A Pale Horse Named Death

When The World Becomes Undone


CD-Review

Reviewdatum: 10.01.2019
Jahr: 2019
Stil: Gothic Metal
Spiellänge: 62:04
Produzent: Sal Abruscato & Eric Morgan

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Plattenfirma: SPV

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Life Of Agony

Soundgarden

Stone Temple Pilots

Type O Negative

Danzig

Titel
01. As It Begins
02. When The World Comes Undone
03. Love The Ones You Hate
04. Fell In My Hole
05. Succumbing To The Event Horizon
06. Vultures
07. End Of Days
 
08. The Woods
09. We All Break Down
10. Lay With The Wicked
11. Splinters
12. Dreams Of The End
13. Closure
Musiker Instrument
Sal Abruscato Gesang & Gitarre
Joe Taylor Gitarre
Eric Morgan Bass
Eddie Heedles Gitarre
Johnny Kelly Schlagzeug

Das „fahle Pferd namens Tod“ reitet wieder. Fünf Jahre haben sich Sal Abruscato und seine Mannen Zeit gelassen, um das dritte Album von A PALE HORSE NAMED DEATH  fertig zu stellen. Das lag natürlich nicht unbedingt daran, dass ihnen die Ideen gefehlt hätten, aber Abruscato war ja auch schwer mit dem Comeback seiner „anderen“ Band – LIFE OF AGONY – beschäftigt, mit denen er, dort in seiner Eigenschaft als Drummer, das erfolgreiche “A Place Where There’s No More Pain“ und die darauf folgende Welt-Tour spielte.

Aber die Idee für eine weitere APHND-Platte ließ ihn nicht los, insbesondere der Titel beschäftigte ihn. „Der Halbsatz “When The World Becomes Undone“ kam mir 2014 in den Sinn“, erklärt Abruscato: „Da zeichnete sich schon ab, in welche Richtung die Welt steuerte. Man musste nur die Nachrichten einschalten oder sich umschauen. Gleichzeitig passierten in meinem Privatleben heftige Sachen. All diese Konflikte brachten letztlich diese Musik hervor. Ich hatte damals quasi eine angefangene Skizze, die wir dieses Jahr endlich vervollständigt haben. Was daraus entstanden ist, kann man jetzt hören.“

A Pale Horse Named Death

Diese Krisen, Konflikte aber auch die realistische Betrachtung der aktuellen Gesamtlage hört man den Stücken auf “When The World Becomes Undone“ denn auch an. Der Sound ist so düster wie man es von etwas TYPE O NEGATIVE kennt. Aber nicht selten erwächst Schönheit gerade aus der Finsternis. So kreieren auch A PALE HORSE NAMED DEATH  meist sehr verletzliche aber stellenweise auch seltsam lebensfrohe Melodien in ihrem ansonsten von brachialen Gothic-Klängen und grungigem Songwriting (man denke etwa bei Vultures oder End Of Days an eine Mischung aus SOUNDGARDEN und den frühen STONE TEMPLE PILOTS) durchzogenen, apokalyptischen Heavy Metal.

Das wahrscheinlich beste Beispiel für die teilweise überraschend positive Ausstrahlung der Songs ist wohl We All Break Down, das neben dem Titeltrack und den beiden bereits genannten Vultures und End Of Days zu meinen persönlichen Favoriten auf diesem Album gehört. „Für diese Kombination sind wir bekannt: schwermütig und düster anmutende Sounds mit unerwartet zarten Melodien“, bestätigt Sal Abruscato. „Wenn man superharte Riffs mit gefühlvollen Harmonien paart, stellt sich ein hypnotisches Gefühl ein. Man kann einfach abdriften und sich treiben lassen.“

Seit die Band auf der Bildfläche erschien, haben sich die so genannten „Brooklyn Lords Of Doom“ klammheimlich ihre ganz eigene Nische geschaffen. Mit dem Debütalbum “And Hell Will Follow Me“ von 2010 und dem Nachfolger “Lay My Soul To Waste“ drei jahre später schafften sie es in mehrere Jahres-Bestenlisten und auch mit “When The World Comes Undone“ dürfte die Band bei den Anhängern der düsteren, doomigen und epochalen Metal-Klänge wieder eine ganze Menge Freude bereiten.

 

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