Advocatus Diaboli

Sternenmarsch


CD-Review

Reviewdatum: 28.12.2007
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Sternenmarsch, Sonorium, 2006
Thomas JäkelVocals, Programming, Guitars
Linda WeinmannVocals
Daniel KleeGuitars
Christoph HöschBass
Gary Lee ThomasKeyboards
Gäste:
Torch (SALTATIO MORTIS)Bagpipe, Percussions
Produziert von: Thomas Steuer, Gary Lee Thomas & Thomas Jäkel Länge: 52 Min 32 Sek Medium: CD
1. Sternenmarsch6. Rot
2. Nah bei Dir7. Folg mir nicht
3. Seelensplitter8. Sie
4. Künstler9. Teil des Teils
5. Komm10. Schlacht

.und noch eine feine Band, mit der das kleine Sonorium-Label seinen Anspruch 'Qualität statt Quantität' untermauert.

Für ihr drittes Album "Sternenmarsch" hat sich die Band aus Aschaffenburg mit Sängerin Linda Weinmann verstärkt, die mit ihrer zauberhaften Stimme eine perfekte Ergänzung zu Thomas Jäckel darstellt. Damit erweitern ADVOCATUS DIABOLI das Spektrum ihrer Ausdrucksmöglichkeiten ungemein.

Mit dem energischen Titelsong drängen ADVOCATUS DIABOLI vehement ins Gothic Metal-Reich ein und deuten an, dass sich so manch ein etablierter Act in Zukunft ernsthafte Gedanken um seinen Stellenwert machen darf.

In erster Linie aber ist "Sternenmarsch" im härteren Gothic-Rock verwurzelt. Aggressive Gitarren, mächtige Keyboardpassagen und ein Schuss treibende Elektronik. das erinnert musikalisch an Bands wie THE CASCADES, THE 69 EYES, NEW MODEL ARMY oder forschere SISTERS OF MERCY. Als Vorbilder für den Einsatz des Wechselgesangs scheinen bisweilen THEATRE OF TRAGEDY Pate gestanden zu haben, wenngleich des Teufels Anwälte definitiv keine Black Metal-Einflüsse aufgreifen.

Man kann ADVOCATUS DIABOLI trotzdem keinen Mangel an Eigenständigkeit zum Vorwurf machen, gerade weil die Verbindung aus bekannten Stereotypen des Gothic Rock, Electro und gotisch-metallischem Wechselgesang in dieser Form und Zusammensetzung noch nicht sonderlich weit verbreitet ist. Vor allem aber überwinden die Aschaffenburger das größte Hindernis und präsentieren sich weitaus vielschichtiger und abwechslungsreicher, als die Mehrzahl ihrer musikalischen Inspirationsquellen.

Dazu kommt das durchgängig überzeugende Songwriting auf hohem Niveau und fertig ist ein spannendes und mitreißendes Album, das den Geschöpfen der Nacht die Zeit bis zum Morgengrauen auf angenehme Weise verkürzt.

Martin Schneider, 28.12.2007

 

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