Adrian Weiss

Dangerous Discipline

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.11.2022
Jahr: 2022
Stil: Instrumental Metal
Spiellänge: 47:21
Produzent: Adrian Weiss

Links:

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Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Joe Satriani

Steve Vai

Paul Gilbert

Titel
01. Dangerous Discipline
02. Hand Me My Brass
03. Night Flight To The Sun
04. Straight By The Crook
05. Withdrawn Into The Dimness
 
06. Face Melting Phenomenon
07. Anger Management
08. Sunny Beach Party
09. The Grand Illusion
10. More Is More
Musiker Instrument
Adrian Weiss Gitarre
Marcel Willnat Bass
Sabir Salkic Schlagzeug
Gasmusiker:
Dee Dammers Gitarre
Alexandra Zerner Gitarre
Benjamin Schippritt Gitarre
Nick Johnston Gitarre
Justin Hombach Gitarre
Fabian Ratsak Gitarre
Patrick Sperling Gitarre
Martin Miller Gitarre
Thorsten Praest Gitarre
Yasi Hofer Gitarre

Da hat er sich ja ordentlich Zeit gelassen, der sehr geschätzte Herr Weiss mit seinem mittlerweile vierten Solo-Album. Denn der Vorgänger, "Criminal Record", liegt bereits sechs lange Jahre zurück. Nun hat der Deutsch-Amerikaner ja "nebenbei" noch seine Bands GLORYFUL und neuerdings auch das Death Metal-Projekt SUNORBITAL am Start und dürfte daher wohl eher in der Zwischenzeit nicht "auf der faulen Haut gelegen" haben.

Zumal die musikalischen Ideen auf "Dangerous Discipline" tatsächlich bis hin zum Vorgänger zurückreich. Das schreibt Weiss in den schön ausführlichen liner notes, die er zu jedem einzelnen Song auf der Scheibe verfasst hat. Demnach entstand der Titeltrack sogar, bevor "Criminal Record" damals fertig war, wurde aber bewusst für diese Veröffentlichung zurückgehalten. Und bei dem Ergebnis kann man ihm da auch wohl kaum wiedersprechen, dass das eine gute Idee gewesen ist, nimmt der Song doch stilistisch schon einmal einiges von dem vorweg, was in den 47 Minuten noch folgen soll: Uptempo-Rock, eingängige Melodieführungen, relaxte, fast jazzige Momente und dann gegen Ende eine Blast-Beat-getriebe Shredding-Orgie. Mit Hand Me My Brass geht es eher betont groovig und mit ordentlich Fingerakrobatik weiter.

Diese findet sich natürlich auch auf den weiteren Songs dieses Albums wieder, aber viel wichtiger ist ja, dass es Weiss, seinen beiden Mitstreitern Marcel Willnat am Bass und Schlagzeuger Sabir Salkic, sowie den zahlreichen Gast-Gitarristen gelingt, hier jedem Song eine ganz gewisse eigene Note und dadurch Individualität zu geben. Etwas, was etwa bei manchem Satriani-Album so nicht immer der Fall war. Manchmal reichen dafür auch Kleinigkeiten, wie etwa der sehr feine Fretless-Bass-Sound von Willmat auf dem herrlich entspannten Withdrawn Into Dimness. Oder wer es lieber etwa knackiger mag, dem sei das absolut zutreffend betitelte Face Melting Phenom ans Herz gelegt.

Musikalisch betrachtet lauscht man auch hier auf "Dangerous Discipline" einem wirklichen Meister, der den Vergleich zu den ja doch noch deutlich bekannteren Joe Satriani, Steve Vai oder Paul Gilbert nicht zu scheuen braucht. Denn weder spiel- noch kompositionstechnisch steht er ihnen in etwas nach. Häufig ist es sogar so, dass die Melodieführung in den Soli bei Weiss eingängiger ist und somit einen hohen Wiedererkennungswert mit sich bringt. Dabei kommt ihm natürlich auch die Schar von gleich zehn Gast-Gitarristen zu Gute, die das Ganze mit ihren Spots weiter stilistisch auflockern.

"Dangerous Discipline" ist ein Werk, das sich wirklich jeder Fan von instrumentaler Rock-Musik in sein CD- oder Platten-Regal stellen sollte. Die lange Wartezeit hat sich in diesem Fall wirklich ausgezahlt, denn es ist Weiss und den anderen beteiligten Musikern gelungen, hier ein rundum starkes Gitarren-Album vorzulegen, das dabei abwechslungsreich ist und dazu noch jede Menge Spielwitz bietet. Da das Album von Weiss selber verlegt wird, erhält man es übrigens am besten direkt auf seiner Homepage: www.adrianweissmusic.de.

 

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