Ajalon

On The Threshold Of Eternity


CD-Review

Reviewdatum: 15.04.2006
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Ajalon
On the threshold of eternity, Threshing Floor Records/Just For Kicks Music, 2005
Wil HendersonVocals, Bass, Guitars, Irish whistle
Randy GeorgeGuitars, Bass, Keyboards, Sitar, Mandola
Dan LileDrums
Gäste:
Phil KeaggyVocals, Guitars
Taylor MespléPiano
Brian AdderburyDrums
Rick WakemanMoog, Organ
Lisa GreenBacking vocals
W. Mark WilsonGuitar
Jeremy CaysIrish whistle
Produziert von: Randy Altabef Länge: 69 Min 07 Sek Medium: CD
1. Anthem of the seveth day6. What kind of love
2. The promised land7. The highway
3. Sword of Goliath8. Forever I am
4. Holy spirit fire9. On the threshold of eternity
5. Psalm 6110. (Bonus track)

'Du sollst nicht begehren, deines Nächsten Hab und Gut'. Meine lieben Freunde von AJALON, wenn man so wie ihr dermaßen mit seinem christlichen Glauben hausieren geht und christliche Motive in so großem Maße die eigene Kunst prägen, dann sollte man die zehn Gebote kennen und auch befolgen. Die Pianosequenzen von Holy fire spirit sind dermaßen unverfroren bei Bruce Hornsbys The way it is geklaut, dass er mit einer Plagiatsklage durchaus gute Erfolgsaussichten hätte.

Eins haben wir also schon festgestellt: AJALON darf man der christlichen Rockszene zuordnen und es gibt eine Vielzahl Künstler, die damit wesentlich dezenter umgehen. Lässt man diesen Aspekt einmal außer Acht, obwohl er sicher für eine mehr und mehr wachsende Anzahl von Musikkonsumenten zum KO- oder OK-Kriterium wird, dann haben wir hier mit AJALON eine Band die man durchaus der progressiven Rockszene zurechnen kann.

"On the threshold of eternity" ist das zweite Album der Amerikaner und bietet beschwingten und leicht verspielten Neoprog, den man ganz grob zwischen PENDRAGON, ARENA, Achtziger Jahre-BARCLAY JAMES HARVEST und Neunziger Jahre-MARILLION einordnen kann. Aufgelockert wird das Ganze durch vereinzelte folkige Einsprengsel durch die Verwendung von Irish whistles und Bodhran, sowie einige Gastbeiträge hochkarätiger Musikerkollegen.

So ist es niemand geringerer als Rick Wakeman von YES, der What kind of love einen jazzigen Touch verleiht und bei Forever I am ein weiteres Mal in Erscheinung tritt. Beim sechzehnminütigen On the threshold of eternity übernimmt Ex-SPOCK'S BEARD-Stimme Neal Morse die Rolle des Duettpartners des mehr als überzeugende AJALON-Sängers Wil Henderson. Außerdem ist Phil Keaggy als zusätzlicher Sänger und Gitarrist bei einem Song mit am Start.

Unter dem Strich gibt das ein durchaus ordentliches, stimmungsvolles Neoprog-Album, das über seine komplette Distanz zu gefallen und zu unterhalten weiß. Sicher ist AJALON kein absolutes Genre-Meisterwerk gelungen, aber immerhin eine, vom eingangs erwähnten Ausrutscher abgesehen, relativ eigenständige Scheibe, die man nicht nur wegen dem großartigen Titelsong immer wieder gerne aus dem Regal nimmt und auflegt.

Martin Schneider , (Impressum, Artikelliste), 15.04.2006

 

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