Aiumeen Basoa

Iraganeko Bide Malkartsutik


CD-Review

Reviewdatum: 20.08.2010
Jahr: 2010
Stil: Pagan Folk Metal

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Aiumeen Basoa
Iraganeko Bide Malkartsutik, Erszebet Records/Twilight, 2010
BeleakVocals, Guitars
MikelotClean vocals, Guitars
EgoitzBass, Keyboards
ForyDrums
IbauAccordion, Piano
OihaneFemale vocals
ImanolViolin
Gäste:
Aritz SolupeTxirula
Mikel AlbisturOboe
Olatz OiarbideFlute
Itziar RodriguezPiano
Koldo GorozikaPandeora
Eneko BedialaunetaVocals
Nekane ArregiIrrintziak
Produziert von: Aiumeen Basoa Länge: 53 Min 43 Sek Medium: CD
01. Kantauriko Trebain Erruak04. Akelarrearen Sua
02. Jentil Odola05. Ekaitzaren Begitik
03. Aintzinako Guduen Oroimenak06. Arlekiña (Aiumeen Basoa)

All zu gerne gerät das reiche Erbe Spaniens an keltischen Traditionen in Vergessenheit. Die baskischen AIUMEEN BASOA sind bekennende Bewahrer dieses Kulturguts und haben mit ihrem Album "Iraganeko Bide Malkartusik" ein Epos erschaffen, das man anhand seiner Klangcharakteristik geographisch eher der grünen Insel westlich des Vereinigten Königreichs zuordnen würde.

Schon Bands wie SKYCLAD oder CRUACHAN haben keltischen Folk mit nordeuropäischem Extremmetal vereinigt und die spanischen Brüder im keltisch-heidnischen Geiste schlagen in dieselbe Kerbe.

Hymnisch-melodischer Black Metal im Stile früher ULVER oder IN THE WOODS bildet die Grundlage und hat seine Momente in denen er vehement mit urgewaltiger Zerstörungskraft hervorbricht. Über die gesamte Länge des Albums betrachtet dominieren aber die orchestralen und melodisch-folkloristischen Klänge, und hier liegen auch eindeutig die Stärken der Formation.

AIUMEEN BASOA arbeiten gerne und gekonnt mit Stimmungs- und Tempowechseln, setzen mit einer Riege von Gastmusikern auf eine Vielzahl von metaluntypischen Instrumenten und schaffen es damit auf beeindruckende Weise sechs überlange, facettenreiche Kompositionen darzubieten.

Erlaubt ist alles was gefällt und da wird ein Track wie Akerlarrearen Sua mit seinen jazzige Passagen und Seventies Prog-Einflüssen dann auch schon mal zum Geheimtipp für tolerante JETHRO TULL-Fans.

Gesungen, gekeift und geröchelt wird in Euskara, der Sprache des Baskenlandes, die zu den ältesten noch lebenden Idiomen Europas zählt.

"Iraganeko Bide Malkartusik" ist ein außergewöhnliches Debüt mit exotischer Note, doch in Zeiten, in denen Bands wie ELUVEITE oder ENSIFERIUM schwer angesagt sind, sollten auch die Iberer ihr Publikum finden.

Martin Schneider, 19.08.2010

 

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