Antichrisis

A Legacy Of Love Mark II


CD-Review

Reviewdatum: 30.08.2005
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Antichrisis
A legacy of love Mark II, Reartone Records, 2005
Sid Guitars, Bass, Keyboards, Vocals
LisaVocals
NäxUillean Pipes, Flutes
GnuGuitars
WaranKeyboards, Drum-Loops
KugatorDrums
Gäste
FrankVocals on Trying not to breathe
Produzent: Sid Länge: 66 Min 43 Sek Medium: CD
1. How can I live on top of the mountain7. Plant Kyrah
2. Nightswan8. End of december
3. Our last show9. The sea
4. Forever I ride10. Trying not to breathe
5. Dancing in the midnight sun11. The farewell
6. Baleias Bailando

1998 veröffentlichten ANTICHRISIS ihr zweites Album "A legacy of love" und katapultierten sich mit ihrer Mischung aus Celtic Folk, atmosphärischem Rock und tiefer Melancholie in meiner Gunst ganz weit nach vorne.

Was 1995 in der Eifel als Soloprojekt im wahrsten Sinne des Wortes begann hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre zu einer echten Band entwickelt. Als "A legacy of love" entstand waren ANTICHRISIS mit Sid und Näx immerhin schon ein kreativ funktionierendes Duo, dem die damalige Plattenfirma die zur Umsetzung der musikalischen Visionen unabkömmliche Sängerin vermittelte.

Um zu verstehen, weshalb es nun 2005 eine Neuveröffentlichung gibt, muss man sich vergegenwärtigen, dass ANTICHRISIS in erster Linie ein Ventil sind mit dem Chefdenker und -lenker Sid seinen Gefühlen Ausdruck verleiht und mit der Außenwelt kommuniziert. Durch gravierende Veränderungen im persönlichen Umfeld und nach der Meisterung einer schweren Lebenskrise 'fühlte sich das Album einfach nicht mehr richtig an', und Sid wäre nicht er selbst, würde er danach einfach zur Tagesordnung übergehen.

So wurde der heiß ersehnte "Pefume"-Nachfolger erst einmal auf Eis gelegt und "A legacy of love" noch einmal neu aufgenommen. Sollte zunächst lediglich der ursprünglich verwendete Drumcomputer durch organische Schlagzeugsounds ersetzt werden, stand am Ende des Überarbeitungsprozesses eine nahezu komplette Neueinspielung, von Gesang und Pipes einmal abgesehen.

Das ist unüberhörbar und was die Klangfärbung angeht rücken die Kompositionen damit wesentlich näher an die bisher bekannten Demoversionen des "Perfume"-Nachfolgers "The legacy remains" heran.

Dennoch ist es gelungen, den ursprünglichen Charakter und die Atmosphäre der Stücke weitestgehend zu erhalten. ANTICHRISIS haben im Prinzip also nichts anderes getan, als die Songs ihrer Vergangenheit aufzupolieren und der neuen Bandsituation anzupassen.

Der Klasse der Kompositionen tut das keinen Abbruch und in dieser Hinsicht ist "A legacy of love" damals wie heute ein Meisterwerk. Wer bislang Juwelen wie Our last show, Beileas bailando oder The farewell nicht kennt, die die Brücke zwischen emotionalem Celtic Folk und atmosphärischem Gothic Rock schlagen, sollte sich diese zweite Chance mit dem bisher unveröffentlichten End of december nicht entgehen lassen.

Martin Schneider , (Impressum, Artikelliste), 30.08.2005

 

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