Asia

Aschaffenburg, Colos-Saal, 09.06.2011

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Konzertbericht

Reviewdatum: 19.06.2011
Stil: Progressive Rock, AOR

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Asia,
Aschaffenburg, Colos-Saal, 09.06.2011

Die Tage war ich wieder mal in meinem Stammclub, dem Colos-Saal in Aschaffenburg zu Gast. Den Anlass dafür lieferte ein Auftritt von ASIA, einer der Ikonen des britischen, massentauglichen Progressive Rock in Kombination mit AOR in ihrer legendären Originalbesetzung vom Beginn der 1980er. Da musste ich natürlich vor Ort sein.

Als ich kurz vor 20:00 Uhr im Saal eintraf, war dieser mehr als anständig gefüllt mit Leuten der unterschiedlichsten Altersstufen. Wie sich im weiteren Verlauf des Abends an jenem Mittwoch herausstellen sollte, brauchte niemand sein Kommen auch nur ansatzweise zu bedauern.

Um ca. 20:15 Uhr betraten die Herren Downes, Howe, Palmer und Wetton zu einem klassisch angehauchten Intro die Aschaffenburger Bühne und stiegen mit I Believe in ihren etwa zweistündigen Set ein.
Schon im Laufe der nächsten Nummer (Only Time Will Tell) bekamen die vier Briten das Publikum voll in den Griff bzw. auf ihre Seite. Von da an konnte gar nichts mehr schief gehen. Egal, was sie vom Stapel ließen, die Fans waren begeistert. Mitklatschen und -singen inbegriffen. An der einen oder anderen Stelle sangen die Eintrittsgeldzahler einfach weiter, obwohl der Song längst beendet war und sorgten damit für Überraschung bei den Musikern.
Die Setlist umfasste Tracks der vier Alben “Asia“, “Alpha“, “Phoenix“ und "Omega".
Die beiden erstgenannten Einspielungen bildeten, wie so häufig, das Grundgerüst einer ASIA-Show. Kein Wunder, schließlich boten und bieten sie doch die größten Hits und interessantesten Kompositionen (“Asia“: Only Time Will Tell, Wildest Dreams, Time Again, Sole Survivor, Heat Of The Moment; “Alpha”: Don’t Cry [nur Wetton /Downes], The Smile Has Left Your Eyes [nur Wetton /Downes], Open Your Eyes [mit ausführlicher Jam Session], The Heat Goes On [bot ein langes, bombastisches, Drumsolo, wie man es von Carl Palmer kennt]). Vervollständigt wurde das Programm durch hörenswerte Stücke von “Phoenix” (Never Again, An Extraordinary Life) und "Omega" (I Believe, Holy War, Through My Veins, End Of The World).
Während der Veranstaltung durfte Steve Howe zwei umjubelte Nachweise seiner Soloqualitäten auf der Akustikgitarre abliefern, die den Bogen von ruhig und beschaulich bis flott und mitreißend rhythmisch spannten.

Die Band machte einen absolut fitten und erstklassig aufeinander eingestellten Eindruck. Der Gesang und die instrumentalen Leistungen kamen routiniert und virtuos rüber. Gleichgültig, ob die komplette Formation oder nur ein Teil davon in die Vorstellung involviert war. Die gelegentlichen, kleinen Schieflagen änderten daran rein gar nichts. Im Gegenteil, wirkte das Dargebotene dadurch doch nicht so steril und überperfekt.
Gegen 21:50 Uhr endete dann der reguläre Konzertteil und nach der ausufernden Zugabe Heat of The Moment war dann ziemlich genau um 22:00 Uhr endgültig Schluss.

Der Sound war alles in allem, obwohl er stellenweise ein wenig zu weit aufgedreht wirkte, in Ordnung.
Auf einer Leinwand wurden Plattencover, Bilder und Filme gezeigt. Die einfache, aber effektive Lightshow untermalte die Szenerie stimmungsvoll.

In dieser wirklich guten Verfassung sind ASIA eine Bank für starke Auftritte. Vor allen Dingen sorgt das Quartett so selbst dafür, dass das Interesse an seinen Gigs rege bleibt und es nicht in schlecht besuchten oder gar leeren Locations vor sich hindämmern muss. Beide Daumen hoch für diese engagierte und motivierte Vorstellung.

Jederzeit gerne wieder. Dann aber bitte noch mit One Step Closer von “Asia“, Never In A Million Years, My Own Time (I'll Do What I Want) und Midnight Sun von “Alpha”, sowie Finger On The Trigger von "Omega". Musiker und Besucher müssten sich also ein wenig mehr Zeit für das nächste Konzert nehmen.

Michael Koenig, 09.06.2011

 

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