Atanatos

Beast Awakening


CD-Review

Reviewdatum: 28.09.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Atanatos
Beast awakening, Metal Axe Records, 2006
JanGesang, Gitarre
ReneGitarre
Jan K.Bass
BiankaKeyboards
EikSchlagzeug
Produziert von: Patrick W. Engel & Atanatos Länge: 49 Min 39 Sek Medium: CD
1. Left for death's cold embrace6. Beast awakening
2. Drowned in oblivion7. Nightcrawler
3. Rememberance readjusted8. Torn by hatret
4. Dreaming whilst demons cut throat9. Preyed upon and gutted
5. Ripped from my inner eyes10. Sacrifice for rebirth

Ganze vier Jahre lagen diese Aufnahmen von ATANATOS auf Eis, bevor die Band mit Metal Axe Records ein Label an Land ziehen konnte, das diese 'Eigenproduktion' endlich (noch einmal?) veröffentlicht. Es lässt sich an dieser Stelle nicht klären warum kein Label früher auf die Band angesprungen ist. Vielleicht haben sich die Jungs und das Mädel von ATANATOS ja auch einfach nur verdammt gut versteckt.

Wie auch immer, jetzt rotiert der Silberling endlich im CD-Player und ATANATOS ernten dafür bei mir anerkennendes
Kopfnicken. Die Band serviert uns aufwühlenden Black Metal, mit einigen unüberhörbaren Death Metal Einflüssen und bei aller intensiv ausgelebten Härte mit einem gehörigen Schuss Melodie.

Underground-Hardlinern dürften ATANATOS wohl schon eine Spur zu sehr an den traditionellen Metal-Mainstream angepasst sein, wenngleich sie zu einer opulenten Klangästethik, wie sie beispielsweise DIMMU BORGIR inzwischen pflegen, deutlichen Abstand halten. Die Band hat aber einfach mehr zu bieten als nur stumpf Gift und Galle spuckend vor sich hinzumetzeln.

Innerhalb der Kompositionen werden immer wieder geschickt originelle Akzentuierungen vorgenommen. Mal sind es Effekte wie die angedeuteten Glockenschläge bei Preyed upon and gutted, dann ist es einfach eine in den Vordergrund gerückte Keyboardsequenz oder eine mitreißende Gitarrenpassage, die aufhorchen lässt. Bei Beast awakening, das nicht zu Unrecht zum Namenspatron der Scheibe auserkoren wurde, kommen sogar cleane Vocals zum Einsatz.

ATANATOS verfügen über Ideenreichtum und eine gehörige Portion kompositorische Finesse um diesen auch zum Tragen kommen zu lassen. Es spricht auch eindeutig für die Band, dass das JUDAS PRIEST-Cover Night crawler mehr nach ATANATOS selbst, als nach den Originalinterpreten klingt.

Die erwachende Bestie wird die Extrem-Metal-Szene zwar nicht revolutionieren, ist aber auf jeden Fall eine Bereicherung.

Martin Schneider, 28.09.2006

 

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