Anderson/Wakeman

The Living Tree In Concert - Part One


CD-Review

Reviewdatum: 10.11.2011
Jahr: 2011
Stil: Progressive/Art Pop

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Anderson/Wakeman
The Living Tree In Concert - Part One, Gonzo Multimedia, 2011
Jon AndersonVocals, Acoustic Guitar
Rick WakemanKeyboards, Piano
Produziert von: Erik Jordan Länge: 56 Min 44 Sek Medium: CD
01. And You And I07. Time And A Word
02. Living Tree (Part 1)08. Just One Man
03. Morning Star09. 23/24/11
04. Long Distance Runaround10. Southside
05. Garden11. House Of Freedom
06. Living Tree (Part 2)12. The Meeting

Jon Anderson und Rick Wakeman zählen zu den Granden in der Welt des klassischen Progressive Rock. Diese Tatsache beruht natürlich, wie Musikkenner wissen sollten, in der Hauptsache auf ihren, den Bandstil prägenden, inzwischen jedoch wohl endgültig beendeten Mitgliedschaften bei der Megacombo YES.
2010 brachten der Vokalartist und der Tastenvirtuose unter der Projektbezeichnung Anderson/Wakeman ein gemeinsames Album mit dem Titel “The Living Tree“ heraus und gingen anschließend auf Tour durch das Vereinigte Königreich.
In Kürze wird ein erstes Tondokument von dieser Konzertreise namens “The Living Tree in Concert - Part One“ erscheinen.

Das namhafte Duo bringt mit Ausnahme von zwei Songs nahezu seinen kompletten Studiolongplayer und ergänzt das Programm um Stücke von diversen YES-Alben (vor dem als Reggae gebotenen Time And A Word gibt es eine Lobpreisung auf Bob Marley und mitten im Song ein ganz kurzes Zitat aus She Loves You von THE BEATLES zu hören) und dem Werk “Anderson, Bruford, Wakeman, Howe“.
Nun ist Mr. Anderson ja bekannt für seinen markanten, stets hohen, etwas kehligen und dennoch glasklaren Gesang und seine esoterischen, religiösen, aber auch kritischen Texte. Diese Komponenten kommen hier voll zur Geltung. Sein Freund Wakeman untermalt das Ganze an Piano und Keyboards auf das Kompetenteste. Alles klingt letztlich angenehm für die Ohren und kann sich zu einem guten Teil dort sogar für eine kleine Weile einnisten.
So weit, so gut. Eines sucht man jedoch vergeblich: Spannung. Über kurz oder lang klingt die, zwar gelegentlich um eine Akustikgitarre erweiterte, Instrumentierung in Verbindung mit dem doch bei sämtlichen Tracks zumindest ähnlich klingenden Gesang leider ziemlich einheitlich. Hinzu kommt noch, dass das Tempo nicht gerade übermäßig variiert, sondern eher beschaulich gehalten wird. Außerdem kann von authentischer Konzertatmosphäre kaum die Rede sein.

“The Living Tree in Concert - Part One“ ist etwas Entspannendes in Richtung Progressive/Art Pop für ruhige Mußestunden. Darbietung und Sound sind erstklassig. Mal abwarten, ob der zweite Teil dieser Veröffentlichung mit mehr Schwung aufwartet.

Michael Koenig, 10.11.2011

 

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