Ajuna

Prisoners Of The Sun


CD-Review

Reviewdatum: 18.11.2013
Jahr: 2013
Stil: Post Black/Death Metal

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Ajuna
Prisoners Of The Sun, Quality Steel Records/Soulfood, 2013
Skovsted
Hufsa
Helmer
Trampe
Hartfelt
Produziert von: Jacob Bredahl Länge: 34 Min 33 Sek Medium: CD
01. Tribute05. Kaos
02. Medicin06. Death
03. Invisible Cut07. Winter
04. Suntomb

Die fünfköpfige Combo AJUNA aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen legte vor kurzem den Grundstein für ihre Albumdiskografie. Davor gab es von der Band lediglich die 2012er EP “Death In The Shape Of Winter“. Wir durften uns “Prisoners Of The Sun“ zu Gemüte führen.

Die Bandmitglieder glauben offenbar, sich mit einer in ihren Augen rätselhaften oder auch geheimnisvollen Aura umgeben zu müssen. Also lassen sie sowohl ihre bürgerlichen Namen als auch die Aufgabenverteilung innerhalb des Kollektivs unerwähnt.

Den Kompositionen der Skandinavier liegen Post Black Metal und Post Death Metal zugrunde. Dazu gesellen sich noch Funeral Doom und Post Hardcore. Bei diesem Angebot an extremen Spielarten des Heavy Metal ist jedem sofort klar, dass es hier voll was auf die Ohren geben muss. Die ausgeprägte Härte und ebenso die große Lautstärke sind die dominierenden Stilmittel, denen dieses Werk seine hohe Durchschlagskraft verdankt. Die damit verbundenen Stimmungen wie Aggression, Melancholie und Verzweiflung legen sich als schwere Last auf das Gemüt des Hörers. Auch Psychosen und weitere Verhaltensstörungen sind Themen, deren Vertonungen dem Zuhörenden in die Ohren kriechen. Die Dänen selbst sehen ihre Kunst als von ihnen erschaffenes, introvertiertes Universum, in dem es um emotionales Leiden, parallele Realitäten, exzentrische Philosophien und den Tod geht.

AJUNA sind ambitioniert und versuchen mit Vehemenz ihren eigenen musikalischen Weg zu gehen. Interessant ist “Prisoners Of The Sun“ (produziert von Jacob Bredahl, der mal Sänger bei HATESPHERE war) auf jeden Fall durch die Kombination von Schnelligkeit, Zähigkeit, Krach, relativer Ruhe, Melodik und ansatzweise Atonalität. Neu ist das alles sicher nicht, aber dennoch mit einer gewissen Eigenständigkeit und Originalität fabriziert. Es bleibt abzuwarten, welche Ideen das Quintett für sein Publikum künftig noch entwickeln wird.

Michael Koenig, 15.11.2013

 

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