Ad Vanderveen

Cloud Of Unknowing

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.02.2007
Jahr: 2006

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Ad Vanderveen Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Cloud Of Unknowing, Blue Rose Records, 2006
Ad Vanderveen Vocals, Guitars, Piano, Harmonica
Arwen Linnemann Upright-Bass, Vocals, Percussion
Roel Overduin Drums, Percussion
Kersten de Ligny Vocals, Percussion
Produziert von: Ad Vanderveen & Crossroads Combo Länge: 58 Min 51 Sek Medium: CD
1. To Say I Love You7. Stationary Ways
2. No Man's Land8. Everyday People
3. Whose Blues?9. Cloud Of Unknowing
4. Home To Me10. Wild Horses
5. Love's Why You're Alive11. Fate's Final Word
6. Going To The Well

Man mag ihn oder man ignoriert ihn. So einfach ist das. Ad Vanderveen (Jahrgang 1956), Holländer mit kanadischen Wurzeln, polarisiert die Musikgemeinde seit einigen Jahren, ob seiner teilweise unverschämten Nähe zu Neil Young. Okay, dieses Thema ist so alt wie abgedroschen, wird sich aber nicht vermeiden lassen, weil auch auf Vanderveens neuestem Werk "Cloud Of Unknowing" diese frappierende Ähnlichkeit zu Old Neil hin und wieder aufkreuzt. Mich persönlich stört es nicht so immens, weil sich Vanderveen tatsächlich nur die guten und schönen Seiten seines Vorbilds zu Herzen nimmt und diese auf seine persönliche Art widerspiegelt. Es läuft ab wie bei einem gutem Essen: Das Rezept steht seit Jahrzehnten, doch die individuelle Klasse und das Fingerspitzengefühl des Kochs entscheiden letztlich über Klasse und Bekömmlichkeit des Menüs. Vanderveen bedient sich dieser erwiesenermaßen gehaltvollen Rezepturen aus dem Singer/Songwriterpool und kreiert daraus seinen persönlichen Stilmix. Machen Hunderte anderer Songwriter auch. Na und?

"Cloud Of Unknowing" kommt als zärtliches Pflaster für geschundene Seelen, lädt ein zu besinnlichen Stunden, verströmt diese gewisse Zärtlichkeit, die den versierten Niederländer schon auf seinen früheren Alben auszeichnete.
Rockige, gar laute Momente rücken heuer in den Hintergrund. Vanderveens Begleiter gefallen sich in ihrer beschaulichen, zurückgenommenen Art. Roel Overduins Schlagzeug kommt wie auf Samtpfoten, die blonde Lady am akustischen Upright-Bass, Arwen Linnemann, sorgt für bodenständige Gemütlichkeit und die andere Dame des lyrischen Quartetts, Sängerin Kersten de Ligny, malt dem nachdenklichen Vanderveen einige hübsche pastellfarbene Hintergründe. So schön dürfen Lieder über die Liebe und das Leben ruhig klingen.
Selbst Vanderveen reizt seine geliebte E-Gitarre, die sich übrigens eines ganz vortrefflichen Sounds bedient, nicht über die Maßen. Im Titelstück donnert er mal etwas derber über die Saiten, fräst sich durch ein minutenlanges, verhalltes Solo, das zugegebenermaßen wieder an Old Neil erinnert, doch trotz allem ein zufriedenes Grinsen produziert. Ansonsten zeichnet die E-Gitarre nur Stimmungsbilder, fläzt sich im rein akustischen Setting, und kommt mal verwaschen, mal schärfer konturiert daher.

"Cloud Of Unknowing" steht am Ende als emotionales Prachtstück im Raum. Ein liebliches Stück Musik, das in manchen Momenten auch an die folkigen Geniestreiche eines Iain Matthews oder Paul Simon erinnert.
Ad Vanderveen und seine Freunde sollten mit dieser liebenswerten Attitüde kaum auf Widerstand stoßen. Ein träumerisches Album für schwelgerische Momente.
Für mögliche Konzertbesuche schaut bitte auf Ads Tourtermine.

Frank Ipach, 19.02.2007

 

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