Asteroid

III


CD-Review

Reviewdatum: 09.11.2016
Jahr: 2016
Stil: Psychedelic Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Asteroid
III, Fuzzorama Records, 2016
Robin HirseGesang, Gitarre & Orgel
Johannes NilssonBass & Gesang
Elvis CampbellSchlagzeug
Gastmnusiker
Dorian SoriauxGitarre
Produziert von: Philip Saxin & Asteroid Länge: 35 Min 55 Sek Medium: CD
01. Pale Moon05. Silver & Gold
02. Last Days06. Them Calling
03. Til' Dawn07. Mr. Strange
04. Wolf & Snake

Na da hat die Pause in Schweden aber nicht allzu lange gedauert. Denn vor drei Jahren hatte sich das Stoner-Trio ASTEROID nämlich noch eine Unterbrechung der Band-Aktivität verordnet. Nun meldet sich die Band aber zum Glück bereits wieder regeneriert und zudem auch noch in er bislang langlebigsten Besetzung zurück. Das bedeutet, dass Schlagzeuger Elvis Campbell wieder die Stöcke über die Felle tänzeln lässt, nachdem ihn vor der kurzzeitigen Auflösung Henrik Jansson vertreten hatte. Das neue Lebenszeichen hört – wie es bei der Band Usus ist - einfach nur auf seinen chronologischen Titel, “III“.

ASTEROID waren schon vor ihrer Pause eine der festen Genre-Größen im Bereich des psychedelischen Heavy-Rock, dem sie gerne in Variationen Stoner Rock und auch Blues sowie Folk der 60er Jahre beimischen. Vielleicht geht die Band dabei auf “III“ noch etwas relaxter als in der Vergangenheit an die Kompositionskunst heran. So steigert sich Wolf & Snake nach einem langsamen Aufgalopp in einen Malstrom aus langsam fließenden Fuzz-Riffs, ehe er sich wieder in wohlklingendem Wohlgefallen auflöst.

Aber auch die beiden „Enden“ des Albums, Pale Moon und Mr. Strange (bei dem Dorian Soriaux von BLUES PILLS ein Gast-Solo beisteuert), fallen nicht gerade übermäßig rockig aus, sondern kommen mit leicht tänzelnden von PINK FLOYD-inspirierten Gitarren-Melodien daher, die den Hörer betören. Hin und wieder klingen aber natürlich auch noch die BLACK SABBATH aus der ganz frühen Ozzy-Phase heraus, hier wohl am nachdrücklichsten in dem Song Til‘ Dawn. Und im Gegensatz zu zahlreichen anderen Bands des Genres gibt es bei ASTEROID keine unnötig langen Soli, um ein Lied – oder damit natürlich auch die komplette Scheibe – auf eine „vorgefasste“ Länge zu bringen.

Der Sound des Albums ist wieder angenehm warm und „erdig“, eine Qualität in einer Zeit, in der Musik zumeist künstlich und nach Plastik klingt. Die knapp 36 Minuten der dritten ASTEROID-Scheibe verfliegen wie in einem Rausch aus guter Musik und tollen Sounds. Das Niveau der sieben Titel ist konstant hoch. Vielleicht etwas weniger Rock, als es sich manche Anhänger oder auch anderen Fans des psychedelischen Rock gewünscht hätten, aber dadurch vielleicht auch ein wenig eigenständiger mit etwas mehr Folk (Silver & Gold) und wie immer sehr gut zum entspannen und genießen. Die Pause hat der Band ganz offenbar gut getan.

Das Bild wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion.

Marc Langels, 06.11.2016

 

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