Anubis

Homeless

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.04.2020
Jahr: 2020
Stil: Progressive Rock
Spiellänge: 41:20
Produzent: Dean Bennison & ANUBIS

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Promotion: Just For Kicks


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Fates Warning

Pink Floyd

Rush

Steve Rothery Band

Titel
01. Reflective
02. Entitled
03. White Ashes
04. Home
05. Homeless
 
06. The Tables Have Turned
07. Sirens
08. In Shadows
09. Gone
Musiker Instrument
Robert James Moulding Gesang, Bass & Percussion
David Eaton Keyboards & Gesang
Douglas Skene Gitarre & Gesang
Dean Bennison Gitarre & Gesang
Anthony Stewart Bass & Gesang
Steven Eaton Schlagzeug & Gesang

Die australischen Progressive Rocker ANUBIS gehören zu den fleißigeren Bands in der jüngeren Zeit. In regelmäßigen Abständen von knapp einem Jahr beehrt uns das Sextett mit neuen Veröffentlichungen, darunter neben starken Live-Alben (“Lights Of Change – Live In Europe 2018“) auch Überarbeitungen bekannter Lieder (“Different Stories“). Aber seit dem jüngsten Wrk mit komplett neuen Songs sind nun auch schon wieder drei Jahren vergangen (“The Second Hand“). Diesem Umstand schafft die Band nun mit dem Werk “Homeless“ endlich Abhilfe.

Die neun neuen Lieder zeigen die Band wieder von ihrer besten Seite mit wohldurchdachten aber niemals überfrachteten Kompositionen. Auf diesem Album haben ANUBIS dabei offenbar noch mehr als in der Vergangenheit ein Augenmerk darauf gelegt, die Stücke kompakter zu halten. So ist der längste Song auf “Homeless“ gerade einmal etwas mehr als sieben Minuten lang und sechs weitere sogar kürzer als viereinhalb Minuten. Sprich summa summarum endet das neue Werk bereits nach etwas mehr als 41 Minuten. Aber das sind ja nur die harten kalten Fakten.

Viel entscheidender ist aber doch die Wirkung, die das darauf enthaltene Material beim Hören entwickelt. Reflective transportiert ein leicht düsteres PINK FLOYD-Feeling, verzaubert aber ebenso wie das Original mit einem hymnenhaften Gesang einem tollen Gitarren-Solo. Entitled hingegen ist etwas laid-back vom Rhythmus und Drummer Steve Eaton darf hier im Hintergrund mit vielen Fills und Läufen ein wenig das Feeling von Neil Peart (RUSH) verbreiten. Noch etwas ruhiger wird es zunächst in White Ashes, wo erst im Refrain die Gitarre mit Verzerrung ausbricht und wieder mit einem wunderbaren melodiösen Solo die Kirsche „draufsetzt“. Home verbreitet dann tatsächlich auch ein sehr heimeliges Gefühl  und geht tendenziell wieder ein wenig in Richtung 80er Jahre PINK FLOYD. Bei Homeless fällt beim Hören der Kontrast zwischen den schweren Hammond-Sounds auf der einen Seite und den damit abwechselnden Syntsizer-Klängen ins Ohr, die dem Song eine ganz eigene Dynamik geben. The Tables Have Turned hingegen bewegt sich in recht straightem – man ist fast gewillt es Metal zu nennen – Terrain und erinnert durch den zweistimmigen Refrain fast ein wenig an jüngere FATES WARNING. Der Song ist auf jeden Fall eine tolle Abwechslung auf der Scheibe und überrascht den Hörer. Das dann anschließende Sirens verströmt Dank Robert James Mouldings wehmütigen Gesang wirklich ein wenig den Flair der namensgebenden griechischen Fabelwesen. Und mit In Shadows - mit einem fast schon Steve Rothery-mäßigen Gitarren-Solo - sowie Gone geht das Album sehr ruhig und entspannt zu Ende.

ANUBIS schaffen es auch auf “Homeless“ die Messlatte für ihre Alben wieder ein kleines Stückchen weiter nach oben zu verschieben. Das Album hat jede Menge wunderbare Melodien sowie tolle Hooklines, die den Hörer immer wieder aufs Neue in ihren Bann ziehen – wieder eine Parallele zu den Sirenen. Dabei sind die Themen nicht immer leicht, über die Moulding da singt. So verarbeitet die Band hier auch den wachsenden Populismus, die zunehmende Armut in unserer Gesellschaft, die Probleme mit der Umwelt und die sich fast schon krankenhaft ausbreitende Technologisierung. Aber auch Empathie und Leidenschaft werden thematisiert. Auf jeder Ebene ihres Schaffen bieten ANUBIS erneut absolute Höchstleistungen und werden damit wieder viele Prog-Rock-Fans sehr glücklich machen.

 

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