Amorphis

Under The Red Cloud


CD-Review

Reviewdatum: 03.09.2015
Jahr: 2015
Stil: Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Amorphis
Under The Red Cloud, Nuclear Blast, 2015
Tomi JoutsenGesang
Esa HolopainenGitarre
Niclas EtelävuoriBass
Jan RechbergerSchlagzeug
Tomi KoivusaariGitarre
Santeri KallioKeyboards
Gastmusiker
Chrigel GlanzmannFlöte
Martin LopezPercussion
Aleah StanbridgeGesang
Produziert von: Jens Bogren Länge: 49 Min 56 Sek Medium: CD
01. Under The Red Cloud06. Sacrifice
02. The Four Wise Ones07. Dark Path
03. Bad Blood08. Enemy At The Gates
04. The Skull09. Tree Of Ages
05. Death Of A King10. White Night

September – Herbstbeginn – Regen verdrängt die sommerlich Hitze – nicht mehr lange bis die Blätter beginnen werden, sich zu verfärben. Das ist die Zeit für eher melancholische, gerne auch mal etwas düstere Töne. Ergo ist es genau die richtige Zeit für eine neue Scheibe der Düster-Metaller von AMORPHIS. Schließlich sind seit dem letzten Werk der Finnen, “Circle“, knapp zweieinhalb Jahre vergangen – nun also “Under The Red Cloud“.

Und ich muss sagen, seitdem ich die Musik habe, läuft sich das Album den sprichwörtlichen Wolf in meinem Musikplayer, meinem Auto und im iPod. Musikalisch bilden die sechs Finnen hier die gesamte Bandbreite ihres Spektrums ab: Harte Passagen treffen auf melodiöse Strukturen und auch wieder verstärkt folkloristische Elemente. Dazu kommt ein Frontmann, der hier die gesunde und auch perfekte Balance zwischen eingängigem Klargesang und düsteren Growls findet.

Das Songwriting der Scheibe ist durch die Bank hervorragend und toppt das ohnehin schon sehr gelungene letzte Opus noch einmal mit spielerischer Leichtigkeit. Zumal die Band hier auch sehr geschickt bei den Härtegraden variiert – nicht nur von Track zu Track sondern auch innerhalb der einzelnen Lieder. Perfektes Beispiel für eine Verknüpfung aller Stile ist The Skull, das von zart bis hart wirklich alles zu bieten hat und darüber hinaus von einem tollen Refrain gekrönt wird.

AMORPHIS bieten auf “Under The Red Cloud“ den perfekten Soundtrack für die ja jetzt wieder länger werdenden Abende. Harter Metal, mit Folk-Elementen garniert und dem richtig Gespür für Melodie, eine melancholische Atmosphäre und Eingängigkeit. Bei diesen knapp 50 Minuten stimmt wirklich alles. Da kann man es fast nicht mehr abwarten, bis die dunkle Jahreszeit so richtig da ist. Denn in der dunkelsten Stunde erstrahlt die Musik der sechs Finnen am hellsten.

Marc Langels, 01.09.2015

 

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