Abandon Hope

Settle The Score


CD-Review

Reviewdatum: 24.08.2014
Jahr: 2014
Stil: Modern Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Abandon Hope
Settle The Score, SAOL, 2014
HommelGesang
WaikGitarre
MaxBass
AlexSchlagzeug
Gastmusiker
Alla SchönerPiano (The Core und Sally)
Thomas BruckePercussions (Settle The Score)
Wolfgang BrammertzHammond (Settle The Score)
Ron Brüggemann & Franz KnemeyerGesang (Right Or Not und The Core)
Produziert von: Abandon Hope Länge: 54 Min 15 Sek Medium: CD
01. Right Or Not06. Jackyll & Daniels
02. Catharsis07. Memories
03. Turmoil08. The City
04. The Core09. Sally
05. Settle The Score10. Sweet Surrender

Aus Münster erreicht uns dieser Tage frohe Kunde – wie es sich für unsere Seite gehört in Form von Musik. Diese stammt von der Band ABANDON HOPE. Obwohl die Band bereits seit mehr als zehn Jahren aktiv ist, stellt das aktuelle Werk “Settle The Score“ erst die zweite umfangreiche Veröffentlichung (sprich: CD/LP) neben der EP “Existence“ dar. Und das Debüt “The Endless Ride“ hat auch schon satte acht Jahre auf dem Buckel. Aber das Warten hat ja nun ein Ende.

Denn auf “Settle The Score“ ziehen die vier Musiker los, als hätten sie wirklich noch eine Rechnung zu begleichen. Keine Ahnung, was genau sie so wütend gemacht hat, aber sie setzen ihre Aggression in überzeugender Weise in Musik um und brettern gleich mal mit Right Or Not, Catharsis, Turmoil und The Core ordentlich los. Dabei erinnert der Gitarrensound an eine Mischung aus Zakk Wylde (BLACK LABEL SOCIETY) und Dimebag Darrell (PANTERA) – mit einem Schuss Dreck à la DOWN. Generell gefällt mir die Gitarren-Arbeit von Waik auf diesem Album ob des Abwechslungsreichtums – mal mit kleinen Slide-Spielereien oder auch mal ausgiebig akustisch wie im Titeltrack – sehr gut.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig finde ich hingegen den Gesang von Hommel, der beim ersten Höreindruck „unsauber“ wirkt, als ob er die Töne nicht richtig treffen würde. Allerdings stehen hier - wie auch in der Musik – wohl eher der Transport der „richtigen“ Emotionen und der dazu nötige Ausdruck in der Stimme im Fokus als immer die „richtige“ Tonlage zu treffen oder zu halten. Aber ich kann verstehen, wenn das dem ein oder anderen vielleicht den Genuss an der Musik von ABANDON HOPE schmälern würde.

Ansonsten aber machen ABANDON HOPE hier deutlich mehr richtig als falsch. Die Musik rockt heftig aus den Boxen, der Sound ist erdig aber nicht zu matschig. Die Songs sind abwechslungsreich ohne stilistisch beliebig zu wirken. Dabei spricht die Musik hier deutlich mehr das Gefühlszentrum grob im Bauch lokalisiert als die für logisches Denken und die feinen Dinge im Leben zuständigen Synapsen im Gehirn. Aber es fühlt sich dabei einfach richtig und gut an.

Marc Langels, 20.08.2014

 

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