Atargatis

Wasteland


CD-Review

Reviewdatum: 25.04.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Atargatis
Wasteland, Massacre Records, 2006
Stephanie LuzieVocals
SatyriaKeyboards
SagothGuitar
ShadrakDrums
Gäste:
Stefan Hertrich (DARKSEED)Vocals
Produziert von: Seref Alexander Badir Länge: 46 Min 05 Sek Medium: CD
1. Desert (Intro)7. 4giving
2. Wasteland8. My solace
3. Selina (Window of the moon)9. Circle of life
4. The crystallic ascension10. Angels crying
5. Cradle of fern11. Eden (Outro)
6. Through the mists of oblivion

Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis eine Plattenfirma auf die Regensburger Formation ATARGATIS aufmerksam wird und sie unter ihre Fittiche nimmt. Immerhin sorgte die Band schon seit 1999 mit ihren Demo-Veröffentlichungen, nicht zuletzt aber auch durch ihre Präsenz auf www.mp3.de, für Aufhorchen im gothic-metallischen Untergrund. Massacre Records bekamen den Zuschlag und haben damit eine Band mit großem Potential und glänzenden Zukunftsaussichten hinzugewonnen, die allerdings auch schon mit ihrem jetzt vorliegenden offiziellen Debüt "Wasteland" ein deutliches Zeichen setzen.

ATARGATIS betreten zwar kein stilistisches Neuland, bieten aber eine attraktive Alternative und Ergänzung zu Bands wie - man möge mir verzeihen, wenn in diesem Kontext immer wieder die gleichen Namen fallen - NIGHTWISH, XANDRIA, WITHIN' TEMPTATION, ELIS... Diese Aufzählung dürft Ihr natürlich gerne noch selbstständig um den einen oder anderen Namen ergänzen.

Harte Gitarren treffen auf majästetisch-erhabene Keyboardmelodien und klassisch-inspirierte Orchesterarrangements. Sängerin Stephanie Luzie, auch bei der österreichischen Gothic-Band DARKWELL aktiv, verfügt über eine faszinierende Gesangsstimme, die - auch hier keine wirkliche Überraschung - von Klassik und Oper inspirierten Gesangslinien verfolgt und ihr Licht im Vergleich mit bekannten Vertreterinnen dieses Stils keineswegs unter den Scheffel stellen muss. Als Gast stemmt sich ihr DARKSEED-Sänger Stefan Hertrich mit seiner düster-rauen Stimme entgegen.

Sporadisch eingesetzte sanfte, filigrane Passagen mit dezentem Folkcharakter bereichern zusätzlich die ohnehin abwechslungsreich gestalteten Kompositionen um eine weitere Facette.

Wie schon angedeutet: Nichts wirklich Neues aus dem Gothic-Metal-Reich, aber ein wirklich ansprechendes und überzeugendes Debüt, an dem Genreliebhaber genauso ihre wahre Freude haben, wie Kostverächter verächtlich schnauben werden.

Mir gefällt es jedenfalls ausgesprochen gut und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir noch einiges von ATARGATIS zu hören (und zu lesen) bekommen werden.

Martin Schneider, 25.04.2006

 

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