Adrenaline Rush

Adrenaline Rush


CD-Review

Reviewdatum: 24.09.2014
Jahr: 2014
Stil: Melodic Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Adrenaline Rush
Adrenaline Rush, Frontiers Records, 2014
Tave WanningGesang
Soufian Ma'aouiBass
Ludvig TurnerGitarre
Alexander HagmanGitarre
Marcus JohanssonSchlagzeug
Produziert von: Erik Martensson Länge: 42 Min 46 Sek Medium: CD
01. Black N' Blue07. Too Young To Die
02. Change08. Oh Yeah!
03. Generation Left Behind09. No No No
04. Girls Gone Wild10. Playin' To Win
05. When We're Gone11. Hit You Like A Rock
06. Want It All

Frontiers Records haben ein gewisses Faible dafür entwickelt, neue Projekte im Bereich AOR anzustoßen, gerne auch mit Sängerinnen, als Beispiel dafür seien jetzt nur mal ISSA und MOONLAND (mit der früheren VANILLA NINJA-Sängerin Leena Kuurmaa) genannt. In genau diese Kerbe wollen die Italiener auch mit ADRENALINE RUSH schlagen. Dazu haben sie für Frontfrau Tave Wanning (die zuvor bei dem schwedischen Kinder-Pop-Duo PEACHES aktiv war) eine talentierte Backingband organisiert und diese zusammen mit Songwriter/Produzent Erik Martensson (ECLIPSE/W.E.T.) ins Studio geschickt.

Martensson hat der Band dann auch elf gute Songs in der Schnittmenge AOR/Melodic Rock mit einer ordentlichen Zusatz-Portion Power auf den Leib geschneidert und das Ganze dann auch noch mit der nötigen, schön knackigen Produktion versehen. Preise für Individualität werden ADRENALINE RUSH dafür zwar nicht gewinnen, aber musikalisch läuft das Ganze dem Anhänger dieser Musikrichtungen sehr angenehm ins Ohr, ohne zu verkleben oder aber zu langweilen. Zumal die Gitarristen Hagman und Turner mit ein paar knackigen Riffs und Soli glänzen können. Eine saubere Angelegenheit.

Leider haben die Verantwortlichen aber die Rechnung ohne die Sängerin gemacht. Denn Tave Wanning hat leider überhaupt nicht die nötige Power – zum Teil fehlt ihr auch das entsprechende Feeling -, um die Kompositionen zu veredeln. Vielmehr klingt sie bei ihrem Vortrag dünn und aufgesetzt rotzig. Und wie das dann wohl live klingen mag, wenn man es bei unzähligen Versuchen im Studio nicht besser hinbekommen hat, das mag man sich dann nicht vorstellen. Es ist schon verwunderlich, dass niemandem aufgefallen ist, dass Wanning, mal abgesehen von ihrem ansprechenden Äußeren, nicht wirklich über die nötige Qualität als Lead-Sängerin verfügt. Hier vergeben die Band und Plattenfirma eine wirklich gute Chance. Denn mit einer richtig starken Frontfrau - oder auch einem Sänger - wäre bei dem hier gebotenen Material wirklich deutlich mehr drin gewesen.

Marc Langels, 22.09.2014

 

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