Airbag

Identity


CD-Review

Reviewdatum: 23.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Progressive Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Airbag
Identity, Karisma Records, 2009
Asle TostrupGesang
Björn RiisGitarre & Gesang
Jörgen HagenKeyboards
Anders HovdanBass
Joachim SlikkerSchlagzeug
Produziert von: Airbag Länge: 54 Min 30 Sek Medium: CD
01. Prelude05. Feeling Less
02. No Escape06. Colours
03. Safe Like You07. How I Wanna Be
04. Steal My Soul08. Sounds That I Hear

Die Tätigkeit bei hooked-on-music hat den wunderbaren Vorteil, dass man immer wieder neue Bands zu hören bekommt, die ansonsten sicherlich an einem vorbeigegangen wären. Bei mir waren dies zum Beispiel TENTH PLANET, HOUR GLASS oder VANGOUGH. Und nun kommen auch noch AIRBAG hinzu.

Denn die Band aus Norwegen ist für mich wirklich der legitime Nachfolger der späten PINK FLOYD (aus der Phase "A Momentary Lapse Of Reason" und "The Division Bell"). Aber auch das jüngste Solo-Album “On An Island“ von David Gilmour fällt sofort als Referenz ein, da die Stücke allesamt im langsamen Tempo gehalten sind. Sicher mögen einige der sehr ruhigen und atmosphärischen Passagen Fans der modernen Musik eher an RADIOHEAD erinnern, aber das liegt dann daran, dass sich RADIOHEAD bei PINK FLOYD bedient haben.

Es ist schon wirklich überraschend, wie überzeugend die Band auf ihrem Debüt rüberkommt. Hier stimmt jede Note, jeder Einsatz, jede Emotion. Auf “Identity“ sind die Keyboards traumhaft sphärisch und schaffen wahre Klangbilder im Ohr, die Gitarre singt mit einem warmen Ton die Melodie und entführt in nahezu unwirkliche Traumwelten. Dazu passen der entspannte fast einschmeichelnde Gesang und das zurückhaltende Schlagzeugspiel. Wüsste man es nicht besser könnte man meinen, unveröffentlichten Stücken der legendären Herren Gilmour, Mason & Wright zu lauschen. So überzeugend wie hier, weil ausgefeilt und durchdacht, waren in meinen Ohren die Debüt-Alben von RPWL und PORCUPINE TREE nicht.

Das Ganze macht unheimlich Spaß und die Songs sind stimmig. Trotz der Entdeckung der Langsamkeit auf diesem Album scheinen die etwas mehr als 54 Minuten nur so dahin zu fliegen. Als Fan solcher Musik ist man versucht, immer wieder auf die Play-Taste zu drücken und nie wieder in die Realität zurück zu kehren. Auf jeden Fall ein Debüt für die Ewigkeit. Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss die CD neu starten.

Marc Langels, 22.06.2009

 

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