Agusa

Två

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.10.2015
Jahr: 2015
Stil: Retro Prog, Psychedelic

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Agusa
Två, Lasers Edge Group, 2015
Jonas BergeOrgan
Tobias PettersonBass
Jenny PuertasFlute
Tim WallanderDrums
Mikael ÖdesjöGuitars
Produziert von: Emil Isaksson Länge: 38 Min 40 Sek Medium: CD
01. Gånglåt Från Vintergatan02. Kung Bores Dans

Das schwedische Quartett AGUSA (gegründet Anfang 2013 in Malmö) veröffentlichte sein Albumdebüt “Högtid“ zu Beginn des Jahres 2014. Die, inzwischen durch den neuen Schlagzeuger Tim Wallander umbesetzte und um die Flötistin Jenny Puertas verstärkte, zum Quintett angewachsene Band ließ erst vor kurzem das zweite Studiowerk “Två“ (Zwei) in die (Vorsicht Nostalgie!) Ladenregale stellen.

Die Titelliste bietet bei einer Spieldauer von knappen neununddreißig Minuten lediglich zwei Stücke auf. Diese sind demnach beide als sogenannte Longtracks einzustufen. Das ist jedoch kaum eine allzu große Überraschung oder Ungewöhnlichkeit, wenn man bedenkt, dass die Nordeuropäer dem klassischen Progressive Rock der 1960er/1970er Jahre anhängen. Schließlich sind von dort extra lange Nummern zu Genüge bekannt.

Es gelingt der Formation ohne allzu große Anstrengungen oder Mühen über die komplette Länge des Albums eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten und dadurch jeden Ansatz eines Durchhängers oder gar der gefürchteten Langeweile schon im Ansatz zu unterbinden. Das Geheimnis dieses Erfolges ist zweifelsohne das exakt aufeinander abgestimmte Kräfteverhältnis zwischen Retro Prog, Psychedelic, Folk und nur leicht eingestreutem Jazz. Die einnehmenden Melodien, epische Tendenzen, sphärische, verträumte und (allerdings nur selten) sogar hypnotische Klanglandschaften, ein gewisses Maß an Härte, Räume für Improvisationen sowie Leichtigkeit und Entspannung machen Gänglät Frän Vintergatan und Kung Bores Dans so bemerkenswert und auch einzigartig. Der fehlende Gesang ist absolut kein Thema.

All jenen, die sich mit viel Liebe und Enthusiasmus und dem nötigen Zeitaufwand auf “Två“ einlassen, sei hiermit ein Hörgenuss allererster Kajüte in Aussicht gestellt. AGUSA treffen genau den Nerv des Verfechters guter alter progressiver Traditionen in der Rockmusik, ohne dabei überholt oder angestaubt zu klingen. Songwriting, Einspielung und Produktion bewegen sich auf hohem und höchstem Niveau.

Bitte recht bald mehr davon!

Michael Koenig, 29.09.2015

 

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