Asia

Omega

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.05.2010
Jahr: 2010
Stil: Prog Rock, AOR

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Asia
Omega, Frontiers Records, 2010
John WettonLead Vocals, Bass
Steve HoweGuitar
Geoffrey DownesKeyboards, Backing Vocals
Carl PalmerDrums, Percussion
Produziert von: Mike Paxman Länge: 61 Min 33 Sek Medium: CD
01. Finger On The Trigger07. Light The Way
02. Through My Veins08. Emily (Bonus Track first Pressing in Digipack)
03. Holy War09. I'm Still The Same
04. Ever Yours10. There Was A Time
05. Listen Children11. I Believe
06. End Of The Worlds12. Don't Wanna Lose You Now

ASIA wurden in den 1980er Jahren als Supergroup des Progressive Rock in Verbindung mit Adult Oriented Rock (AOR) mit Hang zum Pop gehandelt. Nicht ganz zu Unrecht. Zumindest was die positiven Seiten einer solchen Einstufung angeht. Immerhin bestand diese Band ursprünglich aus John Wetton (ex-KING CRIMSON, ICON), Steve Howe (YES), Geoffrey Downes (ex-THE BUGGLES, ICON) und Carl Palmer (EMERSON, LAKE & PALMER, CARL PALMER BAND).
Aber nicht bloß wegen der daran beteiligten Musiker verdiente sich diese Truppe ihren eigenen und wichtigen Platz in den Annalen der Rockgeschichte. Auch musikalisch wusste das Kleeblatt zu überzeugen. Schließlich bot es seinen Fans anspruchsvollen Rock mit viel Gefühl und Melodie. Viele werden sich bestimmt noch an das sensationelle, selbstbetitelte Debütalbum, den zweiten Longplayer ‘Alpha’ und so tolle Songs wie Heat Of The Moment, Only Time Will Tell, Sole Survivor, Wildest Dreams, Here Comes The Feeling, The Heat Goes On, Don’t Cry, Never In A Million Years und The Smile Has Left Your Eyes erinnern.

Die weitere Biografie des Vierers verlief dann ziemlich wechselhaft. Leider blieb die Stammformation nicht allzu lange beisammen (1981 bis 1983). Danach ergaben sich mit schöner Regelmäßigkeit zum Teil gravierende Veränderungen im Bandgefüge. Im Laufe der Jahre standen ASIA dann auch schon mal auf der Kippe. Doch damit ist es nun vorbei, denn 2006 (gerade rechtzeitig zum fünfundzwanzigsten Gruppenjubiläum) kam es zur Wiedervereinigung der legendären Urbesetzung. Jetzt existiert nach ’Phoenix’ von 2008 seit kurzem mit ’Omega’ das zweite Album dieser wiedererstandenen Rocklegende.

Wetton, Howe, Downes und Palmer legen mit ihrer aktuellsten Einspielung, zumindest über weite Teile, Zeugnis davon ab, dass sie ihr Handwerk, markante und wieder erkennbare Nummern mit einem gewissen Anspruch zu fabrizieren, durchaus auch heute noch beherrschen. Instrumental und gesanglich nutzen sie ihre immensen Möglichkeiten und schöpfen dahingehend aus dem Vollen.
Auf der Habenseite stehen Finger On The Trigger (heftiger, aber melodiöser Rocker mit krachenden Drums), Through My Veins (relative ruhige und eingängige Powerballade), Holy War (leicht progressiver Rocker mit Balladenanteil und politischer Aussage bezüglich religiöser Fundamentalisten), Ever Yours (eingängige, pathetische Ballade, die so gerade noch die Kurve vor dem kitschigen Schmonzes kriegt), Listen Children (proggiger AOR mit Ohrwurmcharakter und Balladenschlagseite), End Of The World (Bombastrocker mit Balladenanteil, diese Art Song hat ASIA berühmt gemacht), Light The Way (schneller, bombastischer und progressiv angehauchter Rocker), I’m Still The Same (eingängiger, feierlicher, wenn nicht sogar trauriger Pop mit Rock’n’Roll Attitüde, erinnert irgendwie an THE BEATLES und THE BEACH BOYS), There Was A Time (epische und eingängige Ballade mit Progtendenz) und I Believe (gefälliger, bombastischer und flotter ASIA-Rocker).
Nicht ganz so toll dagegen sind ihnen Emily (langsamer, eingängiger und progressiver Midtemporocker ohne viel Engagement, Bonustrack auf der Erstpressung der Digipackversion) und Don’t Wanna Lose You Now (zwar eingängige, etwas an THE BEATLES erinnernde, aber zu simpel gestrickte und unspannende Popballade ohne Biss).

Die dynamische Produktion von Mike Paxman, der schon für STATUS QUO und URIAH HEEP an den Reglern saß, geht absolut in Ordnung.
Das Artwork entwarf Roger Dean (er wurde berühmt mit seinen Meisterwerken, die so manches YES-Album schmücken), der schon etliche andere Covers für ASIA gestaltete.

’Omega’ hat ganz gewiss nicht das Zeug zu einem Klassiker im ASIA-Katalog, dazu ist es ganz einfach zu unspektakulär. Letztlich stellt es aber dennoch ein gelungenes und grundsolides, wenn auch insgesamt relativ zurückhaltend ausgefallenes Rockalbum dar. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Anhänger der Briten damit eine Menge werden anfangen können. Wer sich gerne mit niveauvoller Rockmusik, die ohne allzu viel Kitsch auskommt und in den 1980ern verwurzelt ist, könnte zumindest einen potentiellen Testkandidaten für ’Omega’ darstellen.

Michael Koenig, 23.04.2010

 

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