Allen/Lande

The Showdown


CD-Review

Reviewdatum: 30.10.2010
Jahr: 2010
Stil: Melodic Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Allen/Lande
The Showdown, Frontiers Records, 2010
Jorn LandeGesang
Russell AllenGesang
Magnus KarlssonGitarre, Bass & Keyboards
Jaime SalazarSchlagzeug
Produziert von: Magnus Karlsson & Achim Köhler Länge: 61 Min 27 Sek Medium: CD
01. The Showdown07. We Will Rise Again
02. Judgement Day08. The Guardian
03. Never Again09. Maya
04. Turn All Into Gold10. The Artist
05. Bloodlines11. Eternity
06. Copernicus12. Alias (Bonus Track)

„Never change a winning team“ sagt der Engländer und das dürften sich auch die Italiener von Frontiers Records gedacht haben. Also wurden die beiden Vokal-Giganten Jorn Lande (MASTERPLAN, JORN) und Russell Allen (SYMPHONY X) wieder zusammengerufen, Gitarrist Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR) mit den Kompositionen beauftragt und ein drittes Album von ALLEN/LANDE aufgenommen.

Damit ist für Fans der ersten beiden Alben “The Battle“ und “The Revenge“ bereits klar: sie müssen auch “The Showdown“ besitzen und das stimmt auch. Denn die Scheibe knüpft an die bisherigen Werke an und unterstreicht den Status, den die Beteiligten sich mittlerweile in der Metal-Welt (wenn auch Melodic Metal in diesem Fall) erarbeitet haben.

Lande und Allen beweisen auch auf “The Showdown“, dass sie unbestritten zwei der größten Metal-Sänger aller Zeiten sind und ihre Stimmen prägen denn auch die Erscheinung der jeweiligen Songs. Sicher die Stücke könnte aus meiner Sicht schon mal die eine oder andere Überraschung vertragen, aber ALLEN/LANDE sind eben kein Progressive- sondern Melodic Metal.

Und in diesem Bereich macht fast niemand Komponist Magnus Karlsson etwas vor. Der Schwede schreibt einfach „Metal-Hits“ am Fließband, schließlich sind ALLEN/LANDE nicht die einzige „Band“, die er beliefert. Zuletzt war er für das Duo KISKE/SOMERVILLE aktiv gewesen und zudem ist er ja noch Mitglied bei PRIMAL FEAR.

Aber diese Mehrfach-Belastung tut seiner Kreativität keinen Abbruch, wenn man auch nicht behaupten kann, dass sich die Songs von ALLEN/LANDE stilistisch allzu sehr von denen für KISKE/SOMERVILLE unterscheiden. Ich denke, etwas mehr Power und Aggressivität hätte den beiden Männern gut zur Stimme gestanden.

Ansonsten gibt es mal wieder nix zu meckern, denn die Rocker rocken, die Hymnen begeistern, die Balladen lassen dahinschmelzen und die Melodien der Songs gehen allesamt schon beim ersten Durchgang direkt ins Ohr und verstopfen da den Gehörgang. Zudem überstrahlen die Stimmen – wie bereits eingangs erwähnt - einfach alles mit ihrer Erhabenheit und Power.

Ganz ohne Kritik kommt “The Showdown“ denn aber nicht aus, denn auch der dritte Streich kommt nicht an die Brillanz des Erstlings “The Battle“ heran. Das ist eine Schwäche, die “Showdown“ denn mit “The Revenge“ gemein hat. Zudem erscheint die Herangehensweise an die Kollaboration etwas zu formelhaft. Es gibt kaum oder keine Veränderung beim Sound oder der Struktur der Lieder. Da würde ich mir schon etwas mehr Mut wünschen, um die ganze Sache noch etwas spannender zu machen.

Das ist denn wohl auch der einzige Einwand, den man gegen “The Showdown“ erheben könnte, denn Stücke wie Judgement Day, Turn All Into Gold, The Artist oder die Über-Ballade Copernicus sind einfach ganz großes Metal-Kino mit zwei herausragenden Haupt-Darstellern und einer überragenden Begleit-Crew, die sicherlich beste Aussichten auf einen weiteren Oscar für dieses Melodic Metal-Meisterwerk (wenn auch mit kleinen Fehlern) haben.

Marc Langels, 28.10.2010

 

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