Abbruch

Aus dem Keller

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.02.2011
Jahr: 2011
Stil: Deutschpunk

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Abbruch
Aus dem Keller, PukeMusic, 2011
René BehrendtGitarre
Daniel BehrendtBass
René HardtSchlagzeug
Gäste:
Sarah LoserGeige, Chor
Christopher WolfTrompete
Hendrik KoberPosaune
Andi DorbandHintergrundgesang
Sabrina PrauseHintergrundgesang
Flori SchnuppeHintergrundgesang
Filip SchnuppeHintergrundgesang
Suse ArnoldHintergrundgesang
Max PlogmakerHintergrundgesang
Malte SchrotHintergrundgesang
Jule KlitscherHintergrundgesang
Miri JurschaHintergrundgesang
Produziert von: Marc Faulenbach Länge: 64 Min 25 Sek Medium: CD
01. DumDiDöner10. Trauer
02. Kellerlied11. Täglich grüßt der Alkohol
03. Amoklauf12. Mädchen
04. Das Gefühl13. Dürre Kinder
05. Zu Zu14. Bierlied
06. Mitläufer15. Liebe, Friede, Freiheit
07. Wo ist Zuhause?16. Träume
08. Ein Lied für Dich17. Krieg
09. Gute Freunde18. Abschiedslied

Das Deutschpunk-Trio ABBRUCH aus Brandenburg erlebte seine Entstehung zu Beginn des Jahres 2004. Nach dem Debütalbum “Einfach nur Musik“ erschien vor kurzer Zeit der zweite Langläufer “Aus dem Keller“.

Die Ostdeutschen sind, was ihre Einsortierung unter Punk Rock (oder genauer Deutschpunk) angeht, wie bereits bei ihrem Erstling, jedoch nicht allzu penibel. Frisch und munter stellen sie ihrem Stammsubgenre neben Rockigem, auch noch Poppiges und Balladeskes (inklusive Streicher, Blechbläser und Tasteninstrument), ja sogar mit Wave Durchsetztes zur Seite. Erlaubt ist, was Spaß macht und ins Konzept passt. Durch diese breite Auffächerung verhindern die Drei, dass sie sich selber zu sehr limitieren. Da gebärden sich Gitarre, Bass und Schlagzeug nicht nur wie wild, sondern lassen es schon mal etwas gemäßigter angehen. Trompete, Geige, Posaune und Orgel setzen gezielt punkfremde bzw. entspannte Akzente. Die mit der hier praktizierten Offenheit einhergehenden Geschwindigkeits- und Lautstärkenwechsel tun den immerhin achtzehn Tracks auf “Aus dem Keller“, im Zusammenwirken mit den bereits beschriebenen Faktoren, ebenfalls unüberhörbar gut.
Mit ihren teilweise ungeschminkten und überdeutlichen Songtexten beschreiben ABBRUCH Zu- und Missstände ganz persönlicher, aber ebenso gesamtgesellschaftlicher Natur. Ob es um Zwischenmenschliches, Erwartungen, Hoffnungen, Enttäuschungen, Trauer, Probleme mit Alkohol, Gewalt, Elend, Krieg und vieles mehr geht, hier wird nicht hinter dem Berg gehalten. Die Dinge werden ohne falsche Scham beim Namen genannt.

Die Produktion von Marc Faulenbach passt wie die Faust aufs Auge und lässt das Material in allen seinen Facetten richtig zur Geltung kommen. Keiner der Mitwirkenden schwächelt. Alle sind hoch motiviert und voll bei der Sache.

“Aus dem Keller“ von ABBRUCH ist eine etwas andere Punk Rock-Platte, die, bei jedem neuen Hördurchlauf, Überraschendes zutage fördert. Wer diese Erfahrung machen möchte, teste das Album ruhig mal an.

Michael Koenig, 04.02.2011

 

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