Ashent

Deconstructive

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 14.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Prog Metal

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Ashent Homepage



Redakteur(e):

Michael Koenig

Martin Schneider


Ashent
Deconstructive, Lion Music/H'Art, 2009
Steve BraunVocals
Onofrio FalangaGuitars
Cristiano BergamoGuitars
Davide BusoDrums
Gianpaolo FalangaBass, Growls
Paolo TorresaniKeyboards
Produziert von: Ashent Länge: 49 Min 49 Sek Medium: CD
01. Sinking Beneath07. Spectral Vanity
02. Imperfect08. How Could It Feel Like This?
03. Ephemera09. Ebb And Flow Of Awareness
04. To Develop Self-Creativity10. Starlinked Innerness
05. The Resonance Of Life11. Eclipsing Binary
06. Cassandra12. Music For Departure

Die 2001 von dem Brüderpaar Gianpaolo und Onofrio Falanga aus Italien gegründete Band ASHENT, deren Besetzung sich seitdem auf mehreren Positionen veränderte, kann bisher ein selbst betiteltes Vier-Song-Demo und einen Longplayer mit dem Namen ’Flaws Of Elation’ vorweisen. Vor kurzem erschien das zweite Album ’Deconstructive’.

Das aus einem Amerikaner (Sänger Steve Braun) und fünf Italienern bestehende Sextett ist im Prog Metal mit zum Teil großem Heftigkeitsfaktor beheimatet. Die Gruppe spielt diesen jedoch nicht bloß so runter, sondern versucht diesem Unterstil durch die Hinzufügung von Bestandteilen aus Techno, Thrash Metal, Melodic Death Metal und Gothic zusätzlichen Reiz zu verpassen. Die Songs sind beinahe ohne Ausnahme sowohl anspruchsvoll, als auch komplex, wirken aber auch immer wieder wuchtig und knallhart. ASHENT legen jedoch nicht nur auf diese Merkmale ihrer Musik erheblichen Wert, sondern ebenso auf die Eingängigkeit der Tracks. Die Melodien sind teilweise regelrecht als schön zu bezeichnen. Außerdem gönnen sie den Ohren genügend Raum zur Entspannung. Die Tracks bewegen sich, je nach Genre, dem sie zuzuordnen sind, in den Geschwindigkeitsbereichen mittelschnell, flott, schneller und sehr schnell.

Die Mitglieder von ASHENT sind ohne Ausnahme sehr fähige Musiker, denen die adäquate Umsetzung der Kompositionen keinerlei Schwierigkeiten bereitet. Es ist nicht zu überhören, dass sie sich voll und ganz der Einspielung von ’Deconstructive’ verschrieben haben. Da steckt viel Herzblut und Leidenschaft drin. Jeder Ton sitzt genau dort, wo er hingehört, ohne dass die Performance deswegen darunter litte, sprich Eintönigkeit ausstrahlte. Das gilt sowohl für die handgemachten, als auch für die mit Maschinen erzeugten Klänge. Kein Solo wirkt überflüssig oder gar langweilig. Der klare, häufig mehrstimmige und manchmal maschinell bearbeitete Gesang ist die passende Ergänzung. Gelegentliche Growls, wie im Death Metal gang und gäbe, stören keineswegs, sondern sind eine zusätzliche Bereicherung für den Gesamtsound. Die Stimmungslagen schwanken zwischen Aggression, Aufgekratztheit, Hektik und Melancholie.

ASHENT haben mit ’Deconstructive’ eine eigenständige und gelungene Produktion in der Hinterhand. Wer überdurchschnittlichen und harten Prog Metal mit ungewöhnlichen Facetten durch Anleihen bei den schon bezeichneten Musikrichtungen erleben möchte, sollte die Scheibe ruhig genauer unter die Lupe nehmen.

Michael Koenig, 24.05.2009

ASHENT wenden sich vertrauensvoll an ein Publikum, dass seine Vorlieben im Progressiven Metal findet, der neben den obligatorischen anspruchsvollen, bisweilen etwas vertrackten Songstrukturen immer noch viel Raum für griffige und packende Melodien lässt. Da müssen fast zwangsläufig auf der einen Seite Namen wie DREAM THEATER und SYMPHONY X auftauchen, aber unüberhörbar orientieren sich ASHENT doch auch an Kollegen wie VANDEN PLAS oder EVERON.

So ein bisschen wird der Hörer auf "Deconstructive" mit der Problematik konfrontiert, ob er sich nun headbangend der durchaus aggressiven Note der Musik hingeben soll, oder ob er nicht lieber innehält um in die schmeichelnden Melodien einzutauchen, wobei ich im Falle von ASHENT Letzteres bei Stücken wie The resonance of life oder dem starken Instrumental The ebb and flow of awareness bevorzuge.

Man kann den Italienern an sich wenig vorwerfen. "Deconstructive" ist ein technisch hochwertiges und abwechslungsreiches Album, das den Grundbedürfnissen eines jeden Prog Metal-Hörers Rechnung trägt. Auch wenn die einzelnen Stücke von ihrer Laufzeit eher kompakt gehalten sind, passiert genug um auch die Anhänger frickeliger Arrangements und komplexer Songstrukturen bei Laune zu halten. Gleichzeitig geizt man auch nicht mit Passagen von hohem Wiedererkennungswert. Im Prinzip kann man als Genre-Anhänger mit Erwerb von "Deconstructive" nichts falsch machen.

Wenn man allerdings schon einen halben Meter Progressive Metal-CDs in seiner Sammlung stehen hat, dann sollte man sich einfach bewusst sein, dass ASHENT dieser nichts wirklich Neues hinzufügen können. Eine gute Scheibe, die ohne Frage mit einigen wirklich feinen Momenten aufwarten kann, aber vor zehn, fünfzehn Jahren hätten für ASHENT größere Chancen bestanden, nicht nur zu einfach überzeugen, sondern wirklich zu faszinieren.

Martin Schneider, 13.06.2009

 

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