Videos: Bea
Poster
Setlist
THIN LIZZY

Are You Ready
Jailbreak
Killer On The Loose
Whiskey in the Jar
Emerald
Rosalie
Black Rose
Cowboy Song
The Boys Are Back In Town
Setlist
JUDAS PRIEST

Rapid Fire
Metal Gods
Heading Out to the Highway
Judas Rising
Starbreaker
Victim of Changes
Never Satisfied
Diamonds & Rust
Dawn of Creation
Prophecy
Night Crawler
Turbo Lover
Beyond the Realms of Death
The Sentinel
Blood Red Skies
The Green Manalishi
Breaking the Law
Drum Solo
Painkiller
Encore
The Hellion
Electric Eye
Hell Bent for Leather
Encore
You've Got Another Thing Comin'
Encore
Living After Midnight
Judas Priest, Thin Lizzy,
Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle, 01.05.2012

Dienstag, 01. Mai 2012, Feiertag in Deutschland!

Am Tag der Arbeit gastiert die Mutter aller echten Heavy-Metal-Bands in unserer Landeshauptstadt und da mit den runderneuerten THIN LIZZY ein attraktiver Voract aufspielte, machte ich mich auf in die Mitsubishi Electric Halle.
Der altehrwürdige Konzerttempel war mit etwa 4000 Maniacs gut gefüllt und alle waren bester Laune. Es war ein Raucher-Veteranentreff allererster Güte, so viele verschiedene Priest Shirts habe ich selten auf den Bäuchen der Altvorderen gesehen. Leider konnte ich meinen alten "Stained Class" Pulli in Größe M nicht mehr ausführen, seit meinem ersten PRIEST Konzert im legendären Kölner Sartory Saal am 13.11.1979 als Vorgruppe von AC/DC bin ich mittlerweile in die XL-Liga aufgestiegen.
Nun, nach 33 Jahren hat sich für mich der Kreis geschlossen, denn Halford & Co. gehen in Rente.

Logo Thin Lizzy

Zu der dünnen Lizzy bleibt mir nicht viel zu sagen:
Trotz vieler Vorschusslorbeeren haut mich ex ALMIGHTY Ricky Warwick als Sänger nicht vom Hocker. Scott Gorham sieht aus wie Buffalo Bill und hat seine besten Tage eindeutig hinter sich, Darren Wharton an den Keys war wie immer nicht zu hören (gut so!) und leider ist auch Brian Downey nur noch ein Schatten seiner selbst. Mit dem ex BROTHER CAIN, Alice Cooper - Gitarrist Damon Johnson (ich dachte erst es wäre der Sohn von Gorham, ha ha ha) und der schon zu Sykes Zeiten agierende Bassmann Marco Mendoza (u. a. Ted Nugent) komplettiert sich die neue Mannschaft, die alles in allem für mich nur noch eine THIN LIZZY Coverband ist. Die 9 gespielten Songs sind genau das was der sentimentale Jünger hören will, um bierselig an alte Zeiten erinnert zu werden. Ich für meinen Teil hätte gerne mal andere Songs gehört wie z. B. Chinatown, Cold Sweat oder Sugar Blues.
So blieben wieder einmal Suicide und Killers on the loose und mit Abstrichen eine gepimpte Version von Whiskey in the Jar the best from the rest. Na ja ....

Dann gegen 21.30h unter den vertrauten PRIEST PRIEST PRIEST Sprechchören des in die Jahre gekommenen Bangervolkes der Headliner: THE PRIEST IS BACK!

Logo Judas Priest

Als der Bühnenvorhang fällt - das vertraute Bild: Tipton / Hill links, oben thront Travis, der Chef mittig und die rechte Seite reserviert für KK...aber halt, es ist ja der Klon!!!!
Und der Bursche sieht nicht nur aus wie KK , er spielt auch brillant, alle Posen sitzen genau wie bei KK , ich fall tot um, 1 A Klasse.
Der Bursche ist ein absolut würdiger Ersatz und ich bin fast sicher das der kurzsichtige Halford es noch nicht mal bis heute gemerkt hat und es ihm auch keiner sagen wird ... BRÜLLER!!!
HEY LEUTE DER HARRY MACHT NUR NEN JOKE - PRIEST SIND ÜBER ALL DIE JAHRE IMMER MEINE GÖTTER GEBLIEBEN , aber wie sachte schon unser Blanco Roberto: Ein bisschen Spaß muss sein ...

Das Konzert hat mir gefallen, keine Frage, der Sound war Hammer, die Band spielte perfekt und jeder im Saal verzieh dem guten Rob seine kleinen Schwächen bei den Klippen von Beyond the Realms of Death, Victim of Changes oder The Sentinel, dafür holte er bei Painkiller noch mal alles aus sich raus und sind wir doch mal ehrlich: Wir wollen PRIEST m i t Halford und nicht mit einem anderen perfekten Sänger, oder?

Die fast 160 Minuten wurden mit einer Videoshow auf denen z. B. die einzelnen Cover zu sehen waren und mit Anekdoten vom Elder Statesman aufgewertet, Rob war in Plauderlaune und zog sich gefühlt nach jedem Song ne andere Joppe an, ganz die Diva. Ansonsten wie immer in den letzten Jahren dominierte der Nosferatu - Stil beim Frontmann, allerdings erinnerte mich sein Nostradamus Mantel nebst Dreizack ganz doll an Sankt Martin, ist halt Geschmackssache.

Erwähnenswert war ausserdem die sehr aufwendige Laser- und Lightshow mit amtlichem Pyroeinsatz, ganz großes Kino, meine Herren. Für mich waren die nie oder nur höchstselten gezockten Starbreaker, Blood Red Skies und Never Satisfied die Höhepunkte eines sehr guten Konzerts. So kann man mit Würde von der Livefront abtreten.

Danke für die vergangenen 40 Jahre Priest sagt der Metalharry!

Harald Elbracht, (Artikelliste), 01.05.2012