Aspera

Ripples


CD-Review

Reviewdatum: 26.01.2010
Jahr: 2010
Stil: Melodic-/Progressive-Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Aspera
Ripples, Inside Out, 2010
Atle PettersenGesang
Robin OgnedalGitarre
Rein T. BlomquistBass
Joachim Strom EkelundSchlagzeug
Nickolas Main HenriksenKeyboards
Produziert von: Aspera & Jens Bogren Länge: 54 Min 47 Sek Medium: CD
01. Intro06. Catatonic Coma
02. Ripples07. Torn Apart
03. Do I Dare?08. Traces Inside
04. Remorse09. Reflections
05. Between Black & White10. The Purpose

Die Vorab-Reaktionen zu dieser CD waren ja fast schon nicht mehr zu toppen. Nach allem, was man hörte und las, mussten ASPERA das nächste große Ding im Bereich Progressive Metal werden. Minimum.

Nun ja, ganz ist ihnen das nicht gelungen, aber das war ja auch völlig unrealistisch, zumal ich die Bezeichnung Progressive Metal bei “Ripples“ doch ein wenig relativieren möchte. Denn was die jungen Männer aus Norwegen (alle sind Anfang 20) hier präsentieren ist eher angeproggter Melodic Metal – aber dabei ein wirklich guter.

Denn musikalisch gibt es an “Ripples“ nichts im Geringsten auszusetzen. Die Songs sind hervorragend arrangiert, die Instrumentalisten machen ihre Sachen wirklich exzellent und die Melodien sind wunderschön. Ok, am Gesang kann man etwas herumkritteln. Mir persönlich ist er häufig zu angestrengt, aber da sind die Geschmäcker bekanntlich verschieden und schlecht würde ich das Organ von Frontmann Atle Pettersen auch definitiv nicht bezeichnen. Nur forciert er beim Singen einfach zu sehr und engt dadurch seine Stimmbänder ein. So kann seine natürliche Stimme sich nicht entfalten.

Ansonsten sind das alles aber sehr feine Kompositionen mit ansprechenden technischen Feinheiten (deswegen angeproggt) und Melodien, die nach kurzer Zeit bereits im Ohr hängen bleiben und immer wieder dazu verleiten, sich das Album anzuhören. Nun kommt einem sicherlich die ein oder andere Passage von anderen Bands wie etwa DREAM THEATER, SYMPHONY X, CIRCUS MAXIMUS oder PAGAN’S MIND her bekannt vor. Aber es ist sicherlich auch nicht leicht, sich in einem Markt zu etablieren, der derart saturiert ist und bei dem die Bands eine solche Bandbreite an Sounds abdecken. Zudem darf man zumindest auf dem Debüt von solch jungen Musikern auch durchaus mal die Vorbilder durchschimmern sehen. Denn reine Kopien sind ASPERA zu keinem Zeitpunkt.

ASPERA fallen somit ein ganz klein wenig dem vollkommen übertriebenen Hype zum Opfer, der bereits vor dem Release um ihr Debüt-Album gemacht wurde. Aber mit realistischen Erwartungen kann man an “Ripples“ viel Freude haben, sehr viel Freude sogar. Es ist gar nicht auszudenken, was diese Musiker mit mehr Erfahrung und etwas Mut noch alles erreichen können. “Ripples“ ist dafür ein sehr guter Ausgangspunkt. Wir werden von ASPERA sicherlich noch viel hören, ich für meinen Teil freu mich drauf, sehr sogar.

Marc Langels, 25.01.2010

 

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