Athanasia

The Order Of The Silver Compass


CD-Review

Reviewdatum: 10.03.2019
Jahr: 2019
Stil: Metal
Spiellänge: 35:42
Produzent: Athanasia

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Plattenfirma: Rock Of Angels Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Five Finger Death Punch

Titel
01. Read Between The Lines
02. Spoils Of War
03. The Order Of The Silver Compass
04. Cyclops Lord (My Will Is Done)
 
05. The Bohemian
06. Mechanized Assault
07. Nightmare Sound
08. White Horse
Musiker Instrument
Caleb Bingham Gesang & Gitarre
Brandon Miller Bass
Jason West Schlagzeug

Wenn sich ehemalige Mitglieder von FIVE FINGER DEATH PUNCH, den MURDERDOLLS und WEDNESDAY 13 zusammentun, dann kann man gewiss sein, dass die Band, die dabei entsteht sicherlich nicht für zarte Pop-Musik stehen wird, sondern eher für einen modernen Metal. Und genau das ist passiert als sich Gitarrist Caleb Bingham (früher bei FFDP, der hier auch als Sänger fungiert) und Schlagzeuger Jason West (Ex-MUDERDOLLS, -WEDNESDAY 13) mit dem Bassisten Brandon Miller unter dem Banner ATHANASIA zusammengetan haben.

Das Trio mit Hauptsitz in Los Angeles spielt einen Hybriden aus eben modernem aber auch klassischem Heavy Metal, der schon einmal kleine Anleihen bei dem für die Bay Area typischen Thrash aber auch noch weitaus düstereren Spielarten des Metal auf dem Debüt-Album "The Order Of The Silver Compass" vereint. Dazu bietet die Band immer wieder auch hemmungslos breitbeinige Stadion-Rock-Refrains, die überraschend gut zu der ja eigentlich recht wild klingenden Mixtur passen. Denn klar ist bei der Band auch immer: der Song steht dabei klar vor etwaiger Effekthascherei im Vordergrund.

Nach dem kurzen, akustischen Gitarren-Intro mit der gesprochen Hintergrund-Erzählungen beginnt das Album bei Read Between The Lines mit Breitwand-Power-Akkorden, die den Anhänger des modernen Metal sofort an die Wand pusten werden – und auch die Rhythmus-Sektion legt hier mehr Wert auf Wucht als auf Finesse und erzielt so genau die richtige Wirkung beim Hörer. Und der Gesang ist zwar recht simpel aber mindestens genauso effektiv und passend und liefert die dazu passende Eingängigkeit. Das folgende Spoils Of War folgt diesem Prinzip, bevor es mit dem Titeltrack musikalisch erstmals auch etwas heftiger wird. Aber auch diese Mischung aus Thrash- und Death-Elementen verweben ATHANASIA erneut geschickt mit einem Mitsing-Refrain, der den Hörer mitreißt.

Diesen Stil zieht das Power-Trio denn auch auf dem Rest des Debüt-Albums gnadenlos durch - und kann damit eigentlich rundum überzeugen. Es mag vielleicht nicht jede der acht Nummern ein absoluter Knüller sein (bei mir zündet zum Beispiel Mechanized Assault nicht so richtig), aber die anderen sieben knallen richtig fein in die Gehörgänge und hinterlassen dort ordentlich Eindruck. ATHANASIA beweisen hier schon, dass sie das nötige Rüstzeug dafür haben, sich in der Metal-Szene einen durchaus klangvollen Namen zu machen. Der Einstand ist auf jeden Fall schon einmal durchaus überzeugend ausgefallen

 

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