Ajattara

Lupaus


CD-Review

Reviewdatum: 03.05.2017
Jahr: 2017
Stil: Black/Death Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Ajattara
Lupaus, Svart Records, 2017
Pasi „Ruoja“ KoskinenGesang
Juha „Tohtori Kuolio“ HarjuBass
Jane „Raajat“ ImmonenKeyboards
Vesa „Kalmos“ WahlroosGitarre
Rainer „Malakias IV“ TuomikantoSchlagzeug
Mynni "Tartunta" LuukkainenGitarre
Produziert von: Rainer Tuomikanto & Mikko Herranen Länge: 34 Min 58 Sek Medium: CD
01. Saantanan Sinetti06. Ave Satana
02. Ristinkirot07. Uhrilanja
03. Suru08. Lupaus
04. S.I.N.Ä.09. Machete
05. Amen

Ein "Ajatar" ist ein böser, weiblicher Erdgeist aus der finnischen Mythologie, davon abgeleitet hat sich ein finnische Metal-Band um den früheren AMORPHIS-Sänger Pasi „Ruoja“ Koskinen auf den Namen AJATTARA getauft, die seit 1996 existieren und nun das achte Album, "Lupaus", vorlegen. Nachdem das bislang letzte Werk der Band, "Noitumaa", mit seiner rein akustischen Ausrichtung der bisher größte Erfolg mit Platz Acht in den finnischen Charts war, kehren AJATTARA nun wieder zu ihren Wurzeln zurück, die im Bereich Dark-, Death- und Black-Metal liegen und die auf "Lupaus" wieder voll bedient werden.

Das Album startet mit einem typisch finnischen Black Metal-Kracher Saatanan Sinetti, der gnadenlos über den Hörer hereinbricht und mit seiner Wucht und Dunkelheit den Ton für den weiteren Verlauf des Albums setzt. Denn um die akustischen Klänge des Vorgängers machen AJATTARA hier einen großen Bogen und setzen stattdessen auf die wuchtigen Metal-Sounds in verschiedenen Ausführungen. Ristinkirot reduziert die Geschwindigkeit, verliert dadurch aber nicht an Intensität. Auch die vertrauten Keyboard-Einsätze tauchen “Lupaus“ wieder auf, was den Mix aus Death und Black Metal wieder einen symphonischen Anstrich verleiht, wie wohl am exemplarischsten bei Suru oder S.I.N.Ä.. Dann erinnert das schon deutlich an Koskinens Ex-Band.

Es fällt schon schwer sich vorzustellen, dass dieses düstere Album im sonnigen Andalusien aufgenommen wurde. So düster ist die Musik. Die neun Songs rauschen in gerade einmal 35 Minuten am Hörer vorbei – aber angesichts der Intensität reicht das auch vollkommen aus. Die Riffs sind mitreißend, der Gesang geht direkt unter die Haut und die Songs haben einen unwiderstehlichen Groove. AJATTARA bieten also eine absolute, düstere Vollbedienung, die Fans sicherlich sofort packen und so schnell nicht wieder loslassen wird. Hier haben Koskinen und seine Mannen wieder einmal einen echten Volltreffer gelandet.

Marc Langels, 01.05.2017

 

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