Autumn Bride

Undying

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 03.05.2021
Jahr: 2021
Stil: Melodic/Symphonic Metal
Spiellänge: 45:07
Produzent: Norbert Leitner

Links:

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Plattenfirma: Stamping Ground Records/Preiser Records


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Black Sabbath

Type O Negative

Paradise Lost

Nightwish

Evanescence

Titel
01. The Path
02. Fear Devotion
03. Moonlit Waters
04. Shadows
05. Monsters
 
06. Ravenqueen
07. Guardian Angels
08. Undying
09. All Of The Lights
10. Forelsket
Musiker Instrument
Suzy Pointinger Vocals
Alexander Schmid Guitar
Ben Pauswek Bass
Max Fingernagel Drums

Zweifellos ist es auch hier der Pandemie geschuldet, dass die österreichische Symphonic-Metal Band AUTUMN BRIDE erst jetzt ihr Debütalbum veröffentlicht. Zusammengefunden hat man bereits 2016 und die erster Single, Guardian Angels erschien bereits 2019. Nun, was soll ich sagen? Die “Herbstbraut“ klingt auch im Frühjahr sehr gut. Als Einfluss geben sie Bands wie PARADISE LOST, NIGHTWISH, EVANESCENCE und auch BLACK SABBATH an. Ich würde da noch LACUNA COIL hinzufügen.

 

Den richtigen, kernigen Sound haben AUTUMN BRIDE jedenfalls. Im Opener muss ich zwar auch mal an RAMMSTEIN denken, und Sängerin Suzy Pointingers erscheint mir stellenweise noch ausbaufähig, aber bereits im folgenden FEAR AND DEVOTION belehrt sie mich eines besseren. Das kommt schon richtig gut. Heavy Industrial-Guitar-Klänge sorgen für die nötige Schwere über der Pointinger abhebt. Dieser etwas tiefere, raue Gesang steht ihr sehr gut. Und ein kleiner Ohrwurm entsteht hier auch ganz nebenbei. Moonlit Waters ist die neue Single (siehe auch Video unten) und treibt deutlich mehr. Da ist nicht mehr viel mit Symphony, sondern das ist schon nahezu klassischer Metal. Der ruhige Mittelteil nimmt für mich allerdings etwas Stimmung raus. Im Verbund mit dem Video passt es dann aber wieder.

 

Das bleischwere Monsters schleppt sich zunächst dahin, wie eine Armee von Orks, bevor Suzy Pointinger elfengleich ihr Stimme über dem zähen, zeitlupenhaftem Sound erhebt und den Nebel lichtet. Trotzdem vorsichtig: Eine Schwermut löst das nicht gerade auf. So nebenbei sollte man auch mal Gitarrist Alexander Schmid erwähnen, der hier mit einem Arsenal von knietiefen Riffs und noch tiefer gestimmten Klängen aufwartet, die das äußerst stabile Gerüst dieser Songs sind. Alle der erwähnten Bands findet man hier, und noch ein paar mehr, und trotzdem hat es eine gewisse Eigenständigkeit. Die angesprochene Single, Guardian Angels, darf als Anspieltipp für das Album genommen werden. Ich finde hier hört man Pointinger ihre IRON MAIDEN-Coverband Vergangenheit teilweise an. Der Refrain gerät fast zu radiotauglich, aber das ist ja der Sinn einer Single.

 

Mir persönlich - wenn schon, denn schon - gefällt das folgende Undying besser. Erinnert mich in seiner lyrischen Form an LACUNA COIL und hat auch so leicht asiatisch/arabische Einflüsse. Man sieht förmlich die beschwörend über die Köpfe erhobenen Hände. Auch All Of The Lights kommt mit seinem schweren Groove gut und besonders der Gitarrensound ist echt heavy. Fügt sich perfekt mit dem Gesang zusammen, der zwischen tiefer Melancholie und freudiger Erwartung pendelt. Im finalen Forelsket finden sich Zitate aus so unterschiedlichen Sprachen wie walisisch, polnisch, arabisch, Hindi und mehr. Also keine Hoffnung auf Mitsingen bei diesem Titel, aber der dynamische Aufbau der Nummer spricht auch so an und das Gitarrensolo veredelt den Song zusätzlich. Also, wer mit den genannten Bands was anfangen kann, der sollte hier mal zwei Ohren aufmachen und wenn das wieder losgeht, kann ich mir gut vorstellen, dass AUTUMN BRIDE einige Konzertsäle zum kochen bringen werden.

 

 

 

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