Abscess

Through The Cracks Of Death


CD-Review

Reviewdatum: 21.07.2003
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Abscess
Through the cracks of death, Peaceville/Snapper Music, 2002
Chris ReifertDrums, Vocals, Bass
Danny CorallesGuitar, Bass
Clint BowerGuitar, Vocals, Bass
Länge: 43 Min 40 Sek Medium: CD
1. Raping the mulitverse7. Tomb of the unknown junkie
2. Mourners will burn8. Monolithic damnation
3. Through the cracks of death9. Die for today
4. Escalation of violence10. 16 horrors
5. Serpent of dementia11. Vulnavia
6. An asylum below

Bis 1996 waren Chris Reifert und Danny Coralles mit AUTOPSY beschäftigt, um sich dann intensiver ABSCESS zuzuwenden, die schon seit 1994 im Untergrund wild vor sich hinwucherten. "Through the cracks of death" ist das vierte Full-Length-Album, das die beiden mit Clint Bower eingetrümmert haben. Mittlerweile gehört auch noch Joe Allen zum Line Up, der die vakante Bass-Position ausfüllen soll.

ABSCESS doktern nicht lange herum, servieren dem geneigten Hörer eine brutale, bluttriefende Death Metal-Schlachtplatte amerikanischer Prägung.

"Die klingen so, als ob sie keine Zeit hätten und schnell fertig werden müssen, weil sie gleich aus dem Studio fliegen", analysiert meine holde Gattin unkonventionell aber durchaus treffend.

ABSCESS geben schon gewaltig Gas, zumindest über weite Strecken des Albums. Dennoch bleibt genug Zeit um einige thrashige Passagen, die an die starken SLAYER-Frühwerke erinnern, einzuflechten. Gelegentliche Slo-Mo-Doom-Parts sorgen für zusätzliche Abwechslung.

Damit, sollte man meinen, habe die Band alles richtig gemacht um ein aufregendes Album vorzulegen. Ich gebe es gerne zu, es klingt widersprüchlich, aber bei "Through the cracks of death" stellt sich trotzdem relativ schnell Langeweile ein.
Man kann ABSCESS ihren guten Willen keinesfalls absprechen, doch was die Ausdrucksmöglichkeiten angeht ist diese Band scheinbar doch sehr limitiert.

Vielleicht liegt es auch einfach nur am Songmaterial, das nicht nur tempomäßig im D-Zug-Tempo an einem vorbeirauscht. Es bleibt selbst nach mehreren Hördurchgängen nichts, aber auch gar nichts hängen. (Nicht mal ein paar Blutspritzer? Die Schlachtplatten-Schlussredaktion).
Was ABSCESS hier abgeliefert haben ist im Vergleich zur Konkurrenz bestenfalls durchschnittlich.

Martin Schneider, 21.07.2003

 

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