Titel |
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01. I Wanna Live |
02. A Million Stars |
03. Golden Sands |
04. Ignition |
05. Mother Earth Is Calling |
06. Mountains |
07. Step Into The Wild... |
08. ...Home |
09. Multitude Of Nothing |
10. Universe |
11. Abrasive (Bonus Track) |
Musiker | Instrument |
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Alessio Garavello | Gesang & Gitarre |
Michael Kew | Gitarre |
Andrea Lonardi | Bass |
Tim Hall | Schlagzeug & Percussion |
Es kommt eher selten vor, dass ein Platten-Label binnen kürzester Zeit zwei Scheiben von unterschiedlichen Künstlern herausbringt, die beide auf den Namen “Universe“ getauft sind. Aber just dies haben die Italiener bei Frontiers geschafft, denn sowohl die Band EDGE OF PARADISE als auch A NEW TOMORROW fanden, dies sei doch der passende Titel für ihr jeweils gerade veröffentlichtes Werk. Die Band stammt aus London und wurde bereits 2009 von dem italienischen Sänger und Gitarrist Alessio Garavello (vorher unter anderem bei ARTHEMIS und POWER QUEST) und Bassist Andrea Lonardi gegründet. Bislang gab es zwei EPs (“Incandescent“ von 2012 und vor fünf Jahren “Back To Life“) und nun liegt das „offizielle“ Debüt-Album der Band vor, “Universe“ eben.
A NEW TOMORROW stehen für einen modernen sehr harten Rock an der Grenze zum Metal, der seine Einflüsse von Bands wie vornehmlich ALTER BRIDGE (direkt nachzuhören beim Opener I Wanna Live), ein klein wenig 90er-Jahre-METALLICA aber auch eine winzige Prise Punk Rock à la GREEN DAY bezieht. Dabei sehen Garavello, Lonardi, Schlagzeuger Tim Hall und der zweite Gitarrist Michael Kew aber auch immer zu, dass die Nummer eine möglichst eingängige Melodie oder ein knallendes und eingängiges Riff (oder gleich beides wie bei A Million Stars) zu verpassen.
Aber der vorherrschende Einfluss für A NEW TOMORROW sind ganz eindeutig ALTER BRIDGE, wobei mich der Track Golden Sands sogar stilistisch eher ein wenig an deren Vorgänger CREED erinnert. Das liegt sowohl am bevorzugten Gitarren-Sound aber auch am Gesangsstil von Garavello, der hier wirklich mehr als nur einmal seinen inneren Myles Kennedy durchbrechen lässt, ohne aber ganz an die Qualitäten des Ausnahmesängers heranzukommen. Aber das Songwriting, sowie die Gesangsmelodien als auch der Gesamtsound der Aufnahme scheinen doch mehr als nur ein wenig von den Amerikanern „beeinflusst“. Aber im Großen und Ganzen betrachtet machen die Briten mit den italienischen Wurzeln das hier schon verdammt gut. Wobei Mountains sowie das überwiegend balladeske ...Home meine persönlichen Favoriten auf der Scheibe sind.
A NEW TOMORROW haben hier ein beachtliches Debüt-Album vorgelegt, das sich eben insbesondere an ALTER BRIDGE-Fans richten dürfte. Aber was das Songwriting betrifft zeigen sich die Briten hier wirklich schon sehr gut aufgestellt und auch der (in Eigenproduktion) entstandene Sound der Aufnahme weiß zu gefallen. Mit dem Vierer wird sicherlich in Zukunft noch zu rechnen sein. Die Qualitäten dafür haben sie – und denn Durchhaltewillen hoffentlich auch.