Albert Cummings

Believe

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.05.2020
Jahr: 2020
Stil: Blues Rock
Spiellänge: 43:25
Produzent: Jim Gaines

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Plattenfirma: Provogue/Mascot


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Van Morrison

Stevie Ray Vaughan

Freddy King

Titel
01. Hold On
02. Do What Mama Says
03. Red Rooster
04. Queen Of Mean
05. Crazy Love
06. Get Out Of Here
 
07. My Babe
08. It‘s All Good
09. Going My Way
10. Call Me Crazy
11. Me And My Guitar
Musiker Instrument
Albert Cummings Guitar, Vocals
Dave Smith Bass
Justin Holder Drums
Clayton Ivy Keyboards
Brad Kuhn Keyboards on Call Me Crazy
Ken Waters Sax
Brad Guin Trumpet
Kimberlie Helton, Trinecia Buthler Background Vocals

Der aus Massachusetts stammende Gitarrist Albert Cummings veröffentlichte 2000 sein Debütalbum. Damals noch mit seiner Combo SWAMP YANKEE. Er ist ein bisschen ein Spätzünder, da er erst mit 27 Jahren das erste Mal vor Publikum auftrat. Davor hat er aber die typische Blues-Laufbahn vollzogen: In frühester Jugend paar Akkorde vom Daddy gezeigt bekommen, als Teenager auf Stevie Ray Vaughan abgefahren und nachdem er diesen 1987 live erlebt hat, gab es kein Halten mehr.

Nun ein paar Live- und Studioalben später hat er sich einiges Lob von Kollegen/Vorbildern und Gitarren-Magazinen ergattert und legt mit “Believe“ nun sein erstes Album für Provogue/Mascot vor. Dass dieses mit dem Sam & Dave-Klassiker Hold On beginnt ist kein Zufall, wurde das Album doch in den legendären FAME-Studios aufgenommen und mit Jim Gaines hat man auch einen äußerst renommierten Produzenten an Land gezogen. Fürs Flair und den Sound sollte also gesorgt sein.

Nichtsdestotrotz, warum so einen Song, bei dem man vorhersehbar gegen das Original nicht anstinken kann, zumal, wenn man sich vom Arrangement nahe an die Vorlage hält. Gut, Cummings demonstriert damit, dass er durchaus eine volle und ansprechende Stimme hat, sich gefühlsmäßig in den Klassiker gut reinfindet und durchaus ein “Blues Brother“ ist.

...der auch eigene Songs zu schreiben versteht, auch wenn das folgende Do What Mama Says eine gewisse Verwandtschaft zu Tony Joe Whites Steamy Windows nicht leugnen mag. Schön ist, dass Cummings sich nicht auf Teufel komm raus als Guitar-Hero präsentiert und außerdem einen sehr geschmackvollen Gitarrensound sein eigen nennt.

Der Red Rooster ist natürlich der bei den STONES als Little Red Rooster firmierende Blues-Klassiker aus der Feder von Willie Dixon. Ja, und spätestens hier wird irgendwie klar, das Albert Cummings ein toller Sänger und sehr feiner Blues-Gitarrist ist, aber irgendwo fehlt mir da was eigenständiges. Grob gesagt: Fundiertes Blues-Gedudel kriegt man bald an jeder Ecke angeboten.

Immerhin, Queen Of Mean, der soulhaltige Boogie, geht gut ins Ohr und verbreitet doch – trotz des Titels – richtig gute Stimmung. Wie bei einige anderen Titeln, macht sich das Bläser-Duo hier mehr als bezahlt. Sich gleich danach an Van Morrisons Crazy Love darf man durchaus als gewagt bezeichnen. Allerdings meistert Cummings diese, nicht zu unterschätzende ,Herausforderung gar nicht mal schlecht. Aber gerade hier hätte ich auf das Gitarrensolo gewartet. Kommt keines.

Da offensichtlich eine Affinität für Texas-Blues besteht, passt My Babe perfekt ins Repertoire. Auch die Nummer wurde von Willie Dixon geschrieben, kennt man aber wohl noch mehr von den FABULOUS THUNDERBIRDS. Hier langsamer gespielt, dennoch mit genügend Druck.

Nicht falsch verstehen: Das klingt hier schon gut und so ein Swamp-Titel wie It‘s All Good macht sich auf jeder Überlandfahrt gut (hat ein bisschen was von Tulsa Time) während in Going My Way und Call Me Crazy  SRV und Hendrix ihre Reminiszenz abkriegen.

Und wenn man ein Texas-Blueser ist, dann darf ein Verweis auf Freddy King nicht fehlen, dessen Me And My Guitar dieses Album leicht funky angehaucht beschließt. Ja, das ist alles fundiert und gut gespielt und da ist nix verkehrtes dabei, aber letztlich wird mir da etwas zu viel Lob über den Mann ausgeschüttet. Ich sag mal, mir ist im Vergleich ein Danny Bryant da lieber. Aber kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

 

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