Airbourne

Boneshaker

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.10.2019
Jahr: 2019
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 30:40
Produzent: Dave Cobb

Links:

Plattenfirma: Spinefarm Records

Promotion: Sailor Entertainment


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

AC/DC

Europe

Rival Sons

Rose Tattoo

Titel
01. Boneshaker
02. Burnout The Nitro
03. This Is Our City
04. Sex To Go
05. Backseat Boogie
 
06. Blood In the Water
07. She Gives Me Hell
08. Switchblade Angel
09. Weapon Of War
10. Rock ‘n‘ Roll For Life
Musiker Instrument
Joel O‘Keeffe Gesang & Gitarre
Harri Harrison Gitarre
Justin Street Bass
Ryan O‘Keeffe Schlagzeug

Sie haben sich so langsam auf einen Drei-Jahres-Rhythmus eingependelt, die Australier AIRBOURNE. 2010 hieß es “No Guts. No Glory.“, 2013 gab es “Black Dog Barking“ und 2016 waren sie mit “Breakin‘ Outta Hell“ am Start. Na, da war es Zeit für den neuesten Streich der Gebrüder O‘Keeffe und ihre Mannen Harri Harrison und Justin Street den neuesten Streich unter das Volk zu bringen. Schließlich läuft die Vorab-Single schon seit Wochen bei den Rock-affinen Radio-Stationen in der Heavy Rotation und macht mächtig Bock auf das neue Album, das genau so heißt wie der Song, nämliche “Boneshaker“.

(Foto: Travis Shinn)

Für die Aufnahmen zu dem neuen Album hatten sich die Australier mit dem sechsfachen Grammy-Gewinner Dave Cobb zusammengetan. Aufgenommen wurden die Stücke im geschichtsträchtigen Studio A in Nashvilles berühmtem Music Row-Bezirk, in dem Cobb seit Ewigkeiten tätig ist. Die gemeinsame Vision: Ein Album einzuspielen, das in einer Reihe mit den in den späten 70er Jahren auf dem legendären australischen Label Albert Productions erschienenen „Oz Rock“-Klassikern stehen könnte, die AIRBOURNE bis heute als Inspiration dienen. Für die Truppe aus Warrnambool definitiv ein großer Schritt heraus aus der bandeigenen Comfort-Zone.

Band-Mastermind Koel O‘Keeffe sagt denn auch über die Aufnahmen: „Es hat sich angefühlt, als würden wir einen Livegig im Studio performen. Genau das war schon immer unser Ziel: Die Energie und die Seele unserer Konzerte auf einem Album einzufangen. Cobb hat dies großartig hinbekommen.“ Herausgekommen sind dabei insgesamt zehn schnörkellose Knochenbrecher, die dem Hörer eine halbe Stunde lang direkt und ohne Umschweife um die Ohren geknallt werden. Die Stücke ein eint dieser unverfälschte Rock ‘n‘ Roll-Spirit, der den Geruch von Benzin, verbranntem Gummi und das Röhren der Motoren transportiert. Balladen? Nicht mit AIRBOURNE! Akustikgitarren – keine Chance! Keyboards – undenkbar! Gerade einmal ein über Sound-Effekte gesprochenes Intro zu Weapon Of War, ansonsten zwei verzerrte Gitarre, ein Bass, Schlagzeug und der Gesang: die Essenz des Rock eben.

Die Tracks sind denn auch bis auf die sprichwörtlichen Knochen reduziert worden. Und auch das Songwriting konzentriert sich auf den Kern des Rock ‘n‘ Roll: ein mitreißendes Riff, eine treibende Rhythmus-Sektion und dazu ein Sänger, der über jede Menge Charisma und Rock-Spirit in der Stimme verfügt. Und dann knallen die Kompositionen auch noch so leidenschaftlich aus den Boxen: Boneshaker ist der Dosen-Öffner. Ein kurzes, verhaltenes Intro und dann groovt die Nummer einfach höllisch los und hat einen Refrain, der bald schon die Hallen und Bühnen weltweit erzittern lassen wird. Das folgende Burnout The Nitro brennt sich ebenso schnell in die Gehörgänge. Der riff-rockenden Proklamation This Is Our City möchte man keinesfalls widersprechen sondern vielmehr direkt in den Chorgesang mit einstimmen. Bei Sex To Go werde ich musikalisch erstmals vor allen Dingen an ROSE TATTOO erinnert, auch wenn AC/DC-Frontmann Bon Scott wohl ebenso seinen Spaß an diesem Text gehabt hätte wie am folgenden Backseat Boogie.

Die zweite Seite startet mit Blood In The Water – und ebenso wie der Hai nehmen die Australier hier gleich wieder Witterung auf und geben den Hörer den Rock ‘n‘ Roll, den man von AIRBOURNE hören will. Kurz, leidenschaftlich und knackig, ganz genauso wie bei den beiden folgenden She Gives Me Hell und Switchbalde Angel, die alle die Drei-Minuten-Marke nicht erreichen, aber in ihrer Kürze absolut perfekt auf den Punkt gebracht sind. Weapon Of War ist eine Art druckvoller Slow-Blues gepaart mit Boogie-Elementen und würde sich wunderbar als Single eignen. Das Album endet mit der simplen aber packenden Erkenntnis: Rock ‘N‘ Roll For Life! Eine herrliche Nummer in der Tradition von If You Want Blood (You‘ve Got It).

Keine Frage, mit “Boneshaker“ ist AIRBOURNE wohl das beste Album seit ihrem Debüt gelungen (und vielleicht sogar das beste ihrer bisherigen Karriere). Die Songs wie die Headbanger in der ersten Reihe bei einem Konzert der Aussies, schön einer neben dem anderen, hier jagt eine Rock ‘n‘ Roll-Hymne die nächste, ein Knaller-Riff löst das vorhergehende ab. Dave Cobb, der ja abgesehen von EUROPE und den RIVAL SONS nicht unbedingt für seine großen Rock-Produktionen bekannt ist, hat hier einen fantastischen Job gemacht und das Optimum aus AIRBOURNE herausgeholt. Hoffentlich wird diese Zusammenarbeit in Zukunft fortgesetzt, dann werden die Australier bald die Rock-Könige der Welt sein.

 

 

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