A Liquid Landscape

The Largest Fire Known To Man


CD-Review

Reviewdatum: 04.12.2014
Jahr: 2014
Stil: Post Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


A Liquid Landscape
The Largest Fire Known To Man, Glassville Records, 2014
Niels van DamGitarre
Fons HerderGesang & Gitarre
Robert van DamBass
Coen SpeelmanSchlagzeug
Produziert von: Bruce Soord Länge: 46 Min 04 Sek Medium: CD
01. A Brief Moment Of Future05. The Largest Fire
02. Open Wounds06. Hurled Into The Sun
03. Drifting Star07. Keystone
04. Along The Lines08. Paige

Aus den Niederlanden stammt das Progressive-Alternative-Post-Rock-Konglomerat A LIQUID LANDSCAPE. Vor fast drei Jahren – genauer Anfang 2012 – erschien ihr erstes Album, “Nightingale Express“, das der Band solide Kritiken einbrachte. Anschließend ging das Quartett mit Bands wie RIVERSIDE, ANATHEMA oder THRICE aber auch THE PINEAPPLE THIEF auf Tournee, was denn auch einen guten Überblick darüber gibt, wo die Band so musikalisch einzuordnen ist. Zwei weitere Künstler, die mir immer wieder als Referenz einfallen wären zudem RADIOHEAD oder aber Steven Wilson.

Denn auch auf ihrem zweiten Album, “The Largest Fire Known To Man“, zeigen sich A LIQUID LANDSCAPE von ihrer melancholischen Seite, bauen meist sehr fragile Klang-Konstrukte auf, die sie dann ebenso beherzt wieder einreißen, um wieder von vorne zu beginnen. Dabei bleibt ihnen jedoch der große musikalische Griff zumeist verwehrt. Denn Vieles, was sich auf “The Largest Fire Known To Man“ findet, ist eher solide und orientiert sich an bekannten – man könnte auch sagen offensichtlichen – Strukturen, die andere Bands bereits beschritten haben. Das finde ich bei einer Band, die sich das Attribut progressiv aneignet, immer ein wenig Schade.

Aber deswegen ist das ja nicht alles beileibe schlecht. Wahrlich nicht: so dürfte Drifting Star sicherlich allen Steven Wilson-Anhängern gefallen. Hurled Into The Sun ist das musikalisch wohl komplexeste Stück des Albums und reißt das ganze Werk etwas aus der Gleichförmigkeit, die sich zuvor ein wenig breit macht. Zudem gefällt das ruhige Keystone mit seinen sehr sphärischen Sounds und aufgelösten Gitarren-Akkorden, die den Hörer genauso in eine Art Trance ziehen wie das beständig wiederholte „this could be the start of something beautiful“. Und auch das abschließende Paige ist eine wunderbare Komposition, die den Hörer unmöglich unbeeindruckt lassen kann. Damit sind die aus meiner Sicht besten Lieder des Albums allesamt im hinteren Teil des Albums „versteckt“.

“The Largest Fire Known To Man“ ist ein durchaus gutes Album, das seine Qualitäten – wie schon angedeutet – aber überwiegend erst im hinteren Teil aufweist und ausspielt. Dann zeigen A LIQUID LANDSCAPE was sie alles können – und das ist gar nicht so wenig. Nun muss die Aufgabe für die Band darin bestehen, diese Qualitäten über die gesamt Länge des nächsten Albums zu präsentieren. Dann könnte sich die Zeile aus Keystone je bewahrheiten: „this could be the start of something beautiful“.

Marc Langels, 02.12.2014

 

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