A Sound Mind

Harmonia


CD-Review

Reviewdatum: 15.11.2009
Jahr: 2009
Stil: Alternative Rock

Links:

A Sound Mind Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


A Sound Mind
Harmonia, 7hard, 2009
Glenn ParkinsonGitarre
Anthony KupinicGesang & Keyboards
Kiran KhanSchlagzeug
Andrew BishopBass
Produziert von: A Sound Mind Länge: 57 Min 42 Sek Medium: CD
01. Medulla08. Venus & Mars
02. Empathy09. So Thankful
03. The Power To Dream10. Catharsis
04. Grace11. The Horizon
05. Fall For You12. Always & Forever
06. Enjoying The Pain13. Harmonia
07. Comma Hiatus14. Ash To Flame (Bonus Track)

Von der Insel „down under“, die eigentlich ein Kontinent ist, kommt für gewöhnlich Bar-Rock der Sorte AC/DC, ROSE TATTOO oder jüngst AIRBOURNE der Classic Rock à la WOLFMOTHER. Dazwischen schaffen es immer mal wieder ein paar Pop-Sternchen wie Natalie Imbruglia und Delta Goodrem auch in Europa Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Aufmerksamkeit verdient aber auch die alternative Rock-Szene Australiens, die immerhin schon eine sehr erfolgreiche Band mit SILVERCHAIR vorzuweisen hat. Nun schicken sich A SOUND MIND an, in diese Fußstapfen zu treten. Und es fällt schon verdammt schwer zu glauben, dass es sich bei “Harmonia“ um das Debüt-Album der Band handeln soll. So perfekt inszeniert ist die Musik, so auf den Punkt ist jeder Song komponiert, so wunderbar faszinierend und begeisternd sind die einzelnen Stücke.

Der Vierer aus Melbourne rockt hier auf einem Niveau mit Weltklassebands wie MUSE oder aber LINKIN PARK. Zwischen diesen beiden Extremen bewegen sich die 14 Tracks des Erstlings nämlich, ohne dabei wie ein Abklatsch einer der beiden Bands zu klingen, sondern mehr wie ein wohl austarierter Balanceakt. Teils etwas härter als die Waliser aber beständig eingängiger als die Amerikaner kommen A SOUND MIND daher. Heftig rockende Gitarren, hochmelodiöse Klavierparts, sphärische Sounds, ein treibendes Schlagzeug und die eindringliche Stimme von Anthony Kupinic machen die Band zu einem Erlebnis.

Songs wie The Power To Dream, Enjoying The Pain oder Grace sollten eigentlich in der Heavy Rotation bei MTV (sobald die wieder anfangen Musik zu senden) oder VIVA laufen. Denn es gelingt Glenn Parkinson (Gitarre), Anthony Kupinic (Gesang & Keyboards), Andrew Bishop (Bass) und Kiran Khan (Schlagzeug) geradezu mühelos, Melodien für Millionen zu schaffen. Und hier könnte man wahllos jeden der Songs nennen.

Es muss schon verwundern, dass ein solches Meisterwerk eigentlich bereits letztes Jahr aufgenommen wurde. Aber dafür gibt es eine einfache Erklärung: die Band verlässt sich nicht auf multinationale Konzerne, um ihre Musik populär zu machen. Stattdessen reisen die vier Musiker durch die Welt, spielen kostenlose Konzerte auf öffentlichen Plätzen (zum Beispiel in Berlin auf dem Alexanderplatz) und bieten Passanten Hörproben des Albums per iPod an. Das nenne ich sowohl mutig als auch innovativ.

Auf diese Weise haben A SOUND MIND offenbar schon mehr als 15.000 Kopien von “Harmonia“ in Europa an den Mann oder die Frau gebracht. All denen, die das Album schon besitzen kann man nur gratulieren. Allen anderen kann ich persönlich nur empfehlen, sich dieses Werk zuzulegen. “Harmonia“ könnte später in den Diskussionen um das beste Debüt-Album durchaus Chancen haben.

Marc Langels, 13.11.2009

 

(C) 2008 - 2019 by Hooked on Music