Arena

Contagion


CD-Review

Reviewdatum: 13.02.2003
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Arena
Contagion, Verglas Music, 2002
Rob SowdenVocals
John MitchellGuitar, Backing vocals
Clive NolanKeyboards, Backing vocals
Ian SalmonBass
Mick PointerDrums
Produziert von: Clive Nolan & John Mitchell Länge: 58 Min 49 Sek Medium: CD
1. Witch hunt9. On the box
2. An angel falls10. Tsunami
3. Painted man11. Bitter harvest
4. The way madness lies12. The city of lanterns
5. Spectre at the feast13. Riding the tide
6. Never ending night14. Mea culpa
7. Skin game15. Cutting the cards
8. Salamander16. Ascension

ARENA! Muss ich noch mehr sagen?

Ich muss, denn obwohl diese Ausnahmeband mit steter Regelmäßigkeit hochklassige Alben veröffentlicht, wird ihr längst nicht die Anerkennung und Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit zuteil, die sie verdient hätte.

Ein ARENA-Album ist immer ein heißer Kandidat für das Album des Jahres, da macht auch "Contagion" keine Ausnahme.
Dumm nur für "Contagion", dass es erst Ende Januar 2003 veröffentlicht, aber schon 2002 aufgenommen und produziert wurde. Für die 2002er-Jahrespolls kommt es damit einfach zu spät und in die 2003er gehört es definitiv nicht rein. Aber was mache ich mir für Gedanken?

Ja, ARENA haben es wieder einmal geschafft und ein absolutes Hammeralbum vorgelegt. Der Hauptunterschied zu den beiden letzten Meisterwerken "The visitor" und "Immortal" liegt darin, dass "Contagion" schon mit dem ersten Hördurchgang auf ganzer Linie überzeugt.

Dabei haben wir es hier mit progressivem Rock zu tun, und da ist dies eher eine seltene Ausnahme. Normalerweise benötigt solche Musik mehrere konzentrierte Durchläufe.

Nun braucht aber niemand zu befürchten, ARENA hätten die progressiven Elemente zurückgeschraubt. Wir haben es hier einfach mit begnadeten Songwritern zu tun, die es auf außergewöhnliche Weise verstanden haben, anspruchsvolle, vielseitige und komplexe Kompositionen mit unwiderstehlichen Hooklines und Melodien zu versehen, die den Hörer sofort faszinieren und für sich einnehmen.

Unüberhörbar: ARENA sind härter geworden. Schon der relativ straighte Opener Witch hunt dürfte eine der am energischsten, zupackensten Kompositionen in der Bandgeschichte sein. Diese härtere Gangart, die der Band hervorragend zu Gesicht steht, sorgt vor allem dafür, dass ARENA noch dramatischere Soundgebilde erschaffen haben als in ihrer Vergangenheit.

Doch auch ruhige, melancholische Momente kommen auf "Contagion" nicht zu kurz. In der Ausgewogenheit und der geschickten Verwendung der einzelnen Elemente liegt die wahre Kunst, und die beherrschen ARENA perfekt.

In der jüngeren Vergangenheit wurden die Proggies durch viele bemerkenswerte Alben verwöhnt, doch gegen "Contagion" verblassen sie alle. Ja, ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass "Contagion" eins der zehn besten Neoprog-Alben aller Zeiten ist.

Kann man progressive Rockmusik eigentlich noch besser machen? Ich bin geneigt 'nein' zu sagen, doch das nächste ARENA-Album kommt bestimmt.

Martin Schneider, 13.02.2003

 

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