALLMAN BROTHERS BAND noch einmal eingeladen hätten?

W.H.: Ja …, ich denke …, einige von uns, besonders ich und Derek Trucks, haben auch versucht, das ein bisschen in diese Richtung zu manövrieren, aber irgendwie etwas zu spät und so …

HoM: … ich meine: Ist denn der Graben so tief?

W.H.: Hm, zwischen den Originalmitgliedern gab es immer mal Probleme und bis zum heutigen Tag gibt es da immer noch Probleme. Für mich war es sehr schwer in der Band zu sein, ohne Dickey Betts, weil er ein so wichtiger Teil im Sound der Band war.

HoM: … und ihr habt ja auch verdammt gut zusammen geklungen! Dieses Zusammenspiel … , du warst ja zuvor schon in seiner Band …

W.H.: Ja, ich war drei Jahre in Dickeys Band, bevor ich mich den ALLMAN BROTHERS anschloss.

HoM: Ihr kanntet euch also sehr gut.

W.H.: Er war derjenige, der mir diese Möglichkeit verschaffte.

HoM: Hast du ihn seit der Trennung denn wieder getroffen oder mit ihm gespielt?

W.H.: Wir haben einmal bei den “Jammy Awards“ zusammen gespielt, mit Steve Winwood. Und ich glaube woanders nochmal. Wir haben auch ein paar Mal miteinander gesprochen. Einmal sogar hier in Deutschland. Müsste so ein Jahr her sein. Wir haben also eine gute Beziehung, sind ab und zu in Kontakt.

HoM: Also könntet ihr schon wieder einmal miteinander spielen?

W.H.: Ja, ich fände es toll, wenn er zu meinem Christmas Jam-Konzert kommen könnte, welches ich in North Carolina gebe, und da mit uns spielen.

HoM: So leider müssen wir zum Ende kommen, obwohl ich noch Fragen bis morgen früh hätte. So habe ich vielleicht am Ende doch noch eine Frage, die dir noch keiner gestellt hat: Welchen Song oder welches Musikstück möchtest du, dass eines Tages bei deiner Beerdigung gespielt wird?

W.H.: Oh, mhh ….(lacht) Vielleicht ein Song, den ich in dreißig Jahren schreiben werde (lacht).

HoM: Ok, gerne auch etwas später. Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft.

W.H.: Vielen Dank, vielleicht sehen wir uns im Herbst , wenn wir wieder auf Tour in Europa sein wollen.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 29.05.2015