Aimee Mann

@#%&*! Smilers

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 2008

Links:


Redakteur(e):

Frank Ipach


@#%&*! Smilers, Superego Records, 2008
Aimee MannVocals, Acoustic Guitar, Acoustic Bass
Chris BruceGuitars
Jamie EdwardsKeyboards
Jay BelleroseDrums
Alan Matthews, Richard DoddCello
Eric Gorfain, Daphne Chen, Melissa Reiner, Alyssa Park, Marisa Kuney, Caroline Buckman, Amy Wickman, David Sage, Leah KatzViolins, Violas
Produziert von: Paul Bryan Länge: 45 Min 53 Sek Medium: CD
01. Freeway08. Great Beyond
02. Stranger Into Starman09. Medicine Wheel
03. Looking For Nothing10. Columbus Ave.
04. Phoenix11. Little Tornado
05. Borrowing Time12. True Believer
06. It's Over13. Ballantines
07. Thirty One Today

Aimee Mann hat bei vielen Musikfreunden schon seit einigen Jahren einen Stein im Brett, weil sie einerseits natürlich tolle Musik schreibt und sie mit hervorragenden Lyrics garniert und weil sie sich nicht verbiegen lässt, in den Neunzigern störrisch gegen das Musikbusiness opponierte, als windige Plattenbosse ihr den Stuhl unterm Hintern wegrissen, auf dem sie es sich gerade so gemütlich gemacht hatte. Desillusioniert gründete sie seinerzeit ihr eigenes Label: 'Superego Records'. Fortan ging's ihrer Karriere besser und sie verkaufte tatsächlich einige Hunderttausend Einheiten ihrer nachfolgenden Alben.

Jetzt liegt mit "@#%&*! Smilers" ihr siebtes Album vor und sie konzentriert sich, nach Exkursen in die Welt der Konzeptalben ("Forgotten Arms"), mal wieder einzig und allein auf schlichtes Songwriting, so wie einst im Frühling ihrer Karriere, als ihr mit "Bachelor No.2" der große Wurf gelang. Allerdings sind Aimees Songs natürlich nicht so schlicht, wie sie beim ersten Hören erscheinen. Bei oberflächlichem Hören plätschern sie mitunter wenig markant dahin. Doch Tiefe, textliche Reife und arrangement-technische Finessen lassen sich spätestens nach wiederholtem Hören ergründen. Dies macht auch 2008 den Reiz der "@#%&*! Smilers"-Platte aus, mit deren etwas kryptischem Titel Aimee Mann einen ätzenden Seitenhieb auf die ewig lächelnden Business-Krawattenträger loswerden möchte. So ganz verziehen hat die lange Blondine wohl noch nicht . . .

Sei's drum, Aimee hat sich längst etabliert und wenn so feine Alben wie dieses dabei herauskommen, die die geradezu typischen Mann-Harmonien zuhauf transportieren, denen immer auch etwas Lennon/McCartney-eskes anhaftet und zwischen orchestraler Opulenz (Bläser und Streicher werden integriert), Synthie-beladener Pop-Ästhetik und Singer/Songwriter-Idylle pendeln, dann darf man absolut zufrieden sein, auch wenn Mrs. Mann, neben aller lyrischen Eleganz, ihrem musikalischem Ouevre nichts wirklich Neues hinzuzufügen vermag. Etwas mehr Keyboards/Synthies als gewöhnlich, weniger E-Gitarren, dafür Bläser und Streicher. Neben zwölf Eigengewächsen, erblüht mit True believer zudem noch eine schillernde Co-Autorenschaft mit Grant Lee Phillips. Ansonsten klingt das Album nicht wesentlich anders als die Produktionen, die sie vor Jahren mit Jon Brion konzipierte, obwohl jetzt Paul Bryan die Produktionsleitung inne hatte. Musikalisch ausgecheckt, edel, sophisticated, gelassen, mit spätzündender Langzeitwirkung, typisch Aimee Mann eben. Braucht es mehr, um "@#%&! Smilers" eine gute Note zu attestieren ? Passt schon, Aimee.

Frank Ipach, 07.06.2008

 

(C) 2008 - 2020 by Hooked on Music