Adventure

Beacon Of Light


CD-Review

Reviewdatum: 11.07.2009
Jahr: 2009
Stil: Progressive Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Adventure
Beacon Of Light, Progress Records, 2009
Terje FlessenGitarre & Bass
Odd Roar BakkenKayboards & Gitarre
Gastmusiker
Vebjorn MoenGesang (Something To Believe In, A Crack In The Ice?, The Swan & Beacon Of Light)
Henning MjoenGesang (The Swan, Fragile Frame & Beacon Of Light Part III)
Eva Cecilie BjerkhoelGesang (Something To Believe In & Beacon Of Light)
Magnus ForsbergSchlagzeug (Something To Believe In, The Swan & Beacon Of Light Part II)
Kristian ResellSchlagzeug (A Crack In The Ice?, Fragile Frame & Beacon Of Light Part III)
Mari Haug LundFlöte & Gesang (Something To Believe In Part II & Beacon Of Light Part III)
Cathrine LarsenGesang (Beacon Of Light Part III)
Bente FossnesGesang (Beacon Of Light Part III)
Produziert von: Terje Flessen & Odd Roar Bakken Länge: 72 Min 21 Sek Medium: CD
01. Something To Believe In Part I08. Fragile Frame
02. Something To Believe In Part II09. Joybringer (For Gorm)
03. Something To Believe In Part III10. Beacon Of Light Part I
04. The Swan11. Beacon Of Light Part II
05. A Crack In The Ice? Part I12. Beacon Of Light Part III
06. A Crack In The Ice? Part II13. Beacon Of Light Part IV
07. Emilie's Piece

Lachen oder Weinen? Das sind die beiden Alternativen, vor denen sich der Rezensent bei dieser CD wieder findet. Lachen, weil vieles von dem, was hier präsentiert so überzeichnet, so überspitzt und so übertrieben ist, dass man es für Kabarett halten muss. Weinen auf der anderen Seite deswegen, weil dem Hörer auch schnell klar wird, dass die Musiker das hier eben doch Ernst meinen und das ist so traurig, dass die Tränen anfangen zu kullern.

Denn schon alleine der Opener Something To Believe In mit seinen knapp fünfzehneinhalb Minuten ist ein Mikrokosmos der Peinlichkeiten. Als da wären die viel zu offensichtliche Selbstbedienung bei Bands wie MARILLION, DEEP PURPLE, URIAH HEEP und YES alleine im Intro. Hinzu kommt der fast schon SPINAL TAP-artige Gesang von Vebjorn Moen (von dem selbst der Beipack-Zettel meint, er könne einigen Hörern etwas überdramatisch und so wörtlich „over the top“ erscheinen). Beides zusammen dann mit den völlig unpackenden Melodien und uninspirierten Soli machen den Opener zu einer wahren Tortur.

Leider können sich die beiden Verantwortlichen hinter ADVENTURE, Terje Flessen und Odd Roar Bakken, auch im weiteren Verlauf der CD selten von den Plattitüden der Prog-Rock-Szene freimachen und stolpern von einem vorhersehbaren Song zum nächsten. Dabei wiederholen sie lediglich formelhaft das, was andere bereits vor ihnen geschaffen haben, obendrein auch noch ohne Biss oder Drive.

Hinzu kommt eine meist vollkommen uninspirierte Instrumentierung, sei es bei den kitschigen Keyboard-Sounds oder den vorhersehbaren Melodien bis hin zu den langweiligen Gesangs-Passagen. Trauriger Höhepunkt ist dabei das Gitarren-Solo zum Beginn des dritten Parts von Beacon Of Light, das an das Niveau einer Schulaufführung erinnert, aber eben beileibe nicht an professionelle Musiker.

An allen Ecken und Enden hört man die Vorbilder durch und wünscht sich, eine von deren CDs in den Player schieben zu dürfen. Ganz selten kommt mal ein Lichtschein herein in das Dunkel dieses Albums, wie das kurze Instrumental Joybringer (For Gorm) oder phasenweise bei A Crack In the Ice? Aber selbst dieser Song kann sich von den Parallelen zu Bands wie THE FLOWER KINGS oder aber ARENA nicht befreien und bleibt ein Abklatsch von deren Großtaten. Da fallen die esoterisch-verquasten und Symbol-überladenen Texte dann auch nicht weiter ins Gewicht.

Leider ist “Beacon Of Light“ eine reine Zeitverschwendung und dient eigentlich nur gut als Schlafmittel für die Nächte, in denen das Schäfchenzählen gar nicht mehr weiterhilft.

Marc Langels, 09.07.2009

 

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