Arc Angel

Harlequins Of Light


CD-Review

Reviewdatum: 28.08.2013
Jahr: 2013
Stil: AOR

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Redakteur(e):

Marc Langels


Arc Angel
Harlequins Of Light, Frontiers Records, 2013
Jeff CannataGesang, Schlagzeug, Keyboards & Gitarre
Gastmusiker
Jimi BellGitarre
Jeff BatterPiano & Synthesizer
Jay RoweOrgel & Synthesizer
Scott SprayBass
David CoeGitarre
Gary MausGitarre
Andy AbelGitarre
Tony SpadaGitarre
Mark ProtoGitarre
Jay Jesse JohnsonGitarre
Pete HodsonGesang & Synthesizer
Produziert von: Jeff Cannata Länge: 51 Min 48 Sek Medium: CD
01. Harlequins Of Light07. Fortune Teller
02. As Far As The Eye Can See08. California Daze
03. War (Battle Wounds Of Life)09. Tonight ... Forever
04. Voice Of Illuminati10. Get To You
05. Through The Night11. Diamonds And Gold
06. Amnesia12. Legend Of The Mary Celeste

Hinter dem Namen ARC ANGEL steht der Musiker Jeff Cannata, der zuvor bereits in der Progressive Rock Band JASPER WRATH spielte. Dabei sollte man ARC ANGEL aber nicht verwechseln mit den ARC ANGELS, einer feinen Blues Rock-Gruppe um die Gitarristen Doyle Bramhall II und Charlie Sexton zusammen mit der früheren Rhythmus-Gruppe von Stevie Ray Vaughans DOUBLE TROUBLE. Denn ARC ANGEL stehen für einen fein konstruierten AOR.

Das selbstbetitelte Debüt wurde bereits 1983 veröffentlicht, fand aber nicht die erhoffte Beachtung. Nach 30 Jahren Unterbrechung folgt nun der zweite Versuch. Die musikalischen Vergleiche liegen dabei heute wie damals vor allen Dingen bei Bands wie frühe TOTO, ASIA, SURVIVOR oder aber auch FOREIGNER sowie NIGHT RANGER (man höre nur mal California Daze) haben Einfluss auf den Sound der Formation ausgeübt. Dabei merkt man den Kompositionen an, dass hier ein erfahrener Musiker am Werke war. Die Lieder sind bei aller Eingängigkeit clever und abwechslungsreich arrangiert.

Diese Arrangements und kleine Feinheiten sind es denn auch, die die Kompositionen aus einem sonst drohenden Mittelmaß herausheben. Denn häufig sind die Haupt-Melodien - wie bei anderen AOR-Bands aber auch - recht vorhersehbar und würden manches Mal sicherlich am Hörer vorbeirauschen, wenn eben nicht musikalisch immer mal wieder eine überraschende kleine Wendung eingebaut würde. Das mag mal eine feine Gitarren- oder Piano-Melodie sein, mal ein kleines Drum-Fill, das man bei anderen Bands in dieser Form eben nicht so oft zu hören bekommt. Aber auch mit seinem Gesang sorgt Cannata immer wieder für angenehme Momente im Band-Sound. Dabei vermeidet er es zum Glück, die Melodien mit zu viel Zuckerguss zu überziehen und bleibt so immer auf der sicheren Seite.

Zum Gelingen dieses Albums hat neben Cannata auch ein kleine Armada an mal mehr mal weniger bekannten Session-Musiker beigetragen. Von denen Jimi Bell sicherlich der bekannteste Name ist. Der Gitarrist von HOUSE OF LORDS trägt hier bei den ersten vier Songs des Albums die Solo-Parts bei. Was man dem Album bei all der Star-Power und den gelungenen Liedern höchstens vorwerfen kann, ist der Umstand, dass ein echter Knaller fehlt. Harlequins Of Light, War (Battle Wounds Of Life), Voice Of Illuminati, Amnesia oder Diamonds And Gold sind prima Lieder, sie erreichen aber nicht ganz die Klasse von TOTO oder JOURNEY, kommen aber immerhin nah an SURVIVOR oder NIGHT RANGER heran.

ARC ANGEL haben mit "Harlequins Of Light" ein mehr als nur solides Album veröffentlicht, das Anhängern der oben genannten Bands sicherlich gefallen wird. Denn ARC ANGEL bieten die typisch-eingängigen Melodien in ansprechender musikalischer Umsetzung. Kleinere proggige Ausflüge in den Songs sorgen dafür, dass das Werk über die etwas mehr als 51 Minuten Spieldauer ansprechend bleibt. Szene-Fans sollten dankbar sein, dass Cannata dem Projekt nach über 30 Jahren noch Mal eine zweite Chance gegeben hat. Denn so sollte zeitgemäßer AOR klingen.

Marc Langels, 25.08.2013

 

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