21Octayne

2.0

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.09.2015
Jahr: 2015
Stil: Melodic Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


21Octayne
2.0, AFM Records, 2015
Hagen GroheGesang
Marco WriedtGitarre
Alex LandenburgSchlagzeug
Andrew LauerBass
Produziert von: 21Octayne Länge: 46 Min 28 Sek Medium: CD
01. Devil In Disguise06. Lost
02. Take Me Back07. The Cirlce
03. When You Go08. Date With Myself
04. Love's Just A Heartbreak Away09. Fly With Me
05. Take Me Away10. Tale Of A Broken Child

Im vergangenen Jahr erschien in der Metal-Szene eine Band, die mit ihrem Gespür für Melodie und dem gleichzeitigen Instinkt für anspruchsvoll gespielte Lieder begeistern konnte. "Into The Open" war ein Debüt-Album, wie man es sich nur wünschen kann (ok, es hätte aus meiner Sicht auf der regulären Version ein paar Minuten länger sein dürfen). Die Band heißt 21OCTAYNE und gerade einmal nach einem Jahr legen sie schon das Nachfolgewerk vor.

"2.0" ist zum Glück genau so ausgefallen, wie man es sich als Fan wünscht. Es ist keine reine Kopie des erfolgreichen Erstlings, sondern entwickelt die Musik weiter. Auf der einen Seite wird die Band etwas härter, wie zum Beispiel im Opener. Auf der anderen Seite aber sind die Melodien (insbesondere im Bereich Gesang) noch stärker ausgearbeitet. Dabei fühlt man sich manches Mal an die glorreiche Zeit des melodischen Metal Ende der 1980er Jahre erinnert, und an Bands wie die zu Unrecht oft verschmähten FIREHOUSE. Als Beispiel dafür sei hier nur einmal der Refrain von Take Me Back angebracht.

Aber die Musik steht den beeindruckenden Gesangsleistungen von Hagen Grohe (Ex- Joe Perry Project) in nichts nach. Die Bandbreite von 21OCTAYNE deckt fast das gesamte Spektrum des Metal ab. Von klassischen Metal-Songs (Devil In Disguise, Take Me Away, Fly With Me), einem Ausflug in funkige Gefilde (The Circle) über gefühlvolle Halb-Balladen (When You Go, Lost) bis hin zu progressiv angehauchten Epen, hier das abschließende Tale Of A Broken Child, bei dem jeder Musiker seinen eigenen, kleinen Solo-Spot hat, bietet die Band hier alles, was das Herz eines Melodic Metal-Fans höher schlagen lässt.

Gitarrist Marco Wriedt (AXXIS) schüttelt tolle Riffs und klasse Soli aus dem Ärmel als wäre dort ein unerschöpflicher Vorrat. Dem Schlagzeugspiel von Alex Landenburg merkt man an, dass er "nebenbei" auch noch bei den Progressive Metallern MEKONG DELTA aktiv ist (und Luca Turillis RHAPSODY). Es finden sich immer wieder kleine Fills oder rhythmische Feinheiten, die man sonst nicht bei jeder melodischen Metal-Band findet. Dabei übertreibt er aber nie, sondern bleibt immer Song-dienlich. Und auch der Bass von Andrew Lauer trägt immer wieder mit kraftvollen aber dennoch teils auch funky Läufen und interessanten Schlenkern zum ungemeinen Hörvergnügen bei. Leider hat er die Band nach den Aufnahmen verlassen - aber zum Glück hat er sich hier noch einmal eindrucksvoll verewigt.

"2.0" ist ein rundum gelungenes Werk einer überaus beeindruckenden Band geworden, die sich mit nur zwei Alben bereits als einer der führenden Vertreter im melodischen Metal etabliert hat. Viel mehr Spaß kann ein Album fast nicht machen. Allerdings mache ich mir Sorgen, wie die Band dieses Niveau auf ihrem nächsten Album halten will? Aber diese Gedanken hatte ich bereits nach dem Debüt - und wurde ja nun mehr als eindrucksvoll eines besseren belehrt.

Marc Langels, 17.09.2015

 

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