Apocalyptica

Shadowmaker


CD-Review

Reviewdatum: 24.04.2015
Jahr: 2015
Stil: Symphonic Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Apocalyptica
Shadowmaker, Harmageddon Records, 2015
Eicca ToppinenCello
Paavo LötjönenCello
Perttu KivilaaksoCello
Mikko SirénSchlagzeug
Franky PerezGesang
Produziert von: Nick Raskulinecz Länge: 69 Min 16 Sek Medium: CD
01. I-III-V Seed Of Chaos08. Riot Lights
02. Cold Blood09. Come Back Down
03. Shadowmaker10. Sea Song (You Waded Out)
04. Slow Burn11. Till Death Do Us Part
05. Reign Of Fear12. Dead Man's Eyes
06. Hole In My Soul13. Hall Of The Mountain King (feat. Avanti Orchestra)
07. House Of Chains

Vor zwei Jahren überraschten uns APOCALYPTICA mit einem Ausflug in die Hoch-Kultur. Für ihr damaliges Werk “Wagner Reloaded“ näherten sich die Finnen dem Werk von Richard Wagner und konnten damit sicherlich einige Feuilleton-Leser für sich begeistern. Nun melden sie sich aber wieder mit einem typischen APOCALYPTICA-Werk zurück, das auf den Namen “Shadowmaker“ hört, von Nick Raskulinecz (unter anderem FOO FIGHTERS, RUSH, STONE SOUR, DANKO JONES) produziert wurde und das die Band über ihre eigene Plattenfirma Harmageddon Records herausbringt.

Darauf bieten die Cello-Rocker aber einen Neuzugang: mit Franky Perez (Ex-Gitarrist bei SCARS ON BROADWAY) haben sie nun einen Sänger. In der Vergangenheit haben sich die Finnen ja immer wieder wechselnde Gast-Sänger für einzelne Songs auf ihren Alben gesucht, hier gibt es nur Perez zu hören – und dieser macht seine Sache mehr als nur ordentlich. Er besitzt eine äußerst wandelbare und vielseitige Stimme, die sowohl bei den harten Passagen als auch in den getragenen, ruhigen Momenten sehr gut passt.

Von diesen musikalischen Gegensätzen lebt “Shadowmaker“ denn auch sehr gut – wenn nicht sogar noch etwas besser als die vergangenen Studio-Alben. Auf der einen Seite sind das die eher ruhigen Stücke wie Hole In My Soul, Sea Song (You Waded Out) oder Dead Man’s Eyes sowie auf der anderen Seite dann noch House Of Chains und Come Back Down, die rein stilistisch auch zu modernen Metal-Bands wie etwa GODSMACK passen würden. Nummern wie die erste Single Cold Blood oder Slow Burn sind zudem recht eingängige Midtempo-Stücke, die auch der „breiten Masse“ gefallen könnten, gerade auch wegen der Gesangsleistung von Perez. Zudem haben APOCALYPTICA aber auch rein instrumentale Kracher im Angebot wie etwa Reign Of Fear oder Till Death Do Us Part, die zudem sehr gut auf ein Album wie “Inquisition Symphony“ oder auch “Cult“ gepasst hätten, während etwa ein Riot Lights eher experimentelle Züge trägt.

Auf “Shadowmaker“ zeigen APOCALYPTICA die gesamte Bandbreite ihrer musikalischen Möglichkeiten auf, ohne sich dabei selber untreu zu werden. Mit Franky Perez haben sie zudem eine exzellente Wahl auf der Position des Lead-Sängers getroffen und er fügt sich hier wirklich vortrefflich in das Klangbild der Finnen ein, denen man die Inspiration und die pure Freude in den zwölf Kompositionen (das 13. Stück ist eine Adaption des Grieg-Klassikers Hall Of The Mountain King) anmerkt. Die Finnen haben ihren eigenen Stil und Klang schon vor langer Zeit entdeckt und nutzen diesen als Sprungbrett in ihre eigene musikalische Zukunft – das alles spiegelt sich in “Shadowmaker“ wieder.

Marc Langels, 21.04.2015

 

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