Ancient Harmony

Skywater

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.04.2001
Jahr: 2001

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Redakteur(e):

Joachim Domrath


Ancient Harmony
Skywater, Eigenvertrieb, 1996
Shell Stamps Guitars, Vocals
Steve Patton Bass
Leif Ragnaldsen Piano, Organ, Vocals
Mike Casnler Drums, Percussion
Produzent: Paul Hornsby, aufgenommen in Macon/Ga. Länge: 58 Min 28 Sek Medium: CD
1. Taxi Driver (6:19)5. Wings (7:15)
2. Lay It Down (5:47)6. On My Own (7:49)
3. Time Will Tell - Southern Train (12:14)7. Georgia Bound (4:48)
4. Skywater (7:01)8. The Storm (7:02)

Seit ca. zwei Stunden surfe ich in den unendlichen Weiten des Internets nach unbekannten, guten Bands. Draußen wird es dunkel und ungemütlich. Auf dem Bildschirm erscheinen jede Menge Amateur- oder Cover-Kapellen. Doch plötzlich, es ist fast 22 Uhr, lande ich einen Volltreffer. ANCIENT HARMONY tauchen auf meinem Monitor wie Phönix aus der Asche auf.

Die Band gibt es seit Anfang der 90er Jahre. Seit Jahren touren sie recht erfolgreich (lt. Website) durch den Süden der USA. Als Southern-und Jam Band haben sie dort schon einen Namen.

Nach diversen Audiofiles habe ich die CD sofort geordert.
Nett war die Order-Bestätigung des CD-Versenders, einem Electronic Repair Service in Thomasville, G.A..
Sie bedankten sich vielmals für die Bestellung und merken an, daß ich der 2. Besteller aus Good Old Germany sei. Und das wohlgemerkt seit 1996, dem VÖ-Date des hier vorliegenden Albums Skywater.

Nur 5 Tage später lag die Silberscheibe für insgesamt 18 Dollar in meinem Briefkasten. Leider musste das gute Stück noch etwas warten, bevor ich Zeit und Muße hatte, den Player zu starten. Jetzt, drei Tage später, habe ich die CD mehrmals ohne Unterbrechung gehört, das will was heissen.

Skywater wird eröffnet mit Taxi Driver. Was meine Boxen wiedergeben, ist astreiner Southernrock mit reichlich Gitarre und ausgezeichneten akustischen Keyboards (Du meinst damit nicht etwa ein Piano? Fred, liebt Techno unplugged).
Der Refrain wird mir noch Tage später beim Einkaufen nicht aus den Ohren gehen. Das Piano erinnert an die guten alten Allman Brothers. Dazu ein feines Hammond Solo und schön bretternde Gitarren.

Lay it Down beginnt ebenfalls wunderbar harmonisch. Nach dem Intro denke ich sofort an die Marshall Tucker Band zu ihrer besten Zeit in den 70ern.
Spielt Toy Caldwell etwa im Geiste die Gitarre?
Mein Southern Rock Herz beginnt zu rasen, als das phantastische Gitarrensolo einsetzt. Was für ein melodischer Geniestreich.

Time will Tell-Southern Rain, der nächste Track, könnte auch von einem neuen Allman Brothers Album sein. Die Gitarre klingt saugut. Die Solis wechseln gekonnt ab. Piano, Orgel, Gitarre, Piano, Gitarre usw. Und das 12 Minuten lang, ohne in das übliche Jam-Desaster zu verfallen.

Skywater groovt unendlich gut weiter. Das klingt alles so relaxt und direkt. Abzüge gibt es hier lediglich für die schlappen Drums.

Elektronische Spielereien scheinen Ancient Harmony vollkommen fremd zu sein. Gitarre, Piano, Orgel, Bass, Schlagzeug. Was anderes ist beim besten Willen nicht herauszuhören. Und wieder ein tolles hochmelodisches Gitarrensolo im Stile von Dickey Betts.

Wings bietet als nächster Song erneut Gitarren, Piano und Hammond satt. Nicht ganz so melodisch wie seine Vorgänger aber um Längen besser als das was so manch andere Möchtegern-Southern-Kapelle darbietet.

Georgia Bound holt anschließend nach, was Wings an Melodie vermissen läßt. Keyboarder Leif Ragnaldsen bietet ein Menge an einfallsreichen Soli. Gitarrist Shell Stamps ist ein Könner an den Saiten.

Krönender Abschluß ist The Storm, ein hochmelodiöser Song, der an die frühen Outlaws erinnert, und eines der besten Gitarrensoli auf diesem Album aus den Saiten zaubert.

Skywater, das erste Album von ANCIENT HARMONY ist perfekter Southern Rock der Güteklasse A.
Die Songs werden unglaublich locker und groovend dargeboten. Es hat den Anschein, daß sie live im Studio eingespielt wurden.

Klang und Produktion sind ohne Fehl und Tadel, abgesehen von den merkwürdigerweise dünnen Drums auf Track 4.
Ex-Marshall Tucker Band Mitglied Paul Hornsby hat das Album produziert.

Joachim Domrath, 17.04.2001

 

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