Amberian Dawn

End of Eden


CD-Review

Reviewdatum: 10.01.2011
Jahr: 2010
Stil: Symphonic Metal

Links:

Amberian Dawn Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


Amberian Dawn
End Of Eden, Spinefarm Records/Soulfood, 2010
Heidi ParvalainenVocals
Tuomas SeppäläKeyboards, Vocals
Kasperi HeikkinenGuitars
Emil PohjalainenGuitars
Tommi KuriBass
Joonas Pykälä-AhoDrums
Gäste:
Markus NiemienenVocals
Peter James GoodmanVocals
Jens JohanssonKeyboards
Produziert von: Amberian Dawn Länge: 44 Min 33 Sek Medium: CD
01. Talisman06. Blackbird
02. Come now follow07. Field Of Serpents
03. Arctica08. City Of Corruption
04. Ghostly Echoes09. Virvatulen Laulu
05. Sampo10. War In Heaven

AMBERIAN DAWN sind Vertreter der zweiten oder gar dritten Generation von 'Female Fronted Symphonic Metal'-Bands. Keine einfachen Voraussetzungen, denn die Genreklassiker sind alle längst veröffentlicht und drei, vier namhafte Acts haben sich etabliert und werden auch den mittlerweile abflauenden Trend unbeschadet überleben.

In ihrer finnischen Heimat konnte sich die Formation dennoch einige ordentliche Krümel vom Kuchen sichern und katapultierte ihre ersten beiden Alben in vordere Chartspositionen. Hierzulande gelang mit dem Debüt "Rivers Of Tuoni" zumindest ein Achtungserfolg in Szenenkreisen, während der Nachfolger "The Clouds Of Northland Thunder" aufgrund des extrem kurzen Veröffentlichungsintervalls eher ein Schattendasein fristete.

Auch mit "End Of Eden", dem dritten Streich, stehen AMBERIAN DAWN wieder erstaunlich zackig auf der Matte. Jedes Jahr ein Album, das ist mittlerweile eher die große Ausnahme und macht etwas stutzig, ob die Qualität nicht unter diesem Tempo leidet.

Zwei, drei Hördurchgängen genügen schon und man weiß, dass die Finnen hier eine ganz große Scheibe abgeliefert haben.

Sängerin Heidi Parviainen - natürlich Sopran - steht den Sangesgöttinnen der Szene in nichts nach. Technische Perfektion paart sich mit Emotion, aber Heidis ganz großes Plus ist die Intensität, mit der sie ihre Gesangsparts vorträgt. Heavy Metal pur!

Das betrifft auch die filigrane, aber dennoch erstaunlich giftige Gitarrenarbeit der Herren Heikkinen und Pohjalainen, die neoklassisch inspiriert auf den Spuren eines Yngwie Malmsteen wandeln.

Dazu überzeugen AMBERIAN DAWN kompositorisch und reihen auf "End Of Eden" einen Hit an den anderen, um mit dem finalen, streckenweise doomigen War in Heaven ihr Magnum Opus anzuliefern, für das selbst NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATIONH und EPICA einen Mord begehen würden. Ganz stark und außergewöhnlich auch Virvatulen Laulu, unter Mitwirkung des Opernsängers Markus Nieminen (Bariton), das einer Puccini-Oper entsprungen sein könnte.

Lange Rede, kurzer Sinn. "End Of Eden" hat Klassiker-Qualitäten und bringt AMBERIAN DAWN auf Tuchfühlung zu den 'großen Drei'. Schön, dass in diesem Genre doch noch außergewähnlich gute Schöpfungen möglich sind.

Martin Schneider, 09.01.2011

 

(C) 2008 - 2019 by Hooked on Music