Astra

From Within


CD-Review

Reviewdatum: 06.05.2009
Jahr: 2009
Stil: Progressive Melodic Metal

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Astra
From within, Lion Music, 2009
Titta TaniVocals
Andrea CasaliBass
Emanuele CasaliPiano, Keyboards, Acoustic guitars
Silvio D’onorio De MeoGuitars
Filippo BerliniDrums
Produziert von: Astra Länge: 51 Min 33 Sek Medium: CD
01. Over the hills06. Hypocrisy
02. Promise you made07. Road to nowhere
03. Memories remain08. Simple mind
04. The rage behind09. The hitman
05. Save another day10. Never say goodbye

Mit jeder weiteren Band, die sich stilistisch zumindest tendenziell auf DREAM THEATER beruft, wächst der Sockel des Throns der Progressive Metal-Götter um einige weitere Zentimeter und ob sich ein Newcomer damit einen Gefallen tut ausgerechnet an diesem Monument rütteln zu wollen, sei einmal dahin gestellt.

Man kann zwar durchaus auf DREAM THEATERs Spuren wandeln, aber die Band die ihnen in ihrem Metier das Wasser reichen kann muss erst noch gegründet werden. ASTRA sind es jedenfalls nicht, selbst wenn sie in ihren Anfangstagen einen DREAM THEATER Tribute Bandwettbewerb für sich entscheiden konnten.

Allerdings wäre es trotzdem nicht fair "From within" auf seine unüberhörbare Anbiederung an Progressiven Metal der Marke DREAM THEATER zu beschränken. Würden die Italiener nämlich auf die progressiven Elemente, die leider all zu oft krampfhaft aufgesetzt wirken, verzichten, dann hätte "From within" ein ordentliches Melodic Metal-Album abgeben können. Die STRATOVARIUS-Anhängerschaft hätte man damit locker um den kleinen Finger gewickelt und dank Frontman Titta Tani mit seinem Ronnie James Dio-Timbre wären trotzdem keine größeren Plagiatsvorwürfe aufgekommen.

Außerdem muss man neidlos anerkennen, dass ASTRA es ganz vorzüglich verstehen den Geist von STYX in einem Stück wie Simple mind oder QUEEN beim abschließenden Never say goodbye zu neuem Leben zu erwecken.

Irgendwie ist es schon traurig. Am technischen Rüstzeug der Band gibt es nichts auszusetzen. Der Ansatz A.O.R., Melodic und Progressive Metal zu einer Einheit zu verschmelzen ist auch nicht weiter verwerflich. Ganz im Gegenteil. Irgendwie schaffen es ASTRA aber immer wieder sich kompositorisch zu verzetteln und in den Grundzügen starke Kompositionen mit völlig überflüssigen Schlenkern zu zerfleddern, doch selbst dabei fehlt es an letzter Konsequenz.

Zugegeben, die Kritik liest sich jetzt schlechter als das Album dann tatsächlich ist. Solide ist "From within" allemal, auch wenn es noch einigen Spielraum nach oben lässt. Vielleicht fehlt der Band einfach nur ein entsprechender Produzent, der die überschäumende Kreativität in etwas geordnetere Bahnen lenkt.

Martin Schneider, 05.05.2009

 

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