Asterius

A Moment Of Singularity


CD-Review

Reviewdatum: 06.04.2004
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Asterius
A Moment Of Singularity, Cruz del Sur Music, 2003
Sir-I-usGuitar, Vocals
AndrashVocals
SataarGuitar
ArcturBass, Programming
CainDrums
Produzent: Arctur, Ecki Erlenbusch & Axel Krull Länge: 40 Min 12 Sek Medium: CD
1. Frozen zodiac6. The one perspective
2. On black tusk7. Gemini north
3. A greater path8. Continuum
4. Another me9. One perspective (A different perspective Remix)
5. Multiverse

Hallo! Guten Tag! Was ist das denn? ASTERIUS? Aber immer rein in die gute Stube. Endlich mal wieder eine mir bis dato völlig unbekannten Band, die mich auf Anhieb wirklich begeistert.

Vier Jahre nach ihrem Demo-Debüt "As descendants of stars" legen die fünf jungen Wilden von der schwäbischen Alb mit "A Moment Of Singularity" ein Album vor, das mit zu den außergewöhnlichsten Veröffentlichungen zählt, die mir in letzter Zeit untergekommen sind.

Die Faszination von ASTERIUS basiert auf der stimmigen Verschmelzung scheinbarer Gegensätze, verkörpert durch die beiden Frontmen Sir-I-us und Andrash, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Andrash ist ein klassischer Heavy Metal-Shouter, der stilistisch an John Arch erinnert, wohingegen sein Gegenspieler Sir-I-us für Grunts, Growls und Gekeife in bester Black Metal-Manier verantwortlich zeichnet.

Damit ist auch schon der stilistische Rahmen, den "A Moment Of Singularity" ausfüllt, abgesteckt. ASTERIUS bieten eine hochklassige, ausgewogene Mischung aus progressivem Heavy Metal, der durchaus Parallelen zu FATES WARNING-Frühwerken, wie "Awaken The Guardian" oder "The Spectre Within", aufweist und symphonischem Black Metal, wie wir (Wer? Die Redaktion? Aha!) ihn von DIMMU BORGIR lieben und schätzen. Anhänger von MERCYFUL FATE oder KING DIAMOND dürften gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, wie CHILDREN OF BODOM-Fans.

ASTERIUS stürzen den Hörer, der sich auf den Wahnsinnstrip durch ihren Klangkosmos einlässt, in ein Wechselbad der Gefühle und Stimmungen. Melodische Gesangspassagen werden mit rasenden Blastbeats unterlegt, sphärische Keyboardteppiche werden von aggressiven Gitarrenriffs zerfetzt, vertrackte Rhythmen zerschmettern gnadenlos majestätische Melodien.
Das ist keine leichte Kost für zwischendurch, sondern vielmehr eine Herausforderung für den anspruchsvollen und aufgeschlossenen Hörer.

Der elektrifizierte A different perspective Remix von One perspective setzt einem starken Album schließlich die Krone auf und präsentiert neben Progressive Metal und Black Metal eine weitere Existenzebene auf der ASTERIUS ebenfalls glänzen können.

"A Moment Of Singularity" ist ein starkes Statement einer faszinierenden Band, von der man hoffentlich noch viel hören wird.

Martin Schneider, 06.04.2004

 

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