Adriano Batolba Trio

How Much Does It Cost If It's Free?


CD-Review

Reviewdatum: 07.08.2019
Jahr: 2019
Stil: Rockabilly, Rock'n'Roll
Spiellänge: 44:01
Produzent: Pomez diLorenzo & Adriano Batolba

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Plattenfirma: Tobago Records

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Sasha

Titel
01. Last One On My List
02. Jacqueline
03. Love Means Trouble
04. Troublemaker
05. Your Last Mistake
06. Fame
07. Just Because
 
08. Hell Yeah
09. How I Roll
10. Been There, Done That
11. Habanera Baby
12. Cotton In The Barn
13. Forever On My Mind
14. Secret Agent Man
Musiker Instrument
Adriano Batolba Guitars, Lead Vocals
Falko Burkert Double Bass, Lead Vocals, Piano
Bernhard Weichinger Drums, Backing Vocals
Guests:
Darrel Highham Vocals
Patricia Vonne Vocals
The Silverettes Vocals
Jochen Bens Banjo
Ira Silverette Vocals
Pomez di Lorenzo Tres

Wer hier bei uns in Deutschland auf Rockabilly und Rock'n'Roll steht, wird seine Gitarrenkünste garantiert schon wahr genommen haben und ihn womöglich als echten Saitenmagier einordnen. Adriano Batolba, der einst in den frühen 2000ern Popstar Sashas alter ego Dick Brave & The Backbeats zu ungeahnten Höhenflügen durch die deutschen Charts geleitete und diesen schließlich mit Gold und Platin veredelt bekam, hat sich neben seinem erfolgreichen Engagement als Gitarrist für die Peter Kraus Touring Band einmal mehr Zeit genommen, sein liebstes Steckenpferd zu pflegen: Das Adriano Batolba Trio schmeißt uns mit dem sarkastisch betitelten "How Much Does It Cost, If It's Free?" eine explosive Granate vor die Füße und freut sich wahrscheinlich diebisch daran, dem geschätzten Publikum keine ruhige Minute zu lassen.

Die Grenzen zwischen Rockabilly und Rock'n'Roll bleiben im Laufe der vierzehn Nummern eher fließend, während Batolba und seine beiden Mitstreiter Falko Burkert (Bass) und Bernie Weichinger (Drums) alles daran setzen, etwaige Stopschilder außer Acht zu lassen, um mit frechen Boogie, feisten Rhythm'n'Blues und hüftschwingenden Tex-Mex Vorstößen den Horizont abzumessen.

 Neben Burkerts klatschendem Upright Bass und Weichingers schnurstracks nach vorne gerichteten Beats, schwingt sich Maestro Batolba mit seiner gefährlich zubeißenden Gretsch Gitarre dazu auf, die Songs kolossal aufzupeppen. Batolba variiert ganz wunderbar zwischen knisterndem Twang und feurigem Fuzz Tone, verdient sich mit seiner Virtuosität reichlich Bonuspunkte und hält den Spannungsbogen dieses kurzweiligen Albums erfreulich hoch.

Einen großen Unterhaltungswert verdient sich das 'live im Studio' von Pomez DiLorenzo produzierte Album zudem noch mit einer feinen Gästeliste, die von Englands Rockabilly Legende Darrel Highham über die Americana-Lady Patricia Vonne bis hin zum All Girl Trio The Silverettes reicht, deren gelungenen Gesangsbeiträge den internationalen Anspruch dieser Scheibe deutlich unterstreichen.

 

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