3 Mile Stone

3 Mile Stone

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.06.2010
Jahr: 2010
Stil: Blues Rock, Southern Rock, Texas Rock

Links:

3 Mile Stone Homepage



Redakteur(e):

Christian Gerecht


3 Mile Stone
3 Mile Stone, Eigenproduktion, 2010
Tommy ThompsonGuitars
Howard YearganVocals, Keyboards, Harp
Dennis PeekBass, Backing Vocals
Rene PerezGuitars, Vocals
Chris DoddsDrums
Rusty CareyDrums (Tracks 3, 7 and 10)
Helpers & Guests:
Tom GillamVocals (Tracks 3, 8 and 9)
Van WilksLead Guitar (Track 1)
JoJo CavazosPercussion
Linda & Michelle SriroBacking Vocals
Juli DearingtonBacking Vocals
Produziert von: 3 Mile Stone & Carl "Limburger" Nowotny Länge: 42 Min 56 Sek Medium: CD
01. Tres Dedos07. Counting The Days
02. Walk On08. The Big Kiss Off
03. Time Rolls On09. Long Hard Road
04. Leave A Message10. I Ain't Got You
05. Until It's Done11. The Party
06. Outta Pocket

Endlich mal wieder eine Scheibe, bei der es keines großen Einlaufs bedarf, die nur eine bestimmte Klientel anspricht und dieselbe beim Hören definitiv in gleichmäßige Schwingungen versetzt. Seit zwanzig Jahren werkeln die Bandmitglieder von 3 MILE STONE nun schon herum. Dass es erst 2010 zu einer ersten CD kam - dass Schicksal wollte es wohl so...
Diesen Kellerkind-Status haben 3 MILE STONE aber wirklich nicht verdient, denn die Band aus New Braunfels, im Dunstkreis von San Antonio gelegen, prescht mit einer texastypischen Mixtur an Blues, Southern und Roots Rock nach vorne, dass man, als Hörer, von einer großartigen Texas Rock Erinnerung in die nächste taumelt. Das ist, als wanderte die gesamte Belegschaft "Der Versuchung des Heiligen Antonius" am inneren Auge vorbei: Die ganz frühen ZZ Top allen voran, POINT BLANK hinterdrein, die KRÄHEN (sind ja in letzter Zeit sowieso überall dabei...), aber auch TOM PETTY und die ABB stolpern vorüber. Allein die Nennung dieser Personengruppen muss doch solch alte Säcke wie des Schreibers Konsorten schon jetzt ganz hippelig machen...
Vorneweg sei 3 MILE STONEs Debut daher allen Texas-Rockern, Southern-Men, Bikern, Trikern und Gespann-Fahrern, aber auch Blues-Leuten und allen anderen Lautstärkeüberschreitern nahe gelegt. Ein Album, bei dem ihr nichts verkehrt machen könnt. Am ehesten fühlt man sich bei 3 MILE STONE in die Frühsiebziger Jahre, die Zeit des ersten ZZ Top Albums zurück versetzt. Nummern wie Tres Dedos, Walk On oder Leave A Message erinnern ungemein an trockene Hitze, wenig Schatten, staubige Trails, schäbige Spelunken, Fliegenschiss an den Fenstern und ratternde Klimaanlagen. Texas pur!
Ganz klasse Southern Rock weht uns mit Time Rolls On, The Big Kiss Off und vor allem Long Hard Road um die Nase und schöne, ja überaus authentische Classic Rock Einflüsse treffen wir mit Until It's Done oder der Live-Wuchtbrumme The Party!
Letztere wird leider ziemlich unvermittelt ausgeblendet und wohl nicht nur der Rezensent hat dabei das Gefühl, hier um weitere ein bis drei Minütchen betrogen worden zu sein! Wenn eine Band am Jammen ist, dann wird nicht einfach ausgeblendet! Es sei denn, der Sänger kotzt gerade auf die Bühne. Und den Anschein hatte das kurz zuvor definitiv nicht...!

Was erst unter den Credits bekannt wird bzw. auffällt, ist, dass TOM GILLAM die Lead Vocals bei Time Roll On, Long Hard Road und dem Hau-Ruck-Rocker I Ain't Got You übernahm. Der Eine oder Andere kennt Gillam vielleicht von dessen Solo-Scheibe "Never Look Back" oder seiner Tätigkeit als "Slider" bei JOSEPH PARSONS. Ebenso erwähnenswert scheint Keyboarder und Sänger Howard Yeargan, der seine Tasten auf angenehme Weise im Hintergrund belässt, die gleichfalls von ihm übernommene Harp aber so geil und deftig bläst, dass es eine wahre Wonne ist.
Unter dem Strich ein fantastisch-retrolikes Blues 'n' Southern Rock Album mit fetzenden Eisenrohr-Attacken, beinhartem Groove und erregend-fordernder Harp. Purer, hochprozentiger Texas-Stuff. Eine Scheibe, die man nicht nur wärmstens der o.g. Konsumentengruppe empfehlen kann, sondern auch jedem, über seinen Tellerrand blickenden, Roots Rocker ans Ohr legen darf!

Christian "Grisu" Gerecht, 31.05.2010

 

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